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The Elder Scrolls Online im Beta-Test: Erster Ausflug nach Tamriel

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First Look The Elder Scrolls Online | Online-Rollenspiel | PC  

Erster Ausflug nach Tamriel

04.06.2013, 08:32 Uhr | Nico Stockheim (ams)

The Elder Scrolls Online im Beta-Test: Erster Ausflug nach Tamriel. The Elder Scrolls Online Online-Rollenspiel von Bethesda für PC (Quelle: Bethesda)

The Elder Scrolls Online Online-Rollenspiel (Quelle: Bethesda)

Mit Spielen wie Ultima Online, Everquest und Asheron’s Call traten Ende der 90er-Jahre Online-Rollenspiele zum ersten Mal auf den Plan, fristeten aber zunächst eher ein Nischendasein. Erst Blizzards Megahit World of Warcraft hat das Genre vor gut acht Jahren massenkompatibel gemacht und einen regelrechten MMORPG-Boom verursacht. Besonders große Namen wie „Der Herr der Ringe“, „Warhammer“ oder „Star Wars“ wurden im Vorfeld oft als „WoW-Killer“ angepriesen, allerdings konnte keines an diesen bisher einzigartigen Erfolg anknüpfen. Ende des Jahres will nun Bethesda mit „The Elder Scrolls Online“ ihr erstes Multiplayer-Rollenspiel im Elder Scrolls-Universum an den Start schicken und für MMO-Fans ist auch das wieder ein heißer Kandidat auf den Genre-Thron. Wir hatten die Chance, eine frühe Betaversion von Elder Scrolls Online bei einem Event in London anzuspielen und wollen unseren Ersteindruck mit Ihnen teilen.

Zauberer, Templer und Drachenritter in der Stadt Daggerfall

Nichts wie Platz genommen und in die Welt von Tamriel eingetaucht - etwa eineinhalb Stunden haben wir bei einer Spiel-Session, um uns ein erstes Bild von Elder Scrolls Online zu machen. In der Testversion stehen uns die drei Arche-Typen "Sorcerer", "Templer" und "Dragonknight" zur Auswahl, die - in dieser Testversion - jeweils mit Level 6 vor den Toren der Stadt Daggerfall starten. Wir entscheiden uns für eine bretonische Templerin, die wir kurzerhand Guntra Netzra taufen und starten ins Abenteuer. Ohne zu zögern durchschreiten wir das Stadttor und schauen uns erst einmal genau um. Das Bild der Küstenstadt ist geprägt von hohen Mauern, Türmen und Fachwerkhäusern - während im Umland dunkle Laubbäume und eine meterhohe Steilküste die Landschaft dominieren. Nachdem wir uns zum ersten Mal umgeschaut haben, eilt uns plötzlich ein Hund entgegen, der uns scheinbar etwas zeigen möchte - prima, unsere erste Quest!

Die Qual der Wahl: Den König oder ein Schwein retten?

Er führt uns zur Leiche seines Herrchens, wo wir unmittelbar von unbekannten Attentätern attackiert werden. Also Zweihandaxt rausgeholt und den bösen Buben gezeigt, woraus Guntra, die bretonische Templerin, gemacht ist. Ein paar beherzte Hiebe mit der Axt und dazu magische Speere aus heiligem Licht machen kurzen Prozess mit den Halsabschneidern. Wie sich herausstellt war der Verstorbene ein Spion, der wichtige verschlüsselte Informationen über ein Attentat auf den König hatte. Als gute bretonische Bürgerin können wir das natürlich nicht zulassen und machen uns daran, die Nachricht zu entschlüsseln und die Stadtwache zu involvieren. Während unserer Nachforschungen bittet uns ein Schweinebauer um Hilfe: Jemand habe aus Eifersucht sein prächtigstes und preisgekröntes Schwein gestohlen. Normalerweise würden wir ihm natürlich umgehend helfen, aber da wir unter Zeitdruck stehen und der König auch noch gerettet werden will, lehnen wir schweren Herzens ab. Einige Laufwege, lehrreiche Dialoge und Kämpfe gegen das konspirative Pack gelingt es uns, die Gefahr für den Monarchen abzuwehren: Guntra kann den Drahtzieher des Mordversuches in letzter Sekunde stoppen und wird umgehend zur Heldin von Daggerfall ernannt. Und weil der Heldenalltag keine Atempause zulässt, bittet uns wenige Augenblicke später eine junge Frau um Hilfe: Ihr Dorf werde von fiesen Naturgeistern - Imps und Spriggans - angegriffen. Also nichts wie hin...

