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Hearthstone: Heroes of Warcraft - Blizzard zieht Free-to-Play-Ass

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First Look Hearthstone: Heroes of Warcraft | Online-Kartenspiel | PC, Mac, iPad  

Hearthstone: Blizzard spielt sein "Free-to-Play"-Ass aus

07.05.2013, 07:31 Uhr | Benedikt Plass-Fleßenkämper (jr / ams), Medienagentur plassma

Hearthstone: Heroes of Warcraft - Blizzard zieht Free-to-Play-Ass. Hearthstone: Heroes of Warcraft Online-Kartenspiel für PC, OS X und iOS (Quelle: Blizzard)

Hearthstone: Heroes of Warcraft (Quelle: Blizzard)

Mit Spannung hatten Fans wie Fachpresse auf die Ankündigung des neuen Blizzard-Spiels gewartet. Doch als Vizepräsident Rob Pardo Ende März auf der PAX East 2013-Messe schließlich "Hearthstone: Heroes of Warcraft" enthüllte, war die Enttäuschung bei so manchem Hardcore-Gamer groß. Ein Online-Sammelkartenspiel vom Erfinder wegweisender Spiele-Reihen wie Warcraft, Starcraft und Diablo und dem Online-Rollenspiel-Dauerbrenner "World of Warcraft? Und obendrein noch Free-to-Play? Das macht doch den Eindruck, als wolle Blizzard einen Trend nicht verpassen, den andere große Spiele-Publisher wie EA und Ubisoft längst für sich entdeckt haben. Doch gemach - denn der erste Eindruck von "Hearthstone: Heroes of Warcraft" ist äußerst vielversprechend.

Hearthstone: Heroes of Warcraft - Mittagspause im Warcraft-Universum

Das Spielkonzept von Hearthstone orientiert sich an vergleichbaren Titeln wie "Magic: The Gathering" und lädt zur schnellen Runde in der Mittagspause ein. Man schnappt sich einen von neun Helden - zur Verfügung stehen aus WoW bekannte Klassen wie Druide, Hexenmeister oder Krieger –, sammelt Karten und beharkt sich mit anderen Spielern. Der Fokus liegt auf Kämpfen zwischen zwei Kontrahenten, die sich über Blizzards Online-Plattform Battle.net herausfordern. Eine Besonderheit: Hearthstone soll nicht nur wie bei Blizzard-Titeln üblich für PC und Mac erscheinen - erstmals entwickelt das Studio auch eine Version für das iPad. Die iOS-Version soll später erscheinen, auch eine Portierung für Android schließt Blizzard nicht aus. Die Beta-Phase von Hearthstone startet im Sommer, auf der offiziellen Webseite können sich Interessierte dafür anmelden.

Die richtige Taktik

Der Einstieg gelingt dank einsteigerfreundlicher Bedienung sofort, dennoch locken jede Menge strategische Möglichkeiten. Jeder Spieler verfügt über einen festgelegten Stapel an Karten, die er rundenweise seinem Kontrahenten um die Ohren haut. Vor dem Duell wird das sogenannte "Deck" zusammengestellt. Jede Karte hat bestimmte Eigenschaften: Ein Monster besitzt in der Regel Lebens- und Angriffspunkte, Zauberkarten bringen Monstern oder dem Helden Boni oder belegen den Gegner mit einem negativen Effekt. Der Spieler muss sich vor einem Duell bei der Zusammenstellung des Decks für eine Taktik entscheiden. Etwa ob er vor allem auf Attacke setzt und viele starke Monster in die Auswahl aufnimmt. Oder man agiert eher defensiv und packt einige Unterstützungs- und Heilzauber ein.

