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Xbox One: Das bietet die neue Microsoft-Konsole

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Microsoft-Spielkonsole Xbox One: Die Eine für Alles

23.05.2013, 12:05 Uhr | (jr / ams), jr, dpa-AFX

Xbox One: Das bietet die neue Microsoft-Konsole. Die neue Microsoft-Konsole Xbox One (Quelle: Microsoft)

Die neue Microsoft-Konsole Xbox One (Quelle: Microsoft)

Microsofts nächste Spielkonsole heißt Xbox One. Mehr als eine Dekade nach der ersten Xbox bereite die Xbox One den Weg für eine neue Generation in den Wohnzimmern, sagte Xbox-Chef Don Mattrick während der Präsentation der Konsole auf dem Firmensitz in Redmond am Dienstagabend. "Das Team Xbox hat eine neue Mission: ein All-in-one-Gerät zu entwickeln, um eine neue Generation des Spielens, des Fernsehens und der Unterhaltung zu gestalten." Das scheint gelungen zu sein: Die Grafik der Xbox One ist besser, die Rechengeschwindigkeit höher. KI-Berechnungen sollen um den Faktor vier schneller ablaufen als zuvor, heißt es aus Entwicklerkreisen. Trotzdem soll die Xbox One recht leise zu Werke gehen, versprechen die Entwickler. Ein genaues Release-Datum steht aber aktuell genauso wenig fest wie der Preis. Immerhin - die Konsole soll noch dieses Jahr in den Handel kommen.

Xbox One: Der neue Fixpunkt im Wohnzimmer

Die Nachfolgerin der rund acht Jahre alten Xbox 360 setzt neben dem Spielen verstärkt auf multimediale Unterhaltung und spielt nach der Koppelung mit einem Kabel- oder Satelliten-Receiver auch das Fernsehprogramm ab. Mit Hilfe der verbesserten Version der Sprach- und Bewegungssteuerung Kinect (die Kamera beherrscht jetzt 1080p-HD-Auflösung) lässt sich die Xbox One in Sekundenschnelle starten oder aus dem Standby-Modus wecken. Die Konsole erkennt nach der Ersteinrichtung den Sprecher und meldet ihn mit seinem Benutzerkonto an. Dank der neuen Snap-Oberfläche soll man ohne Wartezeit durch das Fernsehprogramm zappen und zu einem Spiel umschalten können. Die weiterentwickelte Kinect-Steuerung soll die Bewegungen schneller übersetzen und dank der "Aktives Infrarot"-Technologie auch in dämmrigem Licht präzise bei der Erkennung von Gesten arbeiten. Der Trick: Die Kamera sendet Laserstrahlen aus und misst die Zeit, bis reflektierte Photonen wieder auf den Sensor treffen. So wird ein Teil der Bildinformation unabhängig von der Qualität der Raumbeleuchtung generiert. Verbesserte Mikrofone sorgen dafür, dass Umgebungsgeräusche besser als bisher aus dem an die Kinect angelieferten Informationsstrom herausgefiltert werden.

An die Xbox One lassen sich auch externe TV-Receiver via HDMI ankoppeln. Danach kann man auch hier via Sprachsteuerung dem Gerät ansagen, was Sache ist. Kanalwechsel, ein Hüpfer zum laufenden Spiel - alles kein Problem, zumal das Ganze durch die PiP-Funktion ("Bild im Bild") erleichtert wird. Sich aus dem laufenden Programm zu einem Multiplayer-Match einladen lassen, das soll über Freundeslisten jetzt völlig unkompliziert ablaufen. Über Skype können sich zudem mehrere Nutzer zusammenschließen und per Videoschaltung unterhalten.

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Microsoft stellt neue Xbox-Spielkonsole vor

Das Gerät soll noch in diesem Jahr auf den Markt kommen. zum Video

Xbox One setzt auf Windows 8 auf

Das verbesserte Dashboard mit seinem Kachel-Design dient weiter als Benutzeroberfläche. Darunter werkelt als Betriebssystem der Kernel von Windows 8, sagte Microsoft-Manager Marc Whitten. Damit dürften sich künftig auch alle Apps für Windows 8 auf der Konsole nutzen lassen. Für die Leistung der Xbox One sorgen fünf Milliarden Transistoren. Der Wechsel von der "Power PC"-Architektur auf x86er-Computer-Prozessoren des Herstellers AMD macht es Entwicklern leichter, ihre PC-Spiele für die Xbox One zu portieren. Die Konsole basiert auf einer 64-Bit-CPU mit acht Kernen, die wahrscheinlich von AMD stammt. Dazu kommen 8 GB Arbeitsspeicher, eine 500 GB große, nicht wechselbare Festplatte sowie als Schnittstellen USB 3.0 (nutzbar auch für externe Datenträger, die Spiele und Spielstände beherbergen können), HDMI (Ein- und Ausgang) sowie ein Blu-ray-Laufwerk und die WLAN-Anbindung nach 802.11n-Standard. Wie Microsoft in einer FAQ zur Xbox One angibt, muss die Konsole nicht permanent mit dem Internet verbunden sein. Vom Blu-ray-Laufwerk aus gestartete Spiele sowie die TV-Nutzung funktionieren auch offline.

Wegen des Wechsels bei der Systemarchitektur werden alte Titel für die Xbox 360 nicht auf der neuen Konsole laufen. Neue Spiele müssen zunächst zwingend auf der Festplatte installiert und einmal registriert werden - danach ist es dann egal, ob die Blu-ray-Disk im Laufwerk liegt oder nicht. Das jeweilige Spiel ist dann allerdings auch mit dem Gamertag des Benutzers der Konsole fest verbunden, was den Weiterverkauf von Spielen effizient unterbinden soll. Wer trotzdem ein gebrauchtes, vom Erstbenutzer registriertes Spiel kauft und auf seiner Xbox One nutzen will, muss dafür eine Gebühr bezahlen.

Zahlreiche Verbesserungen beim neuen Xbox One-Controller

Wie Microsoft mitteilte, sind in den äußerlich stark dem Vorgänger ähnelnden Controller der Xbox One mehr als 40 innovative Features eingebaut worden. Dadurch werden nicht nur präzisere Eingaben als bisher möglich, sondern zum Beispiel auch die Triggertasten an das Force-Feedback-System angekoppelt. Auch die bisher wenig überzeugende Smartglass-Funktion - also die Bedienung über externe Devices wie Smartphones oder Tablet-PC - wurde modifiziert. Jetzt soll man via Smartphone Elemente auf dem Dashboard verschieben oder - da die Hardware der Xbox One echtes Multitasking beherrscht - zwischen einer laufenden TV-Sendung, die man gerade mit Freunden in einer Skype-Sitzung kommentiert, und einem parallel laufenden Videospiel hin- und herwechseln können. Auch die Nutzung der mobilen Endgeräte als als Zweitbildschirm beim Spielen will Microsoft deutlich vorantreiben.

Exklusivspiel-Offensive: 15 neue Games im Startjahr geplant

Im ersten Jahr nach Marktstart der Xbox One will Microsoft 15 exklusive Spiele-Titel herausbringen - darunter acht komplett neue Franchises wie beispielsweise "Quantum Break" von Remedy Entertainment ("Max Payne", "Alan Wake"). Zu den ersten verfügbaren Titeln werden die Sportspiele "Fifa 14", "Forza 5" und "Madden NFL 25" sowie "Thief 4" von Square Enix zählen. Schick: Dank der speziell für die Möglichkeiten der Xbox One optimierten neuen "EA Sport Ignite"-Engine agieren die Sportler dabei nicht nur schneller, sondern verhalten sich auch sehr viel klüger und situationsgerechter als früher. Zudem sehen die Spielermodelle extrem realistisch aus. Für den Ego-Shooter "Call of Duty: Ghosts" werden alle DLC-Inhalte mit zeitlichem Vorsprung für die Xbox One erscheinen. In den USA will Microsoft in Partnerschaft mit der National Football League künftig interaktives Fernsehen produzieren, und Star-Regisseur Steven Spielberg wird bei einer exklusiven TV-Serie zum Action-Spiel "Halo" mitarbeiten.

