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Spieletest zum Ego-Shooter Metro: Last Light von Deep Silver für PC: Der Letzte macht das Licht aus

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Test Metro: Last Light | Ego-Shooter | PC, PS3, Xbox 360  

Der Letzte macht das Licht aus

14.05.2013, 15:08 Uhr | Olaf Bleich (jr / nic), Medienagentur plassma

Spieletest zum Ego-Shooter Metro: Last Light von Deep Silver für PC: Der Letzte macht das Licht aus. Metro: Last Light Ego-Shooter von Deep Silver für PC, PS3 und Xbox 360 (Quelle: Deep Silver)

Metro: Last Light (Quelle: Deep Silver)

Das 2010 veröffentliche "Metro 2033" galt lange als Geheimtipp für Shooter-Freunde: Gruselig, intensiv und mit einer spannenden Geschichte nach der Buchvorlage von Dmitri Glukhovsky. Nach der Pleite von Publisher THQ zu Beginn des Jahres war die Zukunft des Nachfolgers "Metro: Last Light" allerdings zunächst ungewiss. Glücklicherweise übernahm Deep Silver den Vertrieb - und das Entwicklerstudio 4A Games liefert mit kurzer Verzögerung einen beeindruckenden, atmosphärisch dichten und technisch ausgereiften Endzeit-Schocker für PC, PS3 und Xbox 360 ab.

Metro Last Light: (Über-) Leben im Untergrund

Nach den Geschehnissen aus Metro 2033 ist Titelheld Artjom traumatisiert. Seine Vergangenheit verfolgt ihn. Und dennoch geht er auf die Suche nach dem einen überlebenden Schwarzen. Denn dieser Mutant könnte der Schlüssel für das Überleben der Metro sein. Allerdings stehen Artjom in der finsteren Endzeitwelt etliche Hindernisse im Wege. In den U-Bahn-Schächten Moskaus haben sich Fraktionen gebildet. Ein Krieg droht, und vor allem die Kommunisten der Roten Linie erweisen sich als so intrigante wie clevere Feinde.

Story-Brocken

Metro: Last Light erzählt seine Geschichte in umfangreichen Zwischensequenzen in Spielgrafik und erinnert in seiner Inszenierung an den Klassiker "Half-Life 2" oder "Bioshock: Infinite". Die Story hinter dem Ego-Shooter ist düster wie das Szenario selbst, und die Autoren schrecken auch nicht vor drastischen Szenen zurück. Das Spiel richtet sich ganz klar an Erwachsene und bedient sich verschiedenster Motive aus den dunkelsten Kapiteln der europäischen Geschichte.

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Waffen Marke Eigenbau

In der Welt von Metro: Last Light dienen Militärkugeln als Zahlungsmittel. In Läden kauft Artjom für seine Waffen Schalldämpfer, Visiere oder größere Magazine und rüstet sich zusätzlich mit Granaten, Minen oder Wurfmessern aus. Das Arsenal besteht aus den für Ego-Shooter üblichen Verdächtigen: Schrotflinten, Sturmgewehre, Pistolen und eine Druckluftkanone. Allerdings sind diese merklich an das Endzeitszenario angepasst worden. Die Knarren wirken behelfsmäßig zusammengeschraubt und daher angenehm anders. Allerdings sind die Wummen gerade nach einigen Upgrades viel zu stark. Ein Kalasch-Sturmgewehr mit Zoom-Funktion, Schalldämpfer und verbessertem Kolben ist zum Beispiel eine absolut tödliche Waffe. Die Militärkugeln auf der anderen Seite findet man innerhalb der Metro, beispielsweise in versteckten Kisten oder beim Plündern von erledigten Gegnern. Im verbesserten Inventar kann man zwischen Militärkugeln und normalen Patronen wechseln. Denn Vorkriegspatronen richten deutlich mehr Schaden an. Leider gerät man in Metro: Last Light nur selten in diese Situation, da insgesamt mehr als genug Munition verfügbar ist.

