04.04.2013, 16:30 Uhr | jr / ams, dpa-AFX
Lucas Arts-Logo (Quelle: Lucas Arts)
Nach mehr als 30 Jahren ist für die legendäre Spieleschmiede Lucas Arts Schluss: Der Entwickler altbekannter Computerspiele-Reihen wie "Monkey Island", "Indiana Jones" oder "Star Wars" wird vom neuen Besitzer Disney dicht gemacht. Zuletzt fehlten erfolgreiche neue Titel.
Nahezu alle der zuletzt noch 200 Mitarbeiter von Lucas Arts seien entlassen worden, schrieb das "Wall Street Journal" am späten Mittwoch (Ortszeit) unter Berufung auf eine informierte Person. Disney selbst äußerte sich dazu nicht. Disney hatte vor einem halben Jahr die "Krieg der Sterne"-Firma Lucasfilm von Produzent George Lucas für 4 Milliarden Dollar übernommen. Dadurch kam auch die Spiele-Sparte Lucas Arts zu dem Medienkonglomerat. Nach Daten der Marktforschungsfirma NPD Group, aus denen das "Wall Street Journal" zitierte, hatte Lucas Arts im vergangenen Jahr noch Spiele für 55 Millionen Dollar verkauft - weniger als ein Drittel der Einnahmen aus dem Jahr 2006.
Der "Krieg der Sterne"-Produzent George Lucas hatte Lucas Arts 1982 gegründet. Er brachte damit unter anderem seine eigenen Filmhits als Computerspiele heraus. Lucas Arts erarbeitete sich schnell einen guten Ruf mit Adventure-Titeln wie "Maniac Mansion", "Day of the Tentacle" oder "Zak McKracken". Die Firma machte sich aber auch einen Namen in anderen Genres wie Flugsimulatoren mit "Battlehawks 1942". Die ersten Spiele liefen noch auf C64, Atari oder Amiga, später folgten die PC-Ära mit MS-DOS und schließlich Windows. Zuletzt waren es vor allem immer neue "Star Wars"-Spiele und Auskopplungen wie "Jedi Knight" oder "Lego Star Wars", die Lucas Arts herausbrachte. Doch die ganz großen Erfolge aus den früheren Jahren blieben am Ende aus. Die zunehmende Beliebtheit günstigerer Spiele für Smartphones und Tablet-Computer machte LucasArts zusätzlich zu schaffen.
Die passenden Computerspiele zu den geplanten drei neuen "Krieg der Sterne"-Filmen sowie die in Entwicklung befindlichen Games "Star Wars: First Assault" und "Star Wars 1313" sollen nun von externen Entwicklern kommen. Disney will entsprechende Lizenzen vergeben, wie es in einer Mitteilung an US-Medien hieß. Andere Quellen wie Techspot oder Kotaku berichten dagegen, dass "First Assault" und "Star Wars 1313" komplett gecancelt sind. Unklar ist auch, ob die Marke Lucas Arts überlebt.
Das Studio Raven Software, das 2002 und 2003 die Spiele "Jedi Knight 2: Jedi Outcast" und "Jedi Academy" für Lucas Arts entwickelte, hat frustrierten Star Wars-Fans ein Abschiedspräsent zukommen lassen. "Als Geschenk an die immer noch loyalen Fans und in Gedenken an Lucas Arts veröffentlichen wir den Quellcode beider Spiele", erklärten die Entwickler. Der Quellcode der inzwischen supportfreien Games ist auf Sourceforge erhältlich und kann von Bastlern an moderne PC-Erfordernisse angepasst werden.
04.04.2013, 16:30 Uhr | jr / ams, dpa-AFX
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