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Destiny-Macher im Interview: Destiny soll Ego-Shooter-Genre voranbringen

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Destiny: Interview mit den Machern von Bungie über das Ego-Shooter-Epos  

Die sieben Säulen eines Top-Spiels

07.03.2013, 07:27 Uhr | (jr / ams), Richard Löwenstein

Destiny-Macher im Interview: Destiny soll Ego-Shooter-Genre voranbringen. Interview mit Bungie zum Ego-Shooter-Epos Destiny (Quelle: Bungie)

Interview mit Bungie zum Ego-Shooter-Epos Destiny (Quelle: Bungie)

Das wird vielleicht das größte Videospiel, seit es Gaming gibt. An der Entstehung des Ego-Shooter-Epos Destiny arbeiten rund 350 Designer, Autoren, Programmierer, Grafiker und Soundprofis. Wie funktioniert das Teamwork zwischen so vielen Menschen? Wie muss man sich das kreative Miteinander vorstellen, damit am Ende etwas so großes wie "Destiny" entsteht? Wer wüsste das besser als der Hersteller selbst: Bungie. Wir haben das nahe der US-Metropole Seattle beheimatete Entwicklerstudio besucht und mit Activision-Chef Eric Hirshberg, Studioleiter Pete Parsons, Designchef Joseph Staten sowie anderen hochrangigen Mitarbeiter aus dem Entwicklungsteam gesprochen und ihnen in Sachen Destiny auf den Zahn gefühlt.

Seine größten Erfolge feierte Bungie mit den Ego-Shootern aus der Halo-Reihe auf der Xbox. Gedanklich ist das Team aus der Stadt Bellevue im US-Bundesstaat Washington daher bei vielen Menschen mit Microsoft liiert. Dabei hat Bungie seine Frühwerke "Pathways into Darknss", "Marathon", "Oni" und "Myth" in den Jahren 1991 bis 2000 unabhängig von Microsoft auf Mac und anderen Hardware-Plattformen veröffentlicht. Seit 2007 ist Bungie wieder ein unabhängiges Studio, das für jede Plattform entwickeln darf. "Destiny" erscheint daher auf jeden Fall für Xbox 360, PS3 und PS4. Der PC und weitere Hardware-Plattform könnten folgen.

T-Online.de Spiele: Was macht Destiny anders als andere Ego-Shooter?

PS4 
Destiny - Pathways out of Darkness

Videodokumentation mit Spielszenen und Entwickler-Kommentaren zum neuen Spiel Destiny. zum Video

Eric Hirshberg (Geschäftsführung Activision): Wir arbeiten mit Bungie zusammen, weil das Team schon häufiger bewiesen hat, was für starke Ego-Shooter es entwickeln kann. Activision nimmt richtig viel Geld in die Hand, damit Destiny groß wird. Das heißt, wir arbeiten sehr eng mit den Entwicklern zusammen. Wir bauen mit ihnen gemeinsam die Infrastruktur auf, die notwendig ist, um unsere Ideen in die Tat um zu setzen. Wir wollen einen Ego-Shooter erschaffen, der das Genre wirklich vorwärts bringt. Sozusagen etwas Lebendes, das sich im Lauf der kommenden Jahre weiter entwickeln soll.

T-Online.de Spiele: Bei Destiny sollen sich mehrere Mitspieler innerhalb einer gemeinsamen Online-Umwelt aufhalten. Genau wie bei MMO-Rollenspielen, zum Beispiel World of Warcraft aus ihrem eigenen Haus. Müssen Interessenten mit einem vergleichbaren Bezahlmodell rechnen?

Eric Hirshberg: Das Spiel wird ganz normal auf Disk erscheinen. Wir haben keinerlei Abo-Pläne.

T-Online.de Spiele: Was sind die wesentlichen Merkmale von Destiny?

Jason Jones (Mitbegründer Bungie): Schauen Sie, ich bin eine kreative Person. Und wie alle Kreativen will ich an etwas beteiligt sein, dass wahrgenommen wird, dass irgendeine Wirkung auf Menschen zeigt und ihr Leben beeinflusst. Es ist toll, an etwas zu arbeiten, für dass sich Menschen begeistern. Wenn Du Ideen hast und sie umsetzen kannst, dieser kreative Prozess, etwas entstehen zu sehen, das ist sehr befriedigend. Mir hat mal jemand gesagt: "Eure Spiele sind der einzige Grund, warum ich eine Beziehung zu meinem Bruder habe". So etwas gesagt zu bekommen, das treibt mich an.

T-Online.de Spiele: Was unterscheidet einen guten von einem schlechten Ego-Shooter?

