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Black Mesa: Half-Life als Studentenprojekt gratis wiederbelebt

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Black Mesa: Die Rückkehr des Gordon Freeman

20.12.2012, 12:18 Uhr | Olaf Bleich (jr / tz), Medienagentur plassma

Fanprojekt Black Mesa (Quelle: Medienagentur plassma)

Fanprojekt Black Mesa (Quelle: Medienagentur plassma)

Aus einem Studentenprojekt erwuchs einst die Idee für den Top-Rätsel-Shooter "Portal". Und aus "Half-Life" wurde in den letzten acht Jahren "Black Mesa". Nach einer langen Entwicklungszeit steht das Fanprojekt zu einem der größten Shooter-Games aller Zeiten inzwischen kostenlos zum Download bereit. Aber was steckt wirklich hinter "Black Mesa"? Und lohnt sich die Reise zurück in die Vergangenheit?

Eine Erfolgsgeschichte: Half-Life

Im Jahr 1998 brachte Entwickler Valve mit Half-Life einen Ego-Shooter heraus, der das Action-Genre prägen sollte wie kein zweites Spiel. Dabei klingt die Geschichte dahinter denkbar unspektakulär: Physiker Gordon Freeman arbeitet auf der Forschungsstation Black Mesa. Hier führt er Experimente mit außerirdischem Gestein durch. Zumindest bis zu dem Tag, als ein solcher Versuch schief läuft und ein Tor in die Dimension Xen öffnet. Plötzlich überlaufen fiese Facehugger die Station, verwandeln Wissenschaftler in gierige Zombies. Noch größere Bestien machen sich tiefer in der Anlage breit. Und die Regierung hat nichts Besseres zu tun, als diesem Schlamassel zu vertuschen.

Von Fans für Fans

Im Gegensatz zu vielen anderen Shootern dieser Zeit erzählte Half-Life seine Geschichte nicht in Textform oder in Videos. Stattdessen präsentierte Entwickler Valve sie in geskripteten Ereignissen - das Ganze hatte einen festen Ablauf und eine fixe Struktur. Dadurch entstand kein Bruch innerhalb des Spielflusses, und das Erlebnis blieb intensiv wie nie zuvor. Half-Life gilt bis heute als einer der intelligentesten und spannendsten Ego-Shooter und besitzt eine unglaublich große Anhängerschaft. Und genau aus dieser treuen Gefolgschaft heraus entstand auch das Fanprojekt "Black Mesa", welches Half-Life mit der modernen Source-Technik noch einmal eine Verjüngungskur verpasst.

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(Foto: Imago/Montage t-online)

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So funktioniert Black Mesa

Die Installation des Fanprojekts ist etwas komplexer als bei einer normalen Vollversion. Das Spiel läuft ausschließlich mit Hilfe von Valves Steam-Software. Zunächst aber lädt man Black Mesa auf der offiziellen Webseite (http://www.blackmesasource.com/download.html) herunter. Durch die Installation wird Black Mesa automatisch dem Steam-Account hinzugefügt - dieser ist Voraussetzung für das Spiel. Allerdings basiert das Programm auf dem "Source Engine"-Entwicklerkit (SDK) - also der Technologie hinter "Half-Life 2". Vor dem Starten von Black Mesa muss daher das Source-Engine-SDK im Reiter "Tools" eingerichtet werden. Übrigens umfasst "Black Mesa" nicht das komplette Spiel "Half-Life": Das Fanprojekt bricht just in dem Moment ab, in dem Gordon Freeman in die Dimension Xen eintaucht. Aber "Black Mesa" ist eine fortlaufende Produktion - ein Ende im eigentlichen Sinn ist also gar nicht absehbar..

Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Über weite Strecken hält sich das Spiel an die Vorgaben des Originals. Die Entwickler nehmen allerdings vielerorts kleine Veränderungen vor. Einige Abläufe wurden angepasst: So steht etwa nicht Wächter Barney zu Beginn des Spiels hinter dem Tresen und begrüßt Gordon Freeman. Auch das Rätsel-Design wurde nur leicht modernisiert: Kleine Physik-Spielereien - zum Beispiel durch das Aufheben und Einstecken eines Stromkabels - ersetzen das einstmals simple Umlegen von Hebeln. Eine ganz deutliche Entwicklung macht aber das Gegner-Verhalten durch. "Black Mesa" ist aus heutiger Sicht geradezu unverschämt schwer. Die sich warpenden Aliens reagieren blitzschnell und werfen mit grünen Elektroschocks um sich. Die später auftauchenden Marines greifen in Horden an und treffen mit einer Zielgenauigkeit, die selbst Robin Hood stolz machen würde.

Fazit

Was lange währt, wird endlich gut: Nach acht Jahren Entwicklungszeit ist Black Mesa im Gegensatz zum auch ewig lang in der Entwicklung befindlichen Vollpreis-Titel "Duke Nukem Forever" ein toll spielbarer Ego-Shooter geworden. Ein spannender Trip in die Vergangenheit - und eine Geschichtsstunde für manchen Entwickler moderner Ego-Shooter!.

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Quelle: Olaf Bleich (jr / tz), Medienagentur plassma

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