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Wii U im Test: So gut ist die neue Konsole von Nintendo

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Test Nintendo Wii U | Spielekonsole  

Wii U: Der Zauber liegt in den Händen

05.12.2012, 09:39 Uhr | Richard Löwenstein (vb / jr), Richard Löwenstein

Wii U im Test: So gut ist die neue Konsole von Nintendo. Im Test: Nintendos Spielkonsole Wii U (Quelle: Nintendo)

Im Test: Nintendos Spielkonsole Wii U (Quelle: Nintendo)

Nintendo ist dabei, seit es Videospiele gibt. Und in mittlerweile gut 38 Jahren haben die Japaner die Branche etliche Male mit innovativen Ansätzen aufgescheucht. Bei der Ende 2006 erschienenen Wii-Konsole gelang das mit der Bewegungssteuerung. Vorher waren Videospiele eher etwas für Kids und Hardcore-Gamer. Danach vertrieb sich die ganze Familie über alle Generationen hinweg mit Party- und Fitness-Games sowie Minispiel-Sammlungen die Zeit. Dieses Ziel verfolgen die Japaner mit der hierzulande am 30. November erschienenen Wii U erneut. Zugleich will man aber auch die Hardcore-Gamer zurückerobern. Bei diesem anspruchsvollen Spagat dient vor allem das Hightech-Gamepad mit allerlei Extras als Lockmittel. Was Zocker erwartet, zeigen wir in der Foto-Show.

Der Star ist das Gamepad

Die inhaltliche und namentliche Verwandtschaft zwischen der Wii und der Wii U - gesprochen "Wie ju" - spiegelt sich im Design wieder. Der Eindruck beim ersten Kontakt: schick! Klare Formen, kompakte Maße, nimmt wenig Platz wenig, passt gut ins Wohn- oder Spielzimmerzimmer gut stehen. Der eigentliche Hingucker ist aber der neue Controller. Nintendo nennt ihn das "Gamepad". Irreführend - denn mit dem, was man in den 90er Jahren gemeinhin als Gamepad bezeichneten Standard-Controller hat dieses Hightech-Teil nichts mehr zu tun. Es ist schon viel gesagt und geschrieben worden über das 27 Zentimeter breite Gamepad: Dass es für junge Spieler zu unhandlich ist. Dass sich Gaming-Einsteiger von über einem Dutzend Tasten überfordert fühlen. Dass der Touchscreen etwas sensibler reagieren dürfte. Dass der schwarze Klavierlack-Überzug Fingerabdrücke wie magnetisch anzieht.

Gamepad mit Touchscreen

Auch die Integration des Touchscreens ins Gameplay hat ihr Für und Wider. Wird er vorwiegend als Karte oder Inventory benutzt, wie bei "Batman: Arkham City", reißt einen das Hin- und Herblicken zwischen TV-Gerät und Gamepad einen eher aus dem Spielerlebnis heraus, als dass es einen enger damit verbindet. Das Partygame "Nintendo Land" dagegen macht guten Gebrauch von den Extra-Informationen, die der Bildschirm übermitteln kann. Beim Mini-Fangspiel "Animal Crossing" zum Beispiel flüchten vier Mitspieler vor einem Jäger. Die Gejagten blicken auf das TV-Gerät. Sie sehen auf dem Splitscreen beziehungsweise auf ihren Bildvierteln jeweils nur ihren kleinen Ausschnitt aus dem Labyrinth, das als Kulisse dient. Der Jäger dagegen hat via Gamepad-Monitor - Auflösung übrigens ausreichende 854 x 480 Bildpunkte - die komplette Übersicht über das Gelände. Daraus entwickeln sich sehr vergnügliche Szenen, mit viel "Hey! Und "Achtung!" zwischen allen Beteiligten.

