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Nora Tschirner spricht Lara Croft: "Tomb Raider war mein härtester Job"

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Interview mit Nora Tschirner über die Synchronisation von Lara Croft in Tomb Raider  

Nora Tschirner: So war's als Lara

05.03.2013, 13:27 Uhr | Benjamin Kratsch (jr / nic), Medienagentur plassma

Nora Tschirner spricht Lara Croft: "Tomb Raider war mein härtester Job". Interview mit Nora Tschirner: So war's als Synchronstimme von Lara Croft (Quelle: Medienagentur plassma)

Interview mit Nora Tschirner: So war's als Synchronstimme von Lara Croft (Quelle: Medienagentur plassma)

Sie ist eine der bekanntesten Schauspielerinnen Deutschlands, doch ihre Synchronsprecher-Arbeit für die Rolle als Lara Croft in "Tomb Raider" ist "das Härteste, was ich je spielen musste." Im Kinohit "Keinohrhasen" ging die größte Gefahr von ein paar Blondinen aus, die ihr Til Schweiger wegschnappen wollten. Hier schnappen wilde Tiere nach ihr, sie wird von Einheimischen gejagt, verletzt und muss selbst aus Notwehr töten. In dem Action-Adventure, das am 5. März für PC, PS3 und Xbox 360 erschienen ist, gibt Lara nicht mehr das Bravo-Girl und die Sexbombe, die nebenher ein paar Artefakte und irgendwie auch die Welt rettet. Lara japst, wenn sie sich schwer verwundet durch den Dschungel schlagen muss. Und sie weint viel, sie zweifelt an sich. Es ist eine brutale Tour de Force. Diese Atmosphäre will Tschirner auch genau so transportieren. Noch mehr Infos über Nora Tschirner und die Synchronisierung von Lara Croft gibt's in unserer Foto-Show!

T-Online.de Spiele: Lara macht richtig viel durch. Ständig verletzt sie sich, reißt sich Wunden und erlebt sehr traumatische Situationen. Hat Sie das Drehbuch überrascht?

Nora Tschirner: Ja, total. Ich dachte eigentlich, wir drehen eine Liebeskomödie mit Furby und Furbyline auf einer romantischen Insel. Nee, Quatsch, ich wusste, was auf mich zukommt. Und gerade diese Intensität und der Adrenalinrausch haben mich besonders an der Rolle gereizt. Ich stehe generell auf Action, aber Lara ist keine eindimensionale Figur, die sich einfach nur durch Gegnerhorden ballert. Sie ist ein sehr vielschichtiger Charakter: Als Kind einer britischen Adelsfamilie wächst sie behütet auf, studiert Archäologie und macht diese Reise eigentlich nur weil sie zeigen will, dass sie eine echte Croft und eine gute Archäologin ist. Als jedoch ihr Schiff kentert, hängt plötzlich das Leben einiger Menschen von ihr ab. Sie muss über sich hinauswachsen, muss lernen, Verantwortung zu übernehmen und sehr oft die Zähne zusammenbeißen. Das Spiel hat sehr viele emotionale Gänsehaut-Momente. Im Herzen ist es ein Survival-Thriller.

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Lara kämpft ums Überleben

Survivor-Trailer zu "Tomb Raider". zum Video

T-Online.de Spiele: Wo wir gerade über Klischee-Helden reden. Lara Croft wurde durch ein Video der Band "Die Ärzte" und einige Poster im Jugendmagazin Bravo zum Sexsymbol stilisiert. Glauben Sie, dass wir in Zukunft generell öfter authentische Charaktere erleben werden? Sexappeal ist schließlich ein großes Verkaufsargument.

Nora Tschirner: Ich denke, Miss Crofts Charme ist sehr sexy. Also wenn ich ein Mann wäre, würde ich mich eher in die neue Lara verknallen. Man fühlt mit ihr, lernt sie als Mensch kennen, und das weckt ja beim Spieler auch so einen gewissen Beschützerinstinkt. Sie hat zwar große Angst, aber sie ist trotzdem bereit für ihre Freundin Sam, die von Banditen gekidnappt wurde, ihr Leben aufs Spiel zu setzen. So eine künstliche Puppe mit Doppel-D-Möpsen... Oh Pardon, darf man auf T-Online Möpse sagen? Also so eine Frau mit Doppel-D-Brüsten sehen wir ständig in Werbespots und quasi jedem Hollywood-Streifen. Das ist nichts Besonderes mehr. Der Schritt ist mutig, aber richtig. Die Geschichte dreht sich ja um Lara, nicht um ihre Kurven.

T-Online.de Spiele: Gute Einstellung, Hollywood kann noch etwas von Ihnen und den Entwicklern lernen. Spielen Sie eigentlich zu Hause oder mal im Flieger?

Nora Tschirner: Da muss ich Ihnen ein großes Geheimnis verraten: Ich habe Motion Sickness, bei den schnellen Kamerabewegungen in Games wird mehr daher immer schlecht. Also ich stehe total auf Autos und hätte echt Lust auf Rennspiele, aber das geht leider nicht. Bei Tomb Raider funktioniert es, weil die Kameraführung galanter ist. Ansonsten bin ich Weltmeister in "Tetris" . Also es gibt niemanden auf der Welt, der das so gut beherrscht wie ich, behaupte ich einfach mal. Wenn Sie mal ein Problem haben einen Koffer zu packen oder ein Auto, rufen Sie mich an. Ich kann immer alles so packen, dass es hinterher volle Punktzahl gibt und eine Rakete aufsteigt. Aber irgendwann wurde auch das langweilig, und ich habe mich mal an der Schauspielerei versucht.

T-Online.de Spiele: Und sind damit sehr erfolgreich. Was ist eigentlich schwieriger: Die Arbeit am Set einer Film-Produktion oder im Synchronstudio?

Nora Tschirner: Das kommt total auf den Regisseur an, denn der gibt in der Regel das Tempo vor. Til (Schweiger, Anmerkung der Redaktion) ist eine echte Rakete am Set. Ich nenne ihn auch "Der Duracell-Hase". Wenn die anderen Pause machen, rennt Til in seinen Wohnwagen und schneidet, bereitet vor, denkt und konzipiert. Ob er schläft? Man weiß es nicht. Generell hängt die Arbeit aber auch sehr von der Rolle ab. Anna Gotzlowski kannte vor "Keinohrhasen" keiner, ergo ist es mein Job als Schauspielerin, den Charakter mit Leben zu füllen. Lara hingegen ist ein Promi, sie ist eine Ikone. Also versuche ich so nah wie möglich am Original zu bleiben und richte mich tonal sehr stark nach dem, was meine US-Kollegin Camilla Luddington ("Californication" , Anmerkung der Redaktion) spielt. Ich bringe schon meine eigene Persönlichkeit hier und da ein, aber letztlich will der Spieler ein Tomb Raider erleben und kein "Dreiohr-Raiders". Wobei, das klingt total lustig. Ich muss mal Til anrufen, er hat bestimmt Lust, das zu drehen.

T-Online.de Spiele: Vielen Dank für das Gespräch.

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