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"Assassin's Creed 3: Die Tyrannei von König George Washington" im Test

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Test Assassin’s Creed 3 - Tyrannei von König George Washington | Action-Adventure | PC, PS3, Xbox360  

Assassin's Creed 3: Der Traum von Washington als König auf dem Thron

29.04.2013, 16:30 Uhr | (jr / nic), Richard Löwenstein

"Assassin's Creed 3: Die Tyrannei von König George Washington" im Test. Assassin's Creed 3: Die Tyrannei von König George Washington DLC (Quelle: Ubisoft)

Assassin's Creed 3: Die Tyrannei von König George Washington DLC (Quelle: Ubisoft)

Das Action-Adventure Assassin's Creed 3 von Ubisoft sorgte 2012 mit seinen Kämpfen, Parcours- und Klettereinlagen sowie den bildgewaltigen Seeschlachten für Aufsehen. Zudem sorgte das historische Setting - erzählt wird die Geschichte des Indianers Ratohnhaké:ton, der als Assassine Connor an der Seite von George Washington und Co. die amerikanische Unabhängigkeit mit erkämpft - für spannende Unterhaltung. Umso bemerkenswerter ist die Volte, die Ubisoft in der dreiteiligen DLC-Erweiterung "Die Tyrannei von König George Washington" schlägt. Denn hier geht es um die Frage: Wie wäre die Geschichte verlaufen, wenn sich George Washington nach der Revolution zum autoritären Herrscher gewandelt hätte?

Albtraum-Historie

Bereits im ersten am 19. Februar erschienenen Download-Inhalt mit dem Titel “Die Schande“ lassen die Entwickler von einer realitätsnahen Geschichtsschreibung ab. Stattdessen wird General Washington - in der Realität noch posthum wegen seiner Verdienste “für die Vergangenheit und Gegenwart“ mit dem höchsten Dienstgrad des “General of the Armies of the United States“ geehrt - als machthungriger und grausamer König skizziert, der absolutistisch und mit eiserner Faust über sein Land herrscht. Hat Ubisoft zu tief ins Glas geschaut? Mitnichten, denn die “Washington“-Trilogie stellt nicht den Anspruch, sich sinnvoll und realitätsnah ins Hauptspiel einzugliedern. Stattdessen führt sie den Spieler durch eine Art Traumsequenz des indianischen Helden Ratohnhaké:ton, die zeigt, was als Alternative zum Hauptspiel hätte geschehen können. Was die beiden letzten Episoden ausmacht, steht in unserer Foto-Show.

Was wäre wenn…

Um die Ausgangssituation plausibel erscheinen zu lassen, haben die Entwickler einige Gegebenheiten aus “Assassin’s Creed 3“ in den Washington-DLCs ausradiert. Die wichtigste Änderung: Connor wurde nie zu einem Assassinen ausgebildet, sondern durchlebte den ganz normalen Stammes-Alltag in seinem Dorf, der ihn zum mohikanischen Jäger und Krieger macht. Und General Washington wurde nach der Amerikanische Revolution nicht zum ersten Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt, sondern gelangte per Zufall in den Besitz des mächtigen Edenapfel-Artefakts, das ihn zum korrupten und grausamen Despoten werden ließ. Die Wege der ungleichen Figuren kreuzen sich, als Washington Connors Dorf niederbrennt und seine Stammesleute tötet: Die Jagd auf den Tyrannen beginnt.

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George Washington als fieser Tyrann

Verkehrte Geschichte in Assassin's Creed 3. zum Video

Aus alt mach neu

Die Episoden-Downloads erfinden das “Assassin’s Creed“-Rad aber nicht gänzlich neu. So werden etwa die Schauplätze aus dem Hauptspiel weitestgehend recycelt, und man findet sich in Boston, New York und der Wildnis schnell zurecht. Wenige Ausnahmen lockern das bekannte Bild auf, etwa die skurrile Behausung Washingtons: Eine gigantische, in der Freimaurer-Ikonographie beheimatete Pyramide. Auch wurden Atmosphäre und Stimmung in den Arealen quasi umgedreht. Wo einst der frische Wind der Revolution wehte, werden nun wahllos Bürger abgeschlachtet. Jäger des Königs ziehen marodierend durch die Wildnis, und eindeutige politische Plakate künden von der absolutistischen Zeitenwende.