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Gamer testen die neue "Wii U"

Die Besonderheit der Spielekonsole ist der Touchscreen. zum Video

Besser schnell zugreifen

Ein entscheidendes Merkmal im Zusammenhang mit dem Gamepad ist bei der bisherigen Berichterstattung zu kurz gekommen: das autarke Spielen. Angenommen, man kämpft sich gerade beim Actionabenteuer "Assassin's Creed 3" in Dolby Surround durch eine Seeschlacht. Das TV-Gerät ist belegt. Die Dame des Hauses möchte aber gerne "Germany´s Next Topmodel" gucken - sofort. Mit dem Gamepad ist das kein Problem: Man wechselt nach nebenan, nimmt das Gamepad mit und spielt weiter. Die Reichweite beträgt allerdings nur zirka sechs Meter - das hängt von den Wänden dazwischen ab. Um sich diesen Vorteil zu sichern, sollte man allerdings vermutlich schnell zugreifen. In den USA, wo die Konsole bereits am 18. November gestartet ist, war sie binnen kurzer Zeit ausverkauft. Nintendo meldete über 400.000 verkaufte Systeme binnen einer Woche.

Eine neue Generation

In Deutschland folgt die Wii U am 30. November, also keine zwei Wochen später. Erfahrene Gamer wissen diesen kurzen Zeitabstand zu schätzen. In den 80er Jahren lagen Starttermine zwischen Japan, USA und Deutschland schon mal zwei Jahre auseinander. Die Wii U läutet damit also die Ablösung der alten Hardware-Generation ein. Die Konsole tut das in verschiedenen Ausstattungs-Varianten: Das untere Ende der Preisskala bildet das "Basic Pack" für 299 Euro. Enthalten sind eine weiße Konsole, das Gamepad, zwei Netzteile und ein HDMI-Videokabel. Das sorgt für gestochen scharfe Bilder in HD-Auflösungen bis zu 1080p. Der bessere Kauf ist aber das "Premium Pack" für 349 Euro. Es unterscheidet sich vom "Basic Pack" durch Konsole und Gamepad mit schwarzem Body, das Spiel "Nintendo Land" als Beigabe und eine Sensorleiste zur Nutzung vorhandener Wiimote-Fernbedienungen.

Mehr Speicher ist besser

Die Anschaffung des "Premium Pack" macht aus einer Reihe von Gründen Sinn: Erstens weil die Konsole in schwarz sehr schick aussieht. Dann sind Kunststoff-Ständer enthalten, in denen sich Konsole und Gamepad gut parken lassen. Vor allem ist man für die Zukunft besser gerüstet. Die Konsole im "Premium Pack" enthält 32 GB Speicherplatz für Download-Software, beim "Basic Pack" sind es nur 8 GB. Dieser Speicher wird benötigt, weil die Wii U ihre Leistungsfähigkeit erst im Zusammenwirken mit dem grundsätzlich kostenlosen Online-System "Nintendo Network" entfaltet. Dass hier nicht alle Zusatzdienste gratis sind, versteht sich von selbst. Im Gehäuse der Konsole versteckt sich eine Wireless-LAN-Antenne für den dazu notwendigen Internet-Zugang. Der Kontakt ist binnen Minuten eingerichtet und funktioniert gut. Wer auf dem "kleinen" Modell der Wii U das soziale Netzwerk Miiverse oder den integrierten Internet-Browser nutzen möchte, stößt halt bereits nach dem Laden der dafür notwendigen Software-Komponten an die Speichergrenze: Von den nominell 8 GB an Flash-Speicher bleiben dann nämlich nur rund 3 GB übrig.

Das Nintendo Network

Das ist viel zu wenig für all die feinen Dinge, die man sich heute und in Zukunft via "Nintendo Network" sozusagen aus der Luft greifen und auf die Konsole holen kann: Aktuelle Vollversionen, aufgefrischte Retrospiele, Kinofilme, Fernsehshows, Nachrichten oder und den Wetterkanal, um einige Beispiele zu nennen. Wer all die Möglichkeiten in Anspruch nehmen möchte, wird in absehbarer Zeit nicht um den Anschaffung eines externen Flash-Drive mit mehr Speicherplatz herumkommen. Der Anschluss des Extra-Speicher an die Konsole erfolgt wahlweise über einen der beiden USB-Ports an der Front der Konsole oder über einen der zwei USB-Ports an der Rückwand. Dort findet sich übrigens auch eine Videobuchse für den Fall, dass kein HDMI-taugliches Fernsehgerät vorhanden ist: Die Verbindung mit der alten Röhre oder den YUV-Buchsen eines Beamers oder Plasma-Geräts klappt mit entsprechenden Videokabeln von der Wii-Konsole.