Dumme Soldaten und bissige Bestien

Grundsätzlich lässt einem der Shooter die freie Wahl, ob man sich sich mit Waffengewalt durchballern oder lieber auf leisen Sohlen durch die insgesamt 32 Kapitel schleichen will. Dabei offenbart das Spiel aber leider Licht und Schatten. Größtes Manko ist zweifellos die teils merkwürdige Gegner-KI: Die Wachen der Roten Linie oder des Reichs sind keine Blitzmerker. Solange sich Artjom im Schatten aufhält, ist er nahezu unsichtbar. Die Soldaten bemerken nur selten, wenn plötzlich Kameraden fehlen. Nahkampfattacken, Wurfmesser sowie aufgemotzte Waffen sind übermächtig. Geübte Spieler hebeln die Schleichmechanik nach wenigen Versuchen aus. Obendrein nervig: Wird man einmal entdeckt, rücken die Feinde sofort mit wahren Hundertschaften vor. Zumeist ist dann ein Neustart unvermeidlich.

Ein intensiveres Kampferlebnis bieten da die Schlachten mit den Mutanten. Diese Bestien sind oftmals pfeilschnell und jagen im Rudel. An wenigen Stellen im Spiel nimmt es Artjom sogar mit übergroßen Bossgegnern auf, die die Erde unter seinen Füßen erbeben lassen. Die Mutanten sind deutlich widerstandsfähiger und daher eine größere Herausforderung als die Soldaten.

Faszinierende Spielwelt

Um in einer für Menschen feindlichen Umgebung überleben zu können, greift Artjom zu allerlei Hilfsmitteln. Bei Ausflügen an die Oberfläche ist die Gasmaske sein bester Freund. Allerdings muss er ständig Filter wechseln, die er wiederum in der Umgebung findet. Gehen diese aus, erstickt er binnen weniger Sekunden. So sind gerade die ausgedehnten Expeditionen nach Moskau eine Mischung aus Nervenkitzel und Lust auf Entdeckung. Metro: Last Light vermittelt durch das unwirkliche Szenario und die verschiedenen Bedrohungen eines gutes Gefühl für die Spielwelt.

Allein in der Dunkelheit

Sobald Artjom wieder in die U-Bahn-Schächte hinab klettert, benötigt er oftmals seine Grubenleuchte oder - im späteren Spielverlauf - sein Nachtsichtgerät. Die Lampe lädt er wiederum durch eine mobile Batterie auf. So praktisch die Funzel auch sein mag, so muss er häufig durch die Dunkelheit schleichen. Denn Mutanten und Soldaten reagieren äußerst empfindlich auf plötzliche Lichtwechsel.

Tolle Technik

Metro: Last Light nutzt modernste Grafik-Technik für die Ausleuchtung seiner Levels. Ganz egal, ob rote Notbeleuchtung, gleißend helle Scheinwerfer oder auch durch Spinnenweben fallende Strahlen - die Lichteffekte sind enorm wichtig für die tolle Atmosphäre und bringen Konsolen und PCs gleichermaßen ins Schwitzen. Besonders technisch macht Metro: Last Light im Vergleich zum Vorgänger einen Quantensprung und beweist in den Zwischensequenzen mit spektakulären Explosionen und Physikeffekten, dass auch in dem Story-basierten Ego-Shooter ein Hauch von Hollywood steckt. 

Was uns gefällt

Metro: Last Light ist ein Ego-Shooter mit einer spannenden und geradezu aufwühlenden Geschichte. Packend inszeniert und spielerisch auf höchstem Niveau, motiviert das Spiel für sieben bis zehn Stunden Spielzeit. Langeweile kommt hier garantiert nicht auf!

Was uns nicht gefällt

Die Militärpassagen kranken unter der insgesamt zu schlecht ausbalancierten Soldaten-Intelligenz. Die Computer-Wachen agieren zu oft kopflos oder werden Opfer der teils übermächtigen Waffensysteme.

Fazit

Deep Silvers neues Spiel entpuppt sich als ein wuchtiges Shooter-Abenteuer mit kleinen Abzügen in der B-Note. Metro: Last Light erzählt eine fantastische Geschichte in einem atmosphärischen Szenario und überzeugt dabei mit viel Abwechslung und starker Technik.

Titel: Metro Last Light
Genre: Ego-Shooter
Publisher: Deep Silver (Koch Media)
Hersteller: 4A Games
Release: 17. Mai 2013
Preis: zirka 50 Euro (PC) / zirka 60 Euro (Konsolen)
System: PC, PS3, Xbox 360
USK-Freigabe: Ab 18 Jahren
Wertung: Sehr gut

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