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Reportage Stars in Spielen  

Stars, Sternchen und Videospiele

16.04.2013, 15:27 Uhr | Nils Osowski (jr / nic), Medienagentur plassma

Reportage Stars in Spielen. Stars in Spielen (Quelle: THQ)

Stars in Spielen (Quelle: THQ)

Dass Schauspieler, Rockstars und andere Promis vermehrt in Video- und Computerspielen auftauchen, ist für Hersteller und Publisher ein logischer Schritt: Ein prominenter Name bedeutet mehr Aufmerksamkeit für das Produkt. Jüngster Beweis: Die Schlagzeilen rund um die deutsche Schauspielerin Nora Tschirner, die als Stimme von Action-Adventure-Ikone Lara-Croft für Aufsehen sorgte. Wir stellen im folgenden Artikel geglückte und weniger geglückte Ausflüge wichtiger Zeitgenossen ins Spiele-Genre dar.

Wing Commander als der "Spiel-Film"

Wegweisend für die Promi-Gastspiele in Games war Chris Roberts mit einer Fülle von Videosequenzen angereichertes Weltraum-Epos "Wing Commander". Spätestens ab dem dritten Teil "Heart of the Tiger" aus dem Jahr 1994 gaben sich hier bekannte Mimen wie Mark "Luke Skywalker" Hamill, Tom Wilson ("Zurück in die Zukunft"), John Rhys-Davies ("Jäger des Verlorenen Schatzes", "Herr der Ringe") und Malcom McDowell ("Uhrwerk Orange") sowie Pornodarstellerin Ginger Lynn die Klinke nur so in die Hand. Entwickler Origin wurde attestiert, einen der ersten interaktiven "Spiel-Filme" geschaffen zu haben. Zwar brachte das Spiel dem alternden Star Wars-Helden Hamill nicht den erhofften Karriere-Kick, dennoch denken Space Opera-Fans immer noch gerne an die Begegnungen mit Captain Blair, Maniac und Co. zurück. Wing Commander gilt bis heute bis heute als Meilenstein - und war um Welten besser gespielt als der fürchterlich misslungene Wing Commander-Kinofilm von Chris Roberts aus dem Jahr 1999.

Glanz, Glamour und Games

Für die Hersteller von Videospielen hat das Engagement von Promis Vorteile. Durch die Beteiligung eines Prominenten färbt dessen Glanz auf das Game ab. Das Ganze wird cool, weil ein Vorbild involviert ist. Vor allem bei Hardcore-Fans gibt es da oftmals kein Halten mehr. Marketing-Strategen wissen das und tun alles, um Stars für ihr Produkt zu gewinnen. So schürte beispielsweise Tennis-Legende Steffi Graf zum Weihnachtsgeschäft 2011 die Begeisterung für Nintendos Wii. "Ich war überrascht, wie viele Möglichkeiten die Wii bietet", meinte Graf damals. "Da sind zum einen die Spiele, an denen die ganze Familie zusammen ihren Spaß hat. Zum anderen gefallen mir aber auch die Bewegungsübungen mit Wii Fit Plus und dem Wii Balance Board." und in Werbekampagnen zu "World of Warcraft" fragten Entertainment-Größen wie Mr. T, William Shatner und Chuck Norris: "Was spielst du?"

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Bekannte Stimmen

Während die Stars aus diesen Beispielen "nur" in der Vermarktung von Games tätig sind, beteiligen sich Voice-Actor beziehungsweise Synchronsprecher - also Personen mit schauspielerischem Background, die einer Spielfigur ihre Stimme leihen - aktiv am Produktionsprozess. Aufmerksame Cineasten haben des Öfteren ihr "Die Stimme kenne ich doch"-Aha-Erlebnis. Beispiele gefällig? Bitteschön: Vivica A. Fox, bekannt aus Quentin Tarantinos Rache-Epos "Kill Bill", synchronisiert in "Hitman: Absolution" eine der verruchten Saints-Auftragsmörderinnen. Mafia-Boss Toni Cipriani aus "GTA 3" spricht hingegen mit dem Organ von Michael Madsen, Filmfans ein Begriff durch seine Rollen in "Sin City" oder "Reservoir Dogs". Und wer in "GTA 4" den Radiosender K109 einschaltet, staunt nicht schlecht, wer da mit heftigem deutschen Akzent Modetipps verteilt. "Ich hoffe, ihr Frauen da draußen wisst, dass Kleider kombiniert mit Turnschuhen einfach furchtbar aussehen", tönt es da aus dem Radio. Niemand Geringeres als Mode-Ikone Karl Lagerfeld ist es, die da nörgelt.

Profis sparen Zeit und liefern Qualität

Neben dem Werbefaktor durch den guten Namen des Stars haben Videospielhersteller einen zweiten triftigen Grund, auf Schauspieler-Größen zu setzen: die Professionalität. Schauspieler sind es gewohnt, mit dem präzisen Einsatz ihrer Mittel einen bestimmten Eindruck hervorzurufen, um so eine Figur zu prägen, ihr Leben einzuhauchen. Für die häufig aus dem Bereich Film, Fernsehen und Theater kommenden Sprecher ist die Spiele-Synchronisation durchaus eine Herausforderung, denn die Möglichkeit, Gestik und Mimik zur Verstärkung zu verwenden, fällt bei der Spielproduktion weg. Sie sind auf ihre Stimme reduziert, um einen authentisch wirkenden Charakter zu erschaffen. Was eine durchaus motivierende Wirkung entfalten kann, wenn man es mit einer spannenden Figur zu tun hat, wie Nora Tschirner als Lara Croft bekennt: "Ich stehe generell auf Action, aber Lara ist keine eindimensionale Figur, die sich einfach nur durch Gegnerhorden ballert. Sie ist ein sehr vielschichtiger Charakter."

