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"The Last of Us" & "Metro: Last Light": Spiel' mir das Spiel vom Tod

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Reportage Videospiele und der Weltuntergang: Die Apokalypse in Games  

Spiel' mir das Spiel vom Tod

13.06.2013, 11:31 Uhr | (jr / ams), Richard Löwenstein

"The Last of Us" & "Metro: Last Light": Spiel' mir das Spiel vom Tod. Videospiele und der Weltuntergang (Quelle: inXile, Crytek, Namco Bandai (Montage: www.t-online.de))

Videospiele und der Weltuntergang (Quelle: inXile, Crytek, Namco Bandai (Montage: www.t-online.de))

Zwanzig Jahre haben wir noch zu leben. Dann heißt es für die meisten von uns: Aus die Maus, Ende Gelände, alles vorbei! So erzählt es jedenfalls der russische Autor Dmitri Glukhovski in seinem 2007 veröffentlichten Roman "Metro 2033". Ein atomarer Großkonflikt verstrahlt die Erdoberfläche, tötet fast die gesamte Menschheit und zwingt die wenigen Überlebenden zum Rückzug in die U-Bahn-Tunnels unterhalb der Großstädte. Zwei fesselnde Ego-Shooter – "Metro 2033" und "Metro: Last Light" - greifen Glukhovskis Endzeit-Erzählung auf und nutzen dessen Atom-Apokalpyse als Zünder für dramatisch inszenierte Action mit einer ausgeprägten menschlichen Note. Auch sonst scheint das Jahr 2013 dem Untergang geweiht: Neben der Neuerscheinung "Metro: Last Light" propagieren "Resident Evil: Revelations", "Call of Duty: Ghosts", "The Last of Us" und viele weitere Videospiele das Ende der Zivilisation. Stellt sich die Frage: Was finden wir am Weltuntergang nur so faszinierend?

Große Gefühle im Spiel

Besitzer eines PC- oder Videospiel-Systems müssen sich in diesen Tagen in Acht nehmen. Wer beispielsweise das Actionspiel "The Last of Us" auf seiner PS3 startet, der wird Zeuge einer Masseninfektion. Ein infektiöser Pilz rafft praktisch die komplette Menschheit dahin. Wer nicht stirbt, den mutiert der Pilz zu einer abscheulichen Kreatur in mannigfaltigen Ausprägungen. Der Spieler begleitet das junge Mädchen Ellie und ihren Begleiter Joel während eines dramatischen Überlebenskampfes. Gemeinsam lernt das Paar allerlei Tricks, die Tag für Tag das Überleben sichern. Ellie und Joel müssen beispielsweise in bestimmten Situationen Geräusche vermeiden und so der Aufmerksamkeit akustisch geschulter Mutanten entgehen. Denn diese sogenannten "Clicker" jagen mit Hilfe ihrer Ohren.

Wenn Ellie und Joel mal nicht auf der Flucht sind, begeben sie sich auf die Suche nach Abfall und bauen daraus einfachste Waffen. So verändert sich die Stimmung im Spiel. Verzweiflung wandelt sich in Zuversicht, aus Panik wird Hoffnung, Erschöpfung mündet in Erfindungsreichtum, aus Rivalität wird Freundschaft.

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Apokalypse in vier Geschmacksrichtungen

Diese häufig wiederkehrende Emotions-Kaskaden sind in vielen Endzeit-Spielen zu finden, aber längst nicht in allen. So manche Apokalypse legt keinen allzu großen Wert auf umfassende Schicksals-Schilderungen. Viele Action-Produktionen malen einfach nur ein paar Zombies auf den Bildschirm, bewaffnen den Helden und lassen den Dingen freien Lauf. "Dead Island: Riptide" wäre so ein Fall. Andere Schöpfungen, vor allem Rollenspiele, nehmen sich sich mehr Zeit zum Aufbau einer umfassenderen Rahmenhandlung. Als Auslöser für eine Ausrottung der Menschheit dienen dennoch meist vier Szenarien. Die Pilze aus "The Last of Us" etwa sind in ihrer Wirkung sehr vergleichbar mit dem, was die in Games weit verbreitete Gruppe der Viren- und Bakterien-Epidemien unter großen Teilen der Gesellschaft anrichtet. Stellvertretend dafür steht die Capcams Survival-Horror-Reihe "Resident Evil", in der wiederholt demonstriert wurde, dass man einer Zombie-Apokalypse besser gut bewaffnet begegnet.

Nur eine Mode-Erscheinung?

Soweit es das Ende der Menschheit betrifft, erfreuen sich drei weitere Szenarios besonderer Beliebtheit: Atomkrieg, Alien-Invasion und amoklaufende Maschinen. Hollywoods Leinwandmeister inszenieren gerne weitere Katastrophen-Varianten, die jedoch im Videospiel unterrepräsentiert sind: Sonneneruptionen, Wirbelstürme und Umweltschäden treten allenfalls bei Weltensimulationen vom Typ "Sim City" in lokal beschränkten Nebenrollen in Erscheinung. Sie verschwinden nach kurzem Auftritt jedoch schnell wieder und halten großen Abstand zur persönlichen und menschlichen Ebene. Man nimmt eigentlich nur wahr, dass Häuser kaputt gehen, und nicht, dass Menschen in ihnen sterben. Eine sehr abstrakte Zurschaustellung der Katastrophe also.

Ganz anders ticken da aktuelle und kommende Neuerscheinungen wie "Metro: Last Light", "Crysis 3", "Resident Evil Revelations", "The Last of Us" und "Call of Duty: Ghosts". Sie wurzeln in der Verstrahlung / Mutation / Vernichtung der Menschheit, packen den Spieler und könnten ohne die Endzeit-Stimmung gar nicht funktionieren. Doch selbst wenn in diesem Jahr auffallend viele Videospiele das Ende der Welt als Thema aufgreifen, handelt es sich keineswegs um eine Mode-Erscheinung.

Das Ödland wird wiederbelebt

Bereits seit Mitte der 80er-Jahre sind Video- und Computerspiel-Systeme in der Lage, mit audiovisuellen Mitteln und durch Integration erzählerischer Elemente eine Spannungskurve aufbauen und den Überlebenskampf einzelner Menschen mit einer gewissen Dramatik zu verknüpfen. Die Furcht vor dem Alleinsein und die Angst vor lauernden Gefahren, diese starken Gefühle lassen sich bereits mit verhältnismäßig primitiven Mitteln hervorrufen. Das belegt das 1987 veröffentlichte Taktik-Rollenspiel "Wasteland". Die Geschichte vom nuklearen Holocaust nach einem fiktiven dritten Weltkrieg hat Besitzer von PC sowie der Heimcomputer Commodore 64 und Apple 2 trotz seiner schlichten Grafik derart fasziniert, dass sie über 25 Jahre danach noch immer nach einer Fortsetzung gieren.

Der damalige Co-Gamedesigner Brian Fargo weiß das zu nutzen: Sein Projekt "Wasteland 2" konnte im Frühjahr 2012 über die Gründungs-Plattform Kickstarter fast drei Millionen US-Dollar an Fördergeldern sammeln – die große Begeisterung ist sicherlich auch einer sehr unterhaltsamen Videopräsentation geschuldet, deren ironischer Ton genau ins Herz vieler Hardcore-Gamer trifft. Kommenden Spätherbst soll das zweite "Wasteland" erscheinen.

Eine schöne Abrundung für das Jahr 2013, das Jahr der Apokalypