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First Look zum Stealth-Actionspiel Thief 4: Wer schleicht so spät durch Nacht und Wind?

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First Look Thief 4 | Stealth-Action | PC, PS4, Xbox 720  

Wer schleicht so spät durch Nacht und Wind?

23.04.2013, 14:35 Uhr | Benjamin Kratsch (jr / nic), Medienagentur plassma

First Look zum Stealth-Actionspiel Thief 4: Wer schleicht so spät durch Nacht und Wind?. Thief 4 Stealth-Actionspiel für PC, PS3, PS4, Xbox 360 und Xbox One von Eidos Montreal (Quelle: Square Enix)

Thief 4 (Quelle: Square Enix)

Anmutig wie ein Gepard schleicht sich der Meisterdieb im frisch enthüllten Stealth-Actionspiel "Thief 4" an den Vorhang in einem luxuriösen Freudenhaus heran, zieht den Stoff vorsichtig zur Seite und erblickt die Objekte seiner Begierde. Garrett ist ein Bilderbuch-Dieb: Flink, gewitzt, wortkarg - und obendrein gierig, wenn er teuren funkelnden Schmuck um den Hals einer Frau sieht. Wo sein Abenteuer spielt, wollten die Macher von Eidos beim T-Online-Studiobesuch in Montreal zwar noch nicht verraten, ließen dafür aber viele interessante Informationen und Details zum Comeback des Schleichspiels aus dem Sack. Erster Eindruck: Da ist harte Konkurrenz für Splinter Cell, Metal Gear Solid und Dishonored im Anmarsch!

Thief 4: Der Anti-Robin-Hood

Die präsentierte Mission spielt in einer weitläufigen Stadt, die von Armut und Krankheit geprägt ist. Wo Soldaten Steuern von der Unterschicht erpressen und jeden hängen, der sich gegen den Willen des Barons stellt. "Garrett ist jedoch kein Held, er ist nicht Robin Hood", stellt Chefautor Steven Gallagher klar, der bereits am Hollywood-Blockbuster "Gladiator" mit Russell Crowe mitgearbeitet hat. Stattdessen entpuppt sich der Protagonist von Thief als ein Egoist, dem vor allem das eigene Wohl wichtig ist.

Töten ist out

Klasse: Für Puristen und Traditionalisten wird Entwickler Eidos Montreal extra einen Modus anbieten, in dem keiner Wache ein Haar gekrümmt werden darf. Schließlich ist dieses Feature das Markenzeichen der Serie, die 1998 mit "Thief: Dark Project" das Schleich-Genre mitbegründet hat. Ohnehin macht es mehr Spaß die Leibwächter eines Edelmannes namens Eastwick an der Nase herumzuführen und beispielsweise in einen Keller einzusperren. Wie funktioniert das? Nun, die Soldaten lungern vor einem geheimen Eingang zu einem Bordell herum. Links gegenüber von ihnen befindet sich ein Raum. Der wird normalerweise durch ein kleines Fallgatter geschützt, welches offen steht. Im Zimmer erblickt der gewiefte Dieb eine Vase, legt einen Pfeil in seinen Bogen und drückt ab. Das Porzellan zerbricht auf dem Boden, die Wachen werden aufgeschreckt und einer von den beiden betritt das Zimmer. Während er den Raum durchsucht, legt Garrett einen zweiten Pfeil ein, zielt auf den Fallgatter-Mechanismus – und schon ist der erste Bursche gefangen. Sein Kollege schreckt auf, rennt zum Ort des Geschehens. Das nutzt der Meisterdieb aus und kann ungesehen durch die Geheimtür schlüpfen.

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Die Rückkehr des Meisterdiebs

Ein erster Trailer zum Schleich-Actinspiel "Thief 4". zum Video

Wie GTA im Mittelalter

Thief setzt auf eine offene Spielwelt, wie wir sie beispielsweise aus Skyrim kennen, erzählt dabei allerdings eine große zusammenhängende Geschichte. Ergo streift Garrett durch Gassen, springt von Dach zu Dach und klettert auf Kirchtürmer. Sobald er jedoch in ein Gebäude einbricht, bewegt er sich nur noch in diesem Gebiet, welches dafür sehr weitläufig ausfallen soll. Wir durften leider noch nicht selbst an den Controller, Chefdesigner Nicolas Cantin verspricht aber sowohl den gewieften Hardcore-Thief-Fan anzusprechen als auch Spieler mit einer etwas rabiateren Spielweise.

