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Call of Juarez: Gunslinger - Gangsterjagd im Wilden Westen

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Preview Call of Juarez: Gunslinger | Ego-Shooter | PC, PS3, Xbox 360  

Ballern auf die bösen Buben

08.05.2013, 08:35 Uhr | Moritz Wanke (jr / nic), Richard Löwenstein

Call of Juarez: Gunslinger - Gangsterjagd im Wilden Westen. Call of Juarez: Gunslinger Ego-Shooter für PC, PS3 und Xbox 360 (Quelle: Ubisoft)

Call of Juarez: Gunslinger (Quelle: Ubisoft)

Wer kennt ihre Namen nicht: Billy the Kid, Butch Cassidy, Jesse James und Sundance Kid zählen zu bösen Buben, die unser Bild vom Wilden Westen prägen. Den Herrschaften eilt ein zweifelhafter Ruf voraus, doch kaum jemand kennt tatsächlich ihre Geschichten. Das wollen der Publisher Ubisoft und Spiele-Entwickler Techland nun ändern. Mit "Call of Juarez: Gunslinger" veröffentlicht das Team am 22. Mai einen Download-Ego-Shooter auf Xbox Live Arcade (XBLA), Playstation Network (PSN) und PC, der die Erinnerung ein wenig auffrischen möchte. Dass es historisch nicht immer korrekt zugeht, darf man angesichts des unterhaltsamen Gameplays unter den Kaktus kehren. Wir haben auf der Xbox 360 schon mal den Colt gezogen und ein paar Probeschüsse abgegeben.

Call of Juarez: Gunslinger - Revolverhelden in Aktion

Das laute Quietschen der Flügeltür wirkt wie ein Alarmsignal. Sofort ist jedem Besucher im Saloon klar, dass ein neuer Gast die Runde ergänzt. Das neue Gesicht marschiert auf die Bar zu, setzt sich auf den Hocker und bestellt einen Whiskey. Ein Typ mit Drei-Tage-Bart blickt auf: “Ein neues Gesicht“, stellt der Kerl fest, trinkt seinen Bourbon leer und fragt: “Wer bist du und was willst du hier?“ Die Antwort kommt wie aus dem Colt geschossen: "Mein Name ist Greaves. Ich bin Kopfgeldjäger. In den Bergen habe ich Butch Cassidy und seiner Bande aufgelauert und sie alle niedergestreckt“. Bereits der Einstieg macht klar, dass "Gunslinger" mehr sein will als nur ein plumper Ego-Shooter voller Dauerballerei. Hier stecken Herzblut und eine spannende Geschichte drin.

Detaillierter als gedacht

Das Gameplay ist allerdings klassisch angelegt. Aus der Ich-Perspektive geht’s durch die idyllischen Gebirge nahe eines kleinen Nest namens Wilcox. Dort scheint die Welt am 2. Juni 1889 noch in Ordnung zu sein: Meterhohe Tannenbäume, ein plätschernder Bach und strahlend blauer Himmel bauen eine stimmungsvolle Atmosphäre auf. Das ist angesichts des gewählten Grafikstils alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Denn überraschenderweise bedienen sich die Entwickler des Cel-Shading-Stils, der dem Ganzen eine Art gezeichneten Comic-Look à la Borderlands 2 verleiht. Sofort werden Erinnerungen an den PC-Klassiker “Outlaws“ aus dem Hause Lucas Arts wach. Doch seit dessen Erscheinen 1997 hat sich einiges getan. Trotz des farbenfrohen Zeichenstils wirken Objekte plastisch und detailreich, nicht so flach wie in Outlaws. Aber genug die lebhafte Umgebung bestaunt, denn die Idylle trügt: In der Nähe ist ein Zug voll Gold verunglückt. Man mag nur schwer an ein Unglück glauben, zumal die Meldung kursiert, der gesuchte Verbrecher Butch Cassidy und seine Bande treiben in den Bergen ihr Unwesen. Greaves‘ Gespür hat recht: Schon wenige Meter weiter entdeckt er zwei von Butchs Männern.