Der Typ muss stimmen

Wenn ein Meister seines Fachs wie Charakterdarsteller Malcolm McDowell in "God of War 3" dem Baumeister Dädalus seine Stimme schenkt, fließt in den Produktionsprozess jede Menge Herzblut mit ein. Doch natürlich sind der Verschmelzung von Voice-Actor und Videospielcharakter Grenzen gesetzt. Der Sprecher wird möglichst typgerecht ausgesucht, seine Stimme muss zur dargestellten Figur passen. Doch ohne Briefing geht gar nichts: Wenn "24"-Held Kiefer Sutherland den Sergeant Roebuck in "Call of Duty: World at War" spricht, erhält er als Voice-Actor zu Beginn Informationen über seine digitale Rolle, die Handlung und Szenenkontexte. Erst dann geht es aufnahmetechnisch zur Sache.

Rocken wie Lemmy Kilmister

Es kommt auch vor, das ein Promi in einem Spiel wesentlich mehr Spuren hinterlässt als nur die seines Stimmorgans. Im Action-Abenteuer "Brütal Legend" ergab sich das im Verlauf der Produktion. Den Protagonisten Eddie Riggs, der sich für den weltbesten Roadie der weltbesten Metal-Band hält, verschlägt es in eine stark von der Heavy-Metal-Ästhetik beeinflusste Fantasiewelt. Motörhead-Sänger Lemmy Kilmister, Ozzy Osbourne und weitere Szenegrößen vertonen Figuren im Spiel, während der Held von "School of Rock"-Schauspieler Jack Black gesprochen wird. Für den Spielhelden existierten anfänglich Entwürfe, in denen Riggs noch sehr Lemmy glich. Doch je weiter die Produktion voranschritt, desto mehr passten die Spiele-Designer den Typ des Helden an das an, was Jack Black - selbst ein großer Fan des Metal-Genres - ihnen an Input lieferte. Auch Blacks mitunter extreme Mimik fand so nach dem intensiven Studium von Videomaterial ihren Weg ins Spiel. Das Ergebnis war ein faszinierend facettenreicher, mehrdimensionaler Held, der so von Anfang an weiß Gott nicht angelegt war.

Das Star-Element

Mit dem Star-Faktor spielen aber auch viele andere Games. Wer in "True Crime: Streets of L.A." 30 sogenannte "Dogg Bones" sammelt, schaltet beispielsweise mit Rapper Snoop Dogg das Abbild eines Stars aus einer anderen Musikrichtung frei: Aufmerksame Gamer werden den "Doggfather" ebenso noch aus "Def Jam: Fight for NY" in Erinnerung haben, wo er mit Method Man, Redman, DMX, Ludacris, Carmen Electra, Danny Trejo und anderen eine sehr interessante Performance ablieferte. Auch Bruce Willis, der sich schon 1998 in der Rolle von Trey Kincaid durch das Playstation-Actionspiel "Apocalypse" ballerte, wurde digital verblüffend gut getroffen. Und lieh seinem Spiele-Alter-Ego auch seine Stimme - in der deutschen Version kam Willis-Sprecher Manfred Lehmann zum Einsatz.

Grenzen verwischen

Solche virtuellen Gastauftritte sind zwar für Anhänger sicher interessant, verblassen aber im Gegensatz zu dem, was passiert, wenn Star und digitale Figur verschwimmen, wenn Videospielcharaktere durch aufwendige technische Methoden zum Digitalzwilling ihrer Real-Life-Ebenbilder werden. Einer der größten Hoffnungsträger für das Spielejahr 2013 ist "Beyond: Two Souls“ für die PS3, das neue Werk der "Heavy Rain"-Macher Quantic Dream. Unter der Mitwirkung der Schauspiel-Stars Ellen Page ("Inception") und Willem Dafoe ("Platoon", "Spider-Man") und Verwendung modernster Motion-Capturing-Technik entsteht derzeit ein vielversprechender Titel, der die Grenzen zwischen Games und Film fast komplett verschwimmen lässt.

Fazit

So wie Film und Spiel sich in diesem Projekt mehr und mehr annähern, so wird auch professionelle Schauspielkunst im Medium Videospiel zunehmend zum ausschlaggebenden Qualitätsfaktor. Wo einst hier und da mal ein Star mit kleinem Gastauftritt im Game für Aufsehen sorgte, verkörpern mittlerweile etablierte Hollywood-Stars ganze Spielfiguren und verleihen Spielen so immense Intensität und emotionale Tiefe. Denn zu einer starken Geschichte gehören auch stets starke Figuren, die diese Handlung tragen. Man darf gespannt sein, ob der ambitionierte Ansatz von "Beyond" Schule macht.

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