Connor, der Superindianer

Weil Connor - der nun nur noch seinen indianischen Namen Ratohnhaké:ton trägt - in dieser alternativen Realität keine Assassinen-Fähigkeiten besitzt, mussten andere Kräfte her. Diese wirken frei nach dem Motto "Wenn schon alternative Geschichtsschreibung, dann auch richtig absurd" ziemlich abgedreht. Denn Ratohnhaké:ton tritt dem königlichen Tyrannen mit indianischen Superkräften entgegen. In der ersten Episode erhält er beispielsweise Unterstützung durch den Wolfsgeist, mit dessen Hilfe der Rächer ein geisterhaftes Wolfsrudel beschwören und sich mit dem “Wolfsmantel“-Talent unsichtbar machen kann.

Starke Modifikationen am Gameplay

Orientiert sich das Wolfsrudel noch recht stark an der im Hauptspiel bereitstehenden Assassinen-Unterstützung, verändert der “Wolfsmantel“ das Gameplay beachtlich zum Positiven. War das Schleichen in Teil Drei eher eine knifflige Angelegenheit, gleitet der Indianer nun geschmeidig und lautlos zwischen Feinden hindurch - die Spielmechanik wird klar in Richtung Stealth-Game verändert. Zu einfach wird es deswegen aber trotzdem nicht. Zum einen saugt der “Wolfsmantel“ an Connors Lebensenergie und kann deshalb nicht unbegrenzt eingesetzt werden. Zum anderen lungern neben menschlichen Widersachern neuerdings auch Kampfhunde herum, die Connor selbst in unsichtbarem Zustand aufspüren und Alarm schlagen. Die beste Ablenkung: Hunde-Leckerlis, auf die die Beißer so scharf sind, dass sich der Mohikaner klammheimlich davonschleichen kann. Im Notfall kann er die Köter aber auch mit dem beschworenen Wolfsrudel außer Gefecht setzen.

Wenig ausschweifend

Störend fällt hingegen auf, dass die kuriose Geschichte im Vergleich zum Hauptspiel sehr linear erzählt wird. Zwar sind die Zwischensequenzen gewohnt hübsch animiert und vorbildlich deutsch vertont, im Prinzip führen sie den Spieler aber strikt von einer Szene zur nächsten. Nebenmissionen, die auch die Spielzeit verlängert hätten, sind rar. Und wenn sie dann doch mal vorhanden, eher langweilig und abwechslungsarm. Auch das beliebte Handelssystem wurde in den DLCs komplett gestrichen. Vorräte sammelt der Indianer stattdessen über schnöde Schatzkisten in der Umgebung.

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Was uns gefällt

Im Gegensatz zu vielen typischen DLCs bietet die “Washington“-Trilogie tatsächlich ein anderes Gameplay als das vom Hauptspiel her gewohnte an. Vor allem die taktischen Schleicheinlagen begeistern, und die Totem-Kräfte bringen frischen Wind ins bewährte, aber angestaubte Assassinen-Einerlei.

Was uns nicht gefällt

Leider ist der Washington-DLC - rechnet man die einzelnen Episoden zusammen - etwas teuer geraten: Knapp 30 Euro für gerade mal sechs Stunden Spielzeit sind happig. Im Vergleich zu den beiden anderen schwächelt die zweite Episode in punkto Story, und das arg lineare Gameplay könnte Open-World-Liebhaber vergraulen.

Fazit

Die “Washington“-Episoden bieten deutlich mehr als nur ein paar Stunden zusätzliche Handlung und ein paar neue, aber belanglose Nebenmissionen. Ubisoft setzt nicht auf das Standard-Modell, sondern krempelt das komplette Spielgeschehen humorig-fantasievoll um und bringt so frischen Wind in das bewährte, zugleich aber auch altbekannte “Assassin’s Creed“-Universum. Besitzer des Season Pass bekommen den Zugang automatisch.

Infos zum Spiel

Titel: Assassin’s Creed 3 - Die Tyrannei von König George Washington
Genre: Action-Adventure
Hersteller: Ubisoft
Publisher: Ubisoft
Release: Episode 1: 19. Februar / Episode 2: 19. März / Episode 3: 23. April 2013
Preis: zirka 10 Euro pro Episode im Einzelkauf
System: PC,PS3, Xbox 360
USK-Freigabe: Nicht geprüft (Hauptspiel AC 3: Ab 16 Jahren)
Wertung: Sehr gut

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