Jason Jones: Dafür gibt es eine Reihe von Kriterien. Für Destiny habe ich sieben Säulen erstellt, die ein gutes Spiel-Erlebnis sozusagen tragen. Zunächst muss der Spieler gerne zu Gast in dem Universum sein, das wir ihm bauen. Destiny wird bunt sein, und dadurch Hoffnung ausstrahlen. Zweitens muss ein paar Dinge geben, die man nur aus Spaß an der Freude erledigen kann. Damit meine ich, dass du abends auf der Couch lümmelst und beim Erforschen von Destiny Spaß hast, ohne die Kampagne auch nur zu streifen. Drittens muss der Spieler für seine Leistung Belohnungen erhalten, die er wirklich will. Kleinigkeiten, die er an seiner Rüstung anbringen. So können andere Mitspieler erkennen, wenn jemand etwas geleistet hat. Dann muss sich jeder Spielstart anders anfühlen. Damit meine ich nicht, dass wir jeden Tag neue Karten oder Herausforderungen bauen. Das wäre zu aufwändig. Aber das Gameplay muss sich facettenreich anfühlen, so dass ich jeden Tag etwas Neues ausprobieren kann.

T-Online.de Spiele: …und viertens?

Jason Jones: Die sozialen Komponenten. Was immer die Spieler probieren, dass sollen sie gemeinsam mit ihren Freunden erleben können. Denn anders als Computergegner sind Menschen sind unberechenbar. Durch Mitspieler wird Destiny interessanter. Zudem müssen sich Menschen aller Könnens-Klassen im Gameplay wiederfinden. Was ich damit meine: Bei uns im Haus arbeiten viele Hardcore-Gamer, die Destiny jeden Tag spielen. Sie sollen dabei genauso Spaß haben wie jemand, der ein ausgefülltes Leben führt, wenig Zeit und sich am Abend die Zeit mit Destiny vertreiben möchte. Zu guter Letzt soll Destiny aber auch für Gelegenheits-Spieler unterhaltsam sein, die vielleicht noch nicht all zu viel Erfahrung mit dem Genre der Ego-Shooter haben. Leute, die einfach nur etwas bespaßt werden wollen, ohne dass sie Taktiktipps oder Lösungswege ergoogeln müssen.

T-Online.de Spiele: Etliche surreale Szenen, eine Handlung in der Zukunft und eine eher bunte Grafik: Das alles erinnert an "Halo". Trauen Sie sich an kein anderes Thema heran?

Christopher Barret (Künstlerische Leitung Bungie): Wir können nun mal Science Fiction. Bungie steht seit vielen Jahren für einen ausgeprägten Stil, der große Gefühle in den Menschen auslösen kann. Destiny ist für mich "mythische Science Fiction". Action voller großer Bilder und Abenteuer. Wir entwerfen viele Schauplätze, fremder und größer als man sie im Videospiel je erlebt hat. Für "Destiny" entwickeln wir mehr Entwürfe und Konzeptzeichnungen, als für alle unsere vorangegangenen Spieler zusammen genommen. Das wird um etliches größer als "Halo".

T-Online.de Spiele: Benutzt Destiny dieselben Software-Technologie wie Halo?

Chris Butcher (Leitung technische Entwicklung): Wir haben in den letzten vier Jahren tonnenweise neue Techniken entwickelt. Zum Beispiel für eine sehr vielschichtige physikalische Simulation für eine glaubwürdige Abbildung der Umwelt. Unsere Live-Update-Pipeline kann die Spielwelt jederzeit an neue Gegebenheiten anpassen, die durch Aktionen anderer Spieler entstehen. Die Server-Architektur lässt tausende Spieler weltweit an einer Partie teilhaben. Übrigens müssen sie dabei nicht zwingend einen aktiven Part übernehmen. Sie können auch bloß zuschauen. Aber uns bei Bungie ist wichtig, dass sich all die Technik immer im Hintergrund hält, ja dass sie von den meisten Mitspielern gar nicht bemerkt wird. Das Gameplay ist das Entscheidende. Darum auch keine Ladepausen und keine Benutzeroberfläche. Du sollst den Controller in die Hand nehmen und Spaß haben.

Weitere Informationen über Bungie und das Ego-Shooter-Epos Destiny gibt's in unserer Foto-Show.

Infos zum Spiel

Titel: Destiny
Genre: Ego-Shooter
Publisher: Activision
Hersteller: Bungie
Release-Termin: 2014
Preis: Noch nicht bekannt
System: PS3, Xbox 360
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Einschätzung: Noch nicht möglich

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