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Destiny: Bungie spielt auf PS3 und Xbox 360 mit dem Schicksal

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First Look Destiny | Ego-Shooter | PS3, Xbox 360  

Destiny: Der Wächter der Menschheit

25.02.2013, 18:52 Uhr | (jr / nic), Richard Löwenstein

Destiny: Bungie spielt auf PS3 und Xbox 360 mit dem Schicksal. Destiny (Quelle: Activision)

Destiny (Quelle: Activision)

Der Ego-Shooter von morgen, wie mag der wohl aussehen? Die Antwort auf diese Frage gibt der US-Entwickler Bungie. Gemeinsam mit dem Videospiele-Publisher Activision baut der Erfinder der erfolgreichen Halo-Reihe an einer neuen Actionspiel-Generation. "Destiny" nennt sich das Mega-Projekt, an dem 350 Mitarbeiter beschäftigt sind. Über einen Zeitraum von zehn Jahren soll ein komplettes Spiele-Universum entstehen. Mit viel Science-Fiction, Open World-Struktur, guten Online-Ideen und schicken Grafik-Technologien soll Destiny den hauseigenen Millionenseller Halo übertrumpfen. Im Rahmen einer Presse-Veranstaltung im eigenen Studio nahe der US-Metropole Seattle zog Bungie den Vorhang ein Stück weit zurück. Zu sehen war Action von morgen für die Konsolen von heute - sprich Xbox 360 und Playstation 3. Erste Bilder vom Destiny-Projekt zeigen wir in unserer Foto-Show.

Das Ende der Menschheit

Die ferne Zukunft hält offenbar keine allzu schönen Überraschungen für uns Erdlinge bereit, wenn man der Handlung von "Destiny" Glauben schenken mag. In 700 Jahren ist die Menschheit nur noch ein Schatten ihrer selbst. Laut Überlieferung traf irgend etwas beziehungsweise irgend jemand die Erde und vernichtete fast alles. Die wenigen Überlebenden sind in einer schimmernden Hightech-Stadt versammelt. Niemand weiß, was tatsächlich passiert ist. Welche Gefahren hinter den Stadtmauern lauern. Was es mit dem künstlichen Mond auf sich hat, der bedrohlich über der Stadt schwebt. Oder warum Alienrassen in das Sonnensystem vordringen und Mars, Venus und den Jupiter-Mond Europa besetzen. Sind diese zeitreisende Cyberkreaturen und ekligen Space-Zombies verantwortlich für die Beinahe-Vernichtung der Menschheit?

Viele Beschützer, noch mehr Geheimnisse

Als sogenannter "Guardian", als Beschützer der letzten verbliebenen Stadt, macht sich der Spieler auf die Suche nach Antworten. Die Beschützer verbergen sich hinter Masken und Kampfanzügen, ähnlich wie der Master Chief aus Halo. Kein Name, kein Gesicht, kein Schicksal. Der Spieler soll sich seinen Helden nach und nach zu eigen machen. Er soll ihn mit freigespielten Waffen, Stiefeln, Schilden und Mänteln individualisieren, und "seine eigene Geschichte schreiben" - so der Originalton von Bungie. Wie man sich diese Erzählweise vorzustellen hat, und wie viel Dramaturgie sich zur Action dazu gesellen wird, das verrät Bungie bisher nicht. Dafür aber, dass ein Rangsystem die Motivationskurve nach oben treiben soll. Durch Teilnahme an Kämpfen arbeitet sich ein Beschützer im Spielverlauf durch die Hackordnung und wird schließlich zu einer "Legende".

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Eine Halo-Kopie?

Alles andere an Destiny wirkt bei oberflächlicher Betrachtung wie ein Abziehbild: Zerstörte Städte, gewaltige Installationen im All, Krieger in gepanzerten Kampfanzügen - das alles erinnert sehr an die "Halo"-Reihe, gemischt mit einer Prise Mass Effect. Auch das Alien-Apokalypse-Szenario, der Zeichenstil und eine Musikbegleitung mit aufwändigem Orchester belegen, dass Bungie bei den Äußerlichkeiten auf Bewährtes setzt. Dennoch möchte Destiny etwas anders ticken als sonstige Actiongames. Zu erkennen ist das beispielsweise an der vergleichsweise hellen und bunten Farbgebung. Sie soll Hoffnung und den Glauben an die Zukunft der Menschheit vermitteln.

Ego-Shooter trifft Online-Rollenspiel

Für Destiny ergänzt Bungie die dominanten Ego-Shooter-Gene um Facetten eines Online-Rollenspiels im Stil von World of Warcraft. Der Spieler bewegt sich mit via Internet verbundenen Mitspielern gemeinsam durch weitgehend offen gestaltete und frei begehbare Kulissen. Als Ausgangspunkt dient die erwähnte Stadt, der einzige große Rückzugspunkt der Menschheit auf Erden: Bestehend aus ein paar Gebäuden und ein paar Wiesen unter freiem Himmel. Wer aber die Stadtmauern überwindet und sich im zerstörten Umland umsieht, wird beispielsweise Chicago als eine im Sumpf versinkende Ruinenstadt entdecken. Überhaupt soll es viel zu entdecken geben. Im späteren Spielverlauf kommen nämlich auch noch aufrüstfähigen Raumgleiter dazu, die Reisen zu verschiedenen Planeten und Monden innerhalb des Sonnensystems gestatten.