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Die Action beginnt

Packen wir’s an: Per LT-Schultertaste nimmt Greaves die Schurken ins Visier seines Gewehrs, zielt auf den Kopf des rechten Ganoven. Ein kurzer Tipper auf RT, und schon ist der Gesetzlose erledigt. Sein Komplize folgt ihm nach zwei Volltreffern wenig später nach. Der Balken für Erfahrungspunkte ist nach dieser Aktion des Hauptdarstellers ein kleines Stückchen gestiegen. Gut so, denn mit genug Abschüssen gibt’s einen Levelaufsteig, bei dem sich Greaves seiner Spielweise nach in drei Kategorien à zwölf Möglichkeiten verbessern darf: Das Talent "Gunslinger" widmet sich Cowboy-Rambos, für die sich zum Beispiel das schnellere Nachladen als praktisch erweist. Bei "Ranger" gibt’s für Fernkämpfer unter anderem ein größeres Gewehr-Magazin, während man sich bei der Wahl der Option "Trapper" auf Nahkampf spezialisiert und beispielsweise für längere Konzentrationsdauer sorgt. Was es damit auf sich hat, offenbart sich im Probespiel schon nach wenigen Momenten.

Im Auge des Colts

Ein paar Felsen und Schufte später erspäht Greaves den entgleisten Zug. Sprengstoff liegt überall verteilt herum - von wegen Unglück! Da ist auch schon der Übeltäter: Butch und seine Bande räumen gerade die Waggons leer. Der Colt-Schwinger schleicht sich von hinten durch den Zug. Die Tür ist zu, dahinter verraten Stimmen die Schurken. Ein Hinweis auf die RB-Schultertaste ploppt auf. Diese eine Sekunde gehalten, schon schießt Greaves Fuß hervor, tritt die Tür auf - der Konzentrations-Modus startet: Gegner und Schüsse bewegen sich in Zeitlupe, erlauben deutlich mehr Reaktionszeit zum Zielen und Ausweichen. Knall, Peng - der Weg ist frei. Jetzt geht es Butch selbst an den Kragen. Klassisch treten sich die Cowboys gegenüber, initiieren einen Showdown, wie ihn unzählige Lagerfeuergeschichten nicht besser erzählen könnten. Die Kamera wandert hinter das Holster an der rechten Hüfte, der rechte Analogstick hält das Fadenkreuz auf Butch. Beide machen sich bereit. Der Verbrecher greift zur Pistole. Schnell RT-Schultertaste drücken - Schuss! Butch wird in den Staub geschickt - und damit endet das Probespiel.

Was uns gefällt

Die Jagd nach den Gesetzlosen des Wilden Westen sollte auch Western-Muffeln gefallen. Durch dezente Comic-Facetten gewinnt die Grafik einen ganz eigenen Stil. Die rollenspielähnliche Level-Mechanik motiviert und schafft Freiraum zur Entfaltung eigener Herangehensweisen. Damit man bei der Jagd auf die Schurken nicht den Kürzeren zieht, gilt es laut Ubisoft, sich fleißig die notwendigen "Gun Fighting Skills" anzueignen. Dazu muss man sowohl mit dem Revolver als auch mit dem Gewehr lernen, in Bruchteilen von Sekunden zu zielen und zu treffen, um sich notfalls auch gegen eine feindliche Übermacht behaupten zu können.

Was uns nicht gefällt

Laut dem polnischen Spiele-Entwickler wird der Spielablauf ziemlich geradlinig vorgegeben. Man kann die Kulissen nur bedingt frei erkunden. Wie sehr darunter das Freiheitsgefühl leidet, wird sich zeigen.

Fazit

Gunslinger ist ein interessanter und stilsicherer Wild-West-Shooter, der die "Call of Juarez"-Reihe nach dem durchwachsenen Vorgängerspiel "The Cartel" wieder glänzen lassen möchte. Ein ordentlicher Spielumfang und ein Koop-Modus würden die Jagd abrunden.

Infos zum Spiel

Titel: Call of Juarez: Gunslinger
Genre: Ego-Shooter
Publisher: Ubisoft
Hersteller: Techland
Release-Termin: 22. Mai 2013
Preis: zirka 15 Euro
System: PC, PS3, Xbox 360 (Konsolen: Nur als Download-Version)
USK-Freigabe: Ab 16 Jahren
Einschätzung: Gut

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