Feuerlöscher und Klettermeister

Wer also keine Lust aufs Schleichen hat, kann auch den Bogen zücken und den Soldaten aus dem Hinterhalt eine Akupunktur verschaffen. Oder sie mit dem Messer meucheln beziehungsweise die Jungs mit einem kräftigen Hieb auf den Hinterkopf schlafen legen. Garrett bringt dafür den "Blackjack" mit, den mit dickem Rindsleder umhüllten Schaft einer Axt, der richtig benutzt beim Opfer erst für Bewusstlosigkeit und anschließend für Kopfschmerzen sorgt. Wer bereits in den späten 1990ern mit Garrett durch die Nacht geschlichen ist, wird sich zudem über die Rückkehr des Wasserpfeils freuen. Der heißt jetzt Trockeneispfeil, löscht aber nach wie vor zuverlässig jedes Feuer und treibt Wachposten in die Verzweiflung.

Drogen als Waffe einsetzen

Beim Besuch in Kanada zeigt Eidos Montreal allerdings auch deutlich subtilere Tricks, um die Wachmannschaften und Gäste des noblen Freudenhauses für kurze Zeit auszuschalten. So hört Garrett von einer der Damen des Etablissements, dass es vor einiger Zeit einen Zwischenfall mit der Belüftungsanlage gegeben habe. Also lenkt der Langfinger die zwei Wachen in der Anlage ab, macht sich am System zu schaffen und führt ordentlich Opium ein. Das Resultat: Die Droge macht Gäste und Personal schläfrig, und der Meisterdieb kann in Ruhe seine Beute kassieren.

Kämpfe mit Esprit

Auf Knopfdruck lässt sich dazu ein magischer Fokus-Modus aktivieren, der lohnenswerte Amulette, Ringe oder Taschenuhren blau beleuchtet. Auch können Sie damit Geheimgänge hinter Bücherregalen aufspüren oder im Kampf die Zeit verlangsamen. Garrett visiert dann gezielt ungeschützte Bereiche des Kettenhemdes eines Ritters an oder schlägt ihm sein Schild aus der Hand. Eine schöne Idee, die dem Kampfsystem taktischen Esprit verleiht. "Garrett ist allerdings nicht der klassische Nahkämpfer. Er ist nicht Batman. Bei mehr als vier Gegnern sollte er schnellstens die Flucht ergreifen", warnt der Chefdesigner.

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Was wir mögen

Thief bleibt seinen Wurzeln treu: Garrett ist noch immer am stärksten, wenn er nachts über Balken klettert, seine Gegner beobachtet und Wachtrupps umschleicht. Der Griff zum Schwert führt deutlich öfter in den Tod als in eher kampflastigen Action-Abenteuern wie der Assassin's Creed-Reihe. Durch die unterschiedlichen Bogen-Varianten dürfte ordentlich Abwechslung geboten werden, und das Leveldesign hält mit Geheimgängen, Verstecken und jeder Menge Schatztruhen etliche Überraschung bereit. Zudem sieht Thief äußerst edel aus, beeindruckt mit schicken Lichteffekten im Mondschein und detailverliebten Umgebungen.

Was wir nicht mögen

Während der Präsentation gab es eine Stelle, wo dem dem Meisterdieb ein magisches Amulett in die Hände fällt, das ihm scheinbar Zauberfähigkeiten verleitet. Das Ganze fühlt sich zu sehr nach Fantasy wie im Rollenspiel-Hit "Skyrim" an und will nicht so ganz zum ansonsten sehr authentisch wirkenden Szenario passen.

Fazit

Thief ist ein mehr als vielversprechendes Schleichabenteuer, das durch seine klassischen Spielmechaniken und den Wasserpfeil an die gute alte Zeit anknüpft, dank Edelgrafik und innovativem Kampfsystem aber genug eigene Impulse setzt. Außerdem ist es spannend, mal wieder einen kauzigen Antihelden zu verkörpern, der nicht die Welt retten will, sondern einfach mal nur an sich denkt. Leider müssen sich Fans des Meisterdiebs aber noch gedulden: Vor 2014 ist mit einer Veröffentlichung nicht zu rechnen.

Infos zum Spiel

Titel: Thief 4
Genre: Stealth-Action
Publisher: Square Enix
Hersteller: Eidos Montreal
Release: 2014
Preis: Noch nicht bekannt
System: PC, PS4, Xbox 720
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Einschätzung: Sehr gut

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