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Ubisoft setzt auf "Multiscreen"-Spiele

Nach Angaben von Ubisoft-Boss Yves Guillemot macht die Xbox One nicht alles ein bisschen besser, schneller und optisch spektakulärer als der Vorgänger Xbox 360, sondern erweitert das Spielerlebnis an sich. Guillemot spricht in diesem Zusammenhang von "Multiscreen-Spielen" (die bisher nur auf der Wii U möglich waren) und erläutert den Begriff am Beispiel des für Ende 2013 angekündigten Actionspiels Watch Dogs. Hier soll es möglich sein, dass ein Mitspieler im selben Raum, aber auf einem anderen Gerät - zum Beispiel via Smartphone oder Tablet-Computer - im selben Spiel agiert wie der Hauptnutzer an der Spielkonsole: "Die Geräte interagieren, beide Spieler sind Teil desselben Spiels, sie können kooperieren." Es sei natürlich auch möglich, unterwegs auf einem Smartphone weiter zu zocken und so die Umstände des Spiels zu verändern, das man zuhause auf der Xbox One begonnen habe. Auch Konkurrent EA zeigt sich von der PC-nahen Konzeption der Xbox One sehr angetan: "Wir werden im Lebenszyklus dieser Konsole sehr viel früher sehr viel bessere Spiele sehen", sagte EA Sports-Chef Andrew Wilson.

Xbox Live: Der zentraler Punkt im Xbox One-Ökosystem

Noch stärker als bisher soll Microsofts Online-Dienst Xbox Live zur zentralen Anlaufstelle für Xbox-Gamer werden. Dazu investiert Microsoft massiv in die Infrastruktur. In Kürze sollen mehr als 300.000 Server in aller Welt dafür sorgen, dass der Dienst reibungslos funktioniert. Deren Rechenpower, so Microsoft stolz, entspräche der gesamten weltweiten Computerleistung des Jahres 1999. Die Rechner-Infrastruktur von Micrososoft soll auch für Cloud-Dienste genutzt werden: Wer mag, kann - ohne auf physische Datenträger zurückzugreifen - seine Filme, Spiele und die Musik komplett aus der Cloud beziehen beziehungsweise im Fall von Savegames auch dort ablegen. Laut Vizepräsident Phil Harrison will man die bisherige Trennung in die Bereiche Games-on-Demand, Xbox Live Arcade und Xbox Live Indiegames aufheben und das Xbox Live-Angebot in einem Store bündeln.

Spieler können mit der Xbox One ihre Performance in Games ständig aufzeichnen und Videosequenzen in sozialen Netzwerken wie Facebook posten. Loggt man sich mit dem eigenen Account auf der Xbox One eines Freundes ein, soll man von dort aus Zugriff auf die komplette eigene Spiel-Bibliothek erhalten. Das jeweilige Spiel wird dann aus der Cloud geladen, wobei eine geschickte Aufteilung des Programmcodes die Wartezeit möglichst kurz hält: Man kann schon loslegen, während im Hintergrund noch Daten geladen werden. Aber auch für Spiele-Entwickler ist das cloud-basierte Gaming attraktiv: Zum Beispiel lassen sich hier Achievements quasi nach Belieben anpassen und ergänzen.

Fazit

Mit der Xbox One treibt Microsoft den Wettbewerb bei den Spielkonsolen wieder an. Das ist auch nötig, denn die Branche steckt insgesamt in einem massiven Strukturwandel. Neue Tablets und leistungsfähige Smartphones haben sich zunehmend als beliebte Spieleplattform etabliert. Dadurch sind ganz neue Konkurrenten auf den Plan getreten. Neben grafisch und technisch aufwendigen Spielen für Konsolen und PC ist ein Markt mit einer Vielzahl mobiler Gelegenheitsspiele entstanden. Trotz rückläufiger Verkäufe von traditionellen Videospielen sei der Konsolen-Markt mit einem weltweiten Umsatz von 27 Milliarden Dollar aber weiter sehr erfolgreich, betonte der als Major Nelson bekannte Microsoft-Mitarbeiter Larry Hryb in einem neu gestarteten Blog zur Xbox. "Mehr Menschen als jemals zuvor spielen heute Videospiele."

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