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Wii-Spiele und die Wii U

Jede Videospiel-Hardware ist nur so unterhaltsam wie die Software dafür. Das gilt auch für Nintendos Wii U. Ein großer Pluspunkt : Wii U ist rückwärts-kompatibel, startet also auch Software für die Vorgänger-Konsole Wii. Auch vorhandene Wii-Fernbedienungen und viel anderes Zubehör sind anschließbar und funktionieren mit einigen Produktionen für Wii U. Das kommende Action-Puzzlespiel Pikmin 3 beispielsweise entfaltet seinen ganzen Charme erst, wenn man seine kleinen Arbeitssklaven via Nunchuck zum Dienst ruft. Der klassische Arcade-Controller als Alternative zu Fernbedienung beziehungsweise Gamepad wird jedoch ausgemustert und durch den neuen, dem Xbox-Pendant ähnelnden "Pro Controller" ersetzt. Alte Gamecube-Disks haben ebenfalls ausgedient: Metroid Prime und andere Retro-Oldies soll man sich zukünftig über Nintendos Download-Service auf die Wii U holen. Wieder ein Grund mehr, warum 8 GB an Speicher zu wenig sind und 32 GB vermutlich bald ebenfalls.

Das Spiele-Portfolio zum Start

Kauf oder Nichtkauf einer neuen Konsole, darüber entscheiden aber andere Kriterien. Ob die Freunde dasselbe System haben, zum Beispiel, und ob genug gute Spiele zur Verfügung stehen. Die Auswahl zum Start ist jedenfalls ordentlich. Sicherlich muss man Nintendo ankreiden, dass zum jetzigen Zeitpunkt keine Varianten aus den populären Reihen Mario, Zelda und Metroid bereit stehen. Das Wii U-Update des bekannten New Super Mario Bros. von der Wii-Konsole macht sicher Stimmung, zählt aber nicht als echte Neuerscheinung. Dennoch verdient sich das Start-Lineup ein Kompliment. Zwei Dutzend Vollversionen vom ersten Tag an verfügbar, das ist bemerkenswert. Zumal die Mischung so ziemlich jeden Geschmack trifft. Knallbunte Partygames für die Freunde und Familie finden sich genauso darunter wie diverse Action-Umsetzungen für Hardcore-Gamer. Größtenteils handelt es sich um Software-Recycling, das stimmt. Mag auch sein, dass Black Ops 2 oder Batman: Arkham City nicht besser aussehen als existierende Pendants für Xbox 360 und PS3. Trotzdem: Es gibt diese Spiele, und sie verbreiten Spaß, Spannung und Laune.

Fazit

Tatsache ist: Die Software-Auswahl wurde in den letzten Monaten häufig schlechter geschrieben, als sie tatsächlich ist. Und ein Preis um 300 Euro geht für die erste Konsole einer neuen Generation als fair durch. Allerdings: Ein Hightech-Gerät auf dem allerneuesten technischen Stand ist die Wii U nicht. Annähernd vergleichbar ausgestattete Systeme wie die Xbox 360 kosten weniger. Sie sind aber lange auf dem Markt, und von ihnen gehen seit einiger Zeit keine frischen Impulse aus. Die Wii U dagegen bringt via Gamepad frischen Wind in die Branche. Dabei lässt sich jetzt noch gar nicht abschätzen, was das Gesamtsystem aus Konsole und Gamepad wirklich draufhat. Es wird einige Zeit brauchen, bevor Entwickler und Gamedesigner die Möglichkeiten verstehen und nutzen lernen. Und wer einmal bei weiter laufender Spiel-Action sich vom TV-Gerät abgenabelt und auf dem Gamepad weitergespielt hat, wird bestätigen, dass das Wii U-Gaming etwas Faszinierendes an sich hat.

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