Spiel doch wie Du willst

Wer die Sandwüsten des Mars oder die Eiskatakomben auf dem Jupiter-Mond Europa alleine erforschen möchte - bitte sehr. Geselliger veranlagte Weltenretter laden Bekannte ein oder sprechen zufällig des Weges Kommende an und machen gemeinsame Sache. Mit wie vielen Mitspielern man sich einlässt, beeinflusst das Spielerlebnis entscheidend. Denn die Kampagne ist auf Solisten und Zweier-Teams zugeschnitten. Einzelne Areale der Umgebung sind nur für Einzelgänger und Koop-Gamer zugänglich. Hier soll es zu Dramen und Szenen kommen, die eine Wendung in der Erzählung verursachen. Andere Areale wiederum beeinflussen die Handlung wenig bis gar nicht. Dafür kann man sich mit mehreren Mitspielern zusammen dem Überlebenskampf stellen und beispielsweise Alien-Horden einheizen, die ein außerirdisches Mutterschiff vom Himmel regnen lässt.

Große Pläne, wenig Konkretes

Dabei soll Spielfluss laut Bungie das A und O bei Destiny sein. Der Spieler soll sich in seinem Bewegungsdrang weder durch Ladepausen noch durch allzu viele Grenzen im Gelände gestört fühlen. Die Wechsel zwischen Arealen für Kampagne und Mehrspieler-Action werden durch Kameraschwenks und kleine dramaturgische Tricks kaschiert, sagt Bungie. Vorgezeigt oder gar zum Ausprobieren bereitgestellt wurde davon allerdings nichts. Im Rahmen der Presse-Veranstaltung erläuterten die Mitarbeiter von Bungie lediglich Pläne und Ideen anhand einiger Skizzen und Videoschnipsel. Klar soll es Schnellfeuer-Pistolen geben, Maschinenkanonen und andere Waffen - aber wie sie wirken und sich von vergleichbaren Waffen in anderen Shootern unterscheiden? Völlig unklar, ebenso wie der Charakter des Gameplays. Wird die Action mit Handlung durchsetzt, oder sind pure Ballereien zu erwarten? Ist das Tempo hoch, oder setzt Destiny eher auf taktischen Deckungskampf? Tatsächlich ist ein rund 20 Sekunden langer Marsch über eine Mondlandschaft das einzige Material, das an Gameplay erinnert.

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Start im kommenden Jahr

Wie sich während des Spaziergangs allerdings die aschgraue Mondlandschaft verändert, und zwischen dunklen Kratern die gleißenden Scheinwerfer einer Mondbasis zu glühen beginnen und die Stimmung sich dabei verändert, das hat schon was. Diese eine Szene konnte mit schöner Farbgebung, vielen Details und kontrastreicher Zeichnung überzeugen. Davon abgesehen lässt das bisher gezeigte Material allerdings noch keinerlei Rückschluss auf den tatsächlichen Unterhaltungs-Wert von Destiny zu. Eilig hat es die neue Bungie-Schöpfung sowieso nicht. Der Start liegt noch in so weiter Ferne, dass sich Bungie und Activision bisher nicht einmal annähernd festlegen möchte. Vor 2014 wird wohl nichts spruchreif werden.

Was uns gefällt

Das Gameplay von Destiny baut auf einer offenen Online-Welt auf, in die sich Spieler jederzeit ein- und wieder ausklinken. Man kann ganz allein fiese Aliens aufmischen oder mit Freunden und zufällig den Weg kreuzenden Mitspielern gemeinsame Sache machen.

Was uns nicht gefällt

Obwohl Einzelspieler die Kampagne von "Destiny" im Alleingang bewältigen können, muss die Konsole zwecks Aktualisierung der Spielwelt offenbar immer online sein. Auf Xbox 360 wäre Destiny demnach nur mit dem teuren Gold-Abo von Xbox Live spielbar.

Fazit

Eine Einschätzung des Unterhaltungs-Wert von Destiny scheint zum jetzigen Zeitpunkt wie Kaffeesatz-Lesen. Denn im Rahmen der Enthüllung vor der Presse sprach Bungie zwar über große Pläne. Man zeigte ansprechende Bildentwürfe und ließ dramatische Begleitmusik laufen. Es fehlten aber Actionszenen, so wie sie im Spiel aussehen werden. Ob die US-Amerikaner all ihre Vorhaben tatsächlich umsetzen können, wird sich erst zeigen müssen.

Infos zum Spiel

Titel: Destiny
Genre: Ego-Shooter
Publisher: Activision
Hersteller: Bungie
Release-Termin: 2014
Preis: Noch nicht bekannt
System: PS3, Xbox 360
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Einschätzung: Noch nicht möglich

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