The Elder Scrolls Online 
The Elder Scrolls Online - Cinematic Trailer

Der "Allianzen"-Trailer zum Online-Rollenspiel von Bethesda. zum Video

Typisch MMORPG, typisch Elder Scrolls

Während der diversen Quests fällt auf, dass sich The Elder Scrolls Online sehr in gewohnte Online-Rollenspiel-Muster zwängt. Die zu bewältigenden Aufgaben sind generisch und unterscheiden sich zunächst nicht von den Quests anderer MMORPGs. Wir gehen von NPC (Nicht-Spieler-Charakter) zu NPC, sammeln Gegenstände oder töten eine festgelegte Anzahl an Gegnern. Allerdings muss man als Freund von Skyrim, Oblivion und Co. dem Spiel zu Gute halten, dass jederzeit das Elder Scrolls-Flair durchschimmert. Ob Namen und Orte, serientypische Gegenstände wie Seelensteine oder auch Argonier, die uns über den Weg laufen - alles wirkt angenehm vertraut und irgendwie heimisch. Ebenfalls serientypisch: Bei den vollständig und sehr liebevoll vertonten Dialogen zoomt die Kamera an das Gegenüber heran.

Die Kämpfe: Der Ritt auf einem Stück Seife

Kämpfe laufen im Elder Scrolls-MMO dynamischer ab als in üblichen Online-Rollenspielen, zumindest für Nahkämpfer. Statt, wie beispielsweise in World of Warcraft üblich, ein Ziel fest anzuvisieren und per Tastendruck Aktionen auszuführen, die dann automatisch ablaufen, werden Attacken in Elder Scrolls Online genau wie in Skyrim direkt platziert und Angriffe des Gegners können geblockt werden. Das funktioniert in der Außenansicht allerdings eher mittelmäßig, weil sich das Ganze etwas schwammig steuert. Ein großes Manko ist, dass Feedback fehlt. Wann eine Attacke einschlägt und wann nicht, wann ich blocken muss und wann es zu spät ist, das ist nicht immer eindeutig zu erkennen - die Animationen allein sind hier zumindest bisher nicht verlässlich. In der Ego-Perspektive fühlt sich das Ganze schon etwas gewohnter, flüssiger und effektiver an - auch wenn in der gespielten Version noch keine Hände und Animationen in dieser Perspektive zu sehen waren. Die haben die Entwickler aber mittlerweile fast fertig und den Journalisten vor Ort bereits per Video präsentiert.

Was wir mögen

In dem Teil, den wir bisher gesehen haben, schafft es Elder Scrolls Online, das typische Flair der Spiele-Reihe zu versprühen. Das fängt bei Kleinigkeiten wie bekannten Gegenständen oder Gegnertypen an und reicht bis zur liebevollen Vertonung aller NPCs. Selbst die Figuren, die nicht für Quests relevant sind, haben etwas zu erzählen. Toll - so wünscht man sich das von einem Online-Rollenspiel in Tamriel.

Was wir nicht mögen

Letztlich bleibt es ein MMORPG und schwimmt in vielerlei Hinsicht im Fahrwasser der Genre-Klassiker mit. Besonders bei den Quests fällt das auf. Schade, denn so verschenkt beispielsweise die gespielte Quest mit den verschlüsselten Hinweisen Potential. Warum versieht man die Aufgabe nicht mit einem kleinen Rätsel und lässt den Spieler auch mal knobeln, statt ihn lediglich von einem Questgeber zum nächsten zu schicken? Hier verpassen die Entwickler kleine Chancen, sich auch spielerisch von der Masse abzuheben. Außerdem fühlen sich Kämpfe noch nicht richtig an – für ein dynamisches Kampfsystem wirkt es unterm Strich noch zu unpräzise und schwammig.

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Fazit

Elder Scrolls Online macht auf den ersten Blick einen durchaus soliden Eindruck. Sowohl Online-Rollenspieler als auch Elder Scrolls-Fans können auf den Titel durchaus gespannt sein. Hier und da fehlt noch Feinschliff, aber das kann man einem Online-Rollenspiel in einer frühen Betaversion verzeihen. Entscheidend wird vor allem sein, dass sowohl Gelegenheits- als auch Vielspieler genug zu tun haben und dass es das Spiel auch auf dem Maximallevel verstehen wird, noch ausreichend Motivation zu bieten. Für einen ausführlicheren Eindruck müssen wir uns aber bis zu einer deutlich weiterentwickelten Version des Spiels gedulden. Wir warten nun gespannt auf die kommenden Beta-Phasen und werden sicher wieder aus Tamriel berichten.

Infos zum Spiel

Titel: The Elder Scrolls Online
Genre: Online-Rollenspiel
Hersteller: Zenimax Online Studios
Publisher: Bethesda Softworks
Release: Ende 2013
Preis: Noch nicht bekannt
System: PC
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Einschätzung: Gut

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