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Klassentreffen

Welche Strategie Sie verfolgen, hängt davon ab, mit welcher Klasse Sie spielen, da jede über individuelle Fähigkeiten verfügt. Der Jäger ist beispielsweise ein recht aggressiver Zeitgenosse und darf in jeder Runde einen magischen Pfeil auf seinen Feind abfeuern, um zusätzlichen Schaden zu verursachen. Der Schamane hingegen erschafft pro Zug ein zufälliges Totem auf dem Spielfeld, das Angriffe absorbiert oder seinen Meister und dessen Gefolgschaft heilt oder stärkt. Die Kunst ist es, sein Deck mit den Besonderheiten des Helden in Einklang zu bringen. Man darf gespannt sein, wie Blizzard die zahlreichen Kombinationsmöglichkeiten, die das System bietet, ausbalancieren wird.

Ab in die Schmiede

Hearthstone finanziert sich vor allem über den Verkauf virtueller Karten-Packs mit jeweils fünf Karten, die laut Rob Pardo vermutlich rund einen US-Dollar kosten werden. Aus 300 verschiedenen Karten baut sich der Spieler eigene Decks, mit denen er gegen die Online-Konkurrenten antritt. Nicht nur bekannte Figuren, Kreaturen und Zauber werden aus der Warcraft-Welt übernommen, auch das Entzaubern und Herstellen ("Craften") kennt man bereits aus WoW. Sollte man eine Karte doppelt haben, kann man diese in der Schmiede zu Asche verarbeiten und ihre magische Essenz gewinnen. Daraus fertigen Sie neue Karten an. Fehlen in einem Deck zum Beispiel Monster mit starken Intelligenzwerten, stellen Sie diese einfach selbst her. Sogar legendäre Karten entstehen in der Schmiede - die benötigen aber massig Essenz.

Großer Erfolg mit kleinem Team?

Zuständig für das Free-to-Play-Projekt ist das "Team 5", wie die 15 Hearthstone-Entwickler intern genannt werden. Das ist für Blizzard-Verhältnisse sehr bescheiden. "Bisher hatten alle unsere Spiele Teams von mindestens 50 Personen und Entwicklungszyklen von einigen Jahren", erklärt Pardo in einem Entwicklervideo. "Wir wollten wissen, ob wir ein Spiel entwickeln können, das zwar episch, aber in seinem Umfang viel kleiner ist. Wir wollten uns selbst beweisen, dass wir zu den alten Garagenprogrammierer-Zeiten zurückgehen können und etwas richtig Spaßiges schaffen können." Glaubt man denjenigen, die Hearthstone bereits spielen konnten, ist ihnen das gelungen.

Was uns gefällt

Das süchtig machende Spielprinzip, das typische Warcraft-Design, die leichte Zugänglichkeit und die richtige Dosis taktische Tiefe: Blizzard scheint mit Hearthstone fast alles richtig zu machen. 

Was uns nicht gefällt

"Pay-to-Win" - also das regelmäßige Kaufen von Kartenpaketen, um konkurrenzfähig zu bleiben - soll es laut Blizzard nicht geben. Jeder soll auch ohne jegliche Extrakosten und nur durch Zeitinvestition spürbare Fortschritte erzielen können. Das wäre mehr als begrüßenswert, muss sich im fertigen Spiel aber erst bewahrheiten.

Fazit

Bei "Hearthstone: Heroes of Warcraft" kann für Blizzard eigentlich nicht mehr viel schief gehen. Das Sammelkartenspiel hinterlässt einen enorm ausgereiften Eindruck, scheint locker das gewohnt hohe Blizzard-Qualitätsniveau zu halten und wird jung wie alt ansprechen. Und wenn die Qualität stimmt, zahlen die Kunden auch gerne für Extras. Blizzard wird, da sind sich die Experten einig, die Spiele-Branche mal wieder ordentlich aufmischen - und ganz nebenbei das Free-to-Play-Modell endgültig salonfähig machen.

Infos zum Spiel

Titel: Hearthstone - Heroes of Warcraft
Genre: Action-Abenteuer
Publisher: Activision Blizzard
Hersteller: Blizzard
Release: 2013
Preis: Gratis
System: PC, Mac OS X, iOS (iPad)
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Einschätzung: Sehr gut

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