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Metro: Last Light - Der Horror nach dem Atomkrieg

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Preview Metro: Last Light | Ego-Shooter | PC, PS3, Xbox 360  

Der Horror nach dem Atomkrieg

25.01.2013, 12:15 Uhr | Richard Löwenstein (ams / jr), Richard Löwenstein

Metro: Last Light - Der Horror nach dem Atomkrieg. Metro: Last Light (Quelle: Deep Silver)

Metro: Last Light (Quelle: Deep Silver)

Das Herz wird klopfen. Man wird Angst haben und die Bilder kaum glauben können, die einem dieser Ego-Shooter ins Gehirn fräst. "Metro: Last Light", das nach der Pleite von Publisher THQ unter dem Koch Media-Label "Deep Silver" erscheinen wird, wirkt fast so, als hätte das Moskauer Games-Entwicklungsteam 4A Games in den Tiefen der Hardware von Xbox 360, PS3 und PC einen Schalter für doppelt dichte Grusel-Atmosphäre gefunden. Denn die hauseigene Software-Technologie des Spielestudios zeichnet atmosphärisch dichte Bilder einer durch einen Atomkrieg verwüsteten Welt auf den Bildschirm - und füllt sie mit enorm spannender und intelligenter Action.

Metro Last Light: (Über-) Leben im Untergrund

Wir schreiben das Jahr 2034. Ein Atomkrieg hat die Menschheit vernichtet. In der Welt da draußen ist die Luft heiß: Wer keinen Schutzanzug trägt, dessen Blut beginnt binnen weniger Minuten zu sieden. Die wenigen Überlebenden von Moskau hausen in den Schächten der Metro-Untergrundbahn. Sie werden terrorisiert von Mutanten und leiden unter dem zwischen Kommunisten, Banditen und den Nazis des Vierten Reichs tobenden Bürgerkrieg. Zwischen den Parteien steht Artjom, der Held des Ego-Shooter-Überraschungshits "Metro 2033". Mittlerweile zum "Ranger" - also zum Soldaten - aufgestiegen, kann er die Ereignisse seines letzten Abenteuers nicht aus seinem Kopf verbannen. Er macht sich auf die Suche nach den "Schwarzen" - jenen menschlichen Wesen, die auf wundersame Weise an der Erdoberfläche leben könnten. Hätte Artjom sie nicht durch seine vergangenen Taten vernichtet. So glaubt er jedenfalls.

Packende Atmosphäre

Artjoms Überlebenskampf beginnt in einer dürftig ausgestatteten Baracke. Der Held erhebt sich von seinem Feldbett aus schmuddeligen, vergilbten Laken. Der Blick schweift durch den Raum. Staubpartikel tanzen durch fahle Lichtschleier, die aus einer Petroleumfunzel und einem Halogenstrahler an der Decke scheinen. Hier und da bemühen sich Fotos und andere persönliche Dinge, den Eindruck eines trostlosen Lazaretts zu übertünchen. Vergeblich. Am Schreibtisch angelangt, greift Artjom zur Ausrüstung: Journal, Kompass, Feuerzeug, Stirnlampe, Armbanduhr. Beim Gang durch die angrenzenden Korridore schwenkt das Bild auf andere Soldaten, die sich mit Liegestützen abmühen. Ein paar alte Männer mischen Karten und betrinken sich mit Wodka. Kinder spielen mit alten Dosen und aus Schrott gebastelten Dreirädern.

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Spannungsreiche Inszenierung

Länger umschauen lohnt sich in "Metro: Last Light". Man entdeckt immer mehr Details und erfährt aus Gesprächen vieles über das Leben in den Tunnels der Metro-Bahn. Die Atmosphäre packt einen vom ersten Augenblick. Doch irgendwann schließen sich die massiven Eisentore hinter Artjom und sperren das Licht der sicheren Station hinter ihm ein. Vor dem Auge ist nun pure Dunkelheit, endlos und kalt. Die Gänge und Schächte zwischen den Stationen sind Niemandsland. Gelegentlich werfen einzelne Glühbirnen flackerndes Licht an die Wände und strapazieren durch Schattenwürfe das angespannte Nervenkostüm zusätzlich. Der Soundtrack tut das seine dazu. Leises Rascheln und Knabbern aus finsteren Ecken, ein leises Fiepen. Der Herzschlag stockt, wenn Artjom in eine Pfütze tappt und das leise Schwappen die Stille zerreißt.

Handliche Steuerung

Gut, dass auf die Steuerung Verlass ist. Wer schon mal "Call of Duty" gespielt hat, kennt alle wesentlichen Funktionen und kann sich den Feinheiten des Waffensystems widmen. Die erfindungsreichen Russen haben sich nach der Atomkatastrophe eigene Kugelpusten aus verstreuten Einzelteilen gezimmert. Heraus kommt beispielsweise die "Helsing", ein pneumatisches Luftgewehr, geschustert aus Metallschrott und ausgedienten Revolvern. Es verschießt Bolzen, muss aber regelmäßig manuell "aufgepumpt" werden. Auf automatische Zielerfassung und andere Hightech-Gimmicks verzichtet "Metro: Last Light". Gezielt wird entweder aus dem Handgelenk oder über Kimme und Korn.

Anspruchsvolle Action

Die Gegner geben sich abwechslungsreich. In den Tunnels lauern flinke Mutanten, in der Außenwelt stürzen sich geflügelten Vichukha-Dämonen auf den Helden, und zwischen Häuserruinen lauern unter anderem sogenannte Lurker. Sie jagen bevorzugt in Gruppen und springen Reisenden mit scharfen Klauen direkt ins Gesicht. Ein probates Mittel gegen solche Attacken ist eine gut platzierte Ladung Munition - oder aber Flucht und Versteckspiel. "Metro: Last Light" ist Action mit Köpfchen. Man muss abwägen, auf Situationen schnell und schlau reagieren. Die Feuergefechte fühlen sich deutlich realistischer an als im Vorgängerspiel. 

Was wir mögen

Die Grafik arbeitet sehr geschickt mit Licht und Schatten, das sorgt für Stimmung. Sehr gut ist auch die Steuerung dank bewährtem "Call of Duty"-Controller-Layout. Zwei hübsche Extras: Auf dem Datenträger soll eine russische Tonspur enthalten sein, außerdem wird die hauseigene Grafikengine stereoskopische 3D-Darstellung unterstützen.

Was wir nicht mögen

Die Kulissen machen bisher einen allzu schlauchartigen Eindruck. Das hat eher geradliniges Gameplay zur Folge und schränkt den Reiz von Frei-Schnauze-Spaziergängen ein. Einen Mehrspieler-Modus hat das Entwicklungsteam von 4A Games erst einmal nicht vorgesehen. Er soll aber bei ausreichendem Kundenzuspruch per Patch nachgereicht werden.

Fazit

Dieser Ego-Shooter beherrscht ein Handwerk, das "Resident Evil", "Silent Hill" und andere Games aus dem Survival-Horror-Genre verlernt zu haben scheinen: Es schürt Panik und Angst vorrangig durch subtilen Einsatz von Licht, Schatten, Toneffekten und geschickt inszenierten Schocksituationen. So bietet das Spiel Action mit Gänsehaut-Garantie.

Titel: Metro Last Light
Genre: Ego-Shooter
Publisher: Deep Silver (Koch Media)
Hersteller: 4A Games
Release: Noch nicht bekannt
Preis: Noch nicht bekannt
System: PC, PS3, Xbox 360
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Einschätzung: Sehr gut

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