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Beyond: Two Souls - Emotionen statt Explosionen

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Preview Beyond: Two Souls | Action-Adventure | PS3  

Emotionen statt Explosionen

05.04.2013, 12:40 Uhr | Benjamin Kratsch (jr / vb), Medienagentur plassma

Beyond: Two Souls - Emotionen statt Explosionen. Beyond: Two Souls Action-Adventure von Quantic Dream für PS3 (Quelle: Quantic Dream)

Beyond: Two Souls (Quelle: Quantic Dream)

Warum braucht die Spiele-Welt brillante Schauspieler wie Ellen Page und Willem Dafoe? Weil sie im PS3-exklusiven Action-Thriller "Beyond: Two Souls" Charaktere zum Leben erwecken. Weil sie mit wenig Mimik Geschichten erzählen können. Und weil sie mit großer schauspielerischer Hingabe "Beyond" eine Authentizität verleihen, wie es sonst kaum ein Videospiel zuvor geschafft hat. Wenn die Kamera auf einem Event bei Entwickler Quantic Dream in Paris ganz nah an Protagonistin Jodie Holmes heranfährt, dann sind ihre Lippen blau gefroren und die Gesichtshaut wirkt rötlich und ausgetrocknet. Jodie ist im Spiel quasi nicht mehr von einer echten Schauspielerin unterscheidbar. Das liegt an "Inception"-Star Ellen Page und einer Technologie, die jeden Gesichtsmuskel in 3D einscannt und so lebensecht wiedergibt.

Beyond: Two Souls - Eine Geschichte über das Leben

"Ich habe so etwas noch nie gedreht“, erklärt Willem Dafoe ("Platoon", "Spider-Man") in einer Videodokumentation. "Beyond hat die Tiefe eines Films, es geht um die Beziehung zwischen meinem Charakter und Jodie. Es ist eine bewegende, aber auch eine komplizierte Geschichte. Und es wird noch komplizierter, weil der Spieler entscheidet, wie es weitergeht.“ So muss der Spieler beispielsweise in einer Situation festlegen, ob er dem Obdachlosen Stan zu Hilfe eilt oder zulässt, dass er zusammengeschlagen wird. Beyond spielt sich dabei ganz anders als die üblichen Action-Blockbuster. Während der einstündigen Gameplay-Vorführung in Paris fällt kein einziger Schuss. Es gibt keine großen Explosionen, es sterben keine Menschen. Und trotzdem entfaltet das Spiel eine ungewöhnliche Faszinationskraft.

Magischer Freund

Zu Beginn liegt Jodie kraftlos und halb erfroren in den Straßen Chicagos. Es ist Weihnachten, und es schneit heftig. Der Job des Spielers ist es jetzt, ihren kleinen magischen Freund zu steuern und sie zu retten. Jodie ist ein Medium und seit ihrer Geburt mit einer Art Zauberwesen verbunden, das sie Aiden nennt. Aiden beschützt sie vor Gefahren. Auf Knopfdruck kann man jederzeit zwischen den beiden Charakteren wechseln. Mit Aiden schwirrt der Spieler durch die Straßen und muss es irgendwie gebacken kriegen, jemand auf die erschöpfte Jodie aufmerksam zu machen. Dazu kann man beispielsweise Geld auf die Straße werfen und so einen Passanten anlocken. Oder der Spieler rüttelt an einem Kaffeeautomat, lässt dann die Münzen auf den Bürgersteig fallen, um dafür zu sorgen, dass Stan Jodie davon ein dampfend heißes Getränk kauft, um ihre Lebensgeister wieder zu wecken.

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Under the Bridge

Beyond lässt sich sehr viel Zeit, dem Spieler die Charaktere vorzustellen. Wer möchte, kann Stans "Familie" - eine Ansammlung von Obdachlosen unter einer Brücke - kennenlernen. Da ist zum Beispiel ein Lehrer, der seinen Job verloren hat. Oder die brünette Tuesday, die hochschwanger ist und Jodie stolz von ihrem Babyglück erzählt - aber auch, dass sie Angst hat, ihrer kleinen Tochter kein schönes Leben zu bieten. Chefautor und Designer David Cage schreckt bei seiner Geschichte vor schwierigen Themen wie Armut, Gewalt oder sogar Selbstmord nicht zurück.

Der Spieler als Retter

Beyond schafft es immer, den Spieler wieder zu überraschen. Etwa, als wir nicht nur bei einer virtuellen Geburt dabei sind, sondern sogar die werdende Mutter mit dem richtigen Timing bitten müssen, zu pressen. Einige Momente später liegt der kleine Wurm in Jodies Armen, doch ein Feuer bricht aus. Wieder sind es keine schwer bewaffneten Soldaten, gegen die Sie kämpfen, sondern Naturgewalten. Jodie kann hier zeigen, welche Spezialtricks sie auf Lager hat. Weil sich Tuesday nämlich weigert, über einen Abgrund zu springen und sich das Feuer immer weiter in ihre Richtung frisst, übernimmt Jodie via Aiden die Kontrolle über die Gedanken der Frau, zwingt sie so sanft zum Springen und rettet Mama und Baby das Leben. Ein ergreifender Moment, denn Tuesday ist zu diesem Zeitpunkt nicht einfach nur irgendeine Polygon-Figur, sondern ein Mensch, zu dem man eine emotionale Beziehung aufgebaut hat.

Was uns gefällt

Beyond wird ein außergewöhnliches Spiel, weil seine Macher ihre Spielsysteme nicht wie sonst so oft der Action opfern, sondern wirklich die Charaktere in den Vordergrund stellen. Auch die Idee, dank Aiden übernatürliche Kräfte ins Spieldesign einzubauen, funktioniert sehr gut und kratzt erstaunlicherweise nicht an der dichten Atmosphäre. Technisch wird Beyond darüber hinaus wohl eines der schönsten Spiele 2013 und ein tolles Abschiedsfeuerwerk für die Playstation 3.

Was uns nicht gefällt

Sobald Sie Aiden übernehmen, fällt die Steuerung recht schwammig aus. Das magische Wesen kann durch Wände schweben, was zwar eine schöne Idee ist, um andere Personen auszuhorchen und Informationen zu sammeln. Leid ergeht dabei aber schnell jegliche Übersicht verloren. Entwickler Quantic Dream hat allerdings noch gut sechs Monate Zeit, um dieses Problem zu beheben.

Fazit

Beyond ist ein technisch atemberaubendes Abenteuer mit brillanten Schauspielern und einem Entwickler, der auch vor komplexen Themen nicht zurückschreckt. Und endlich stehen mal Dialoge und Menschlichkeit statt Action und Ballerei im Vordergrund. Besonders faszinierend ist die Idee, dass Sie Jodie vom achten bis zum 23. Lebensjahr begleiten und die Protagonistin dadurch sowohl als Knirps wie auch als pubertierenden Teenager und junge Frau spielen. Das wird ganz groß!

Infos zum Spiel

Titel: Beyond Two Souls
Genre: Action-Adventure
Publisher: Sony
Hersteller: Quantic Dream
Release: 8. Oktober 2013
Preis: Noch nicht bekannt
System: PS3
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Einschätzung: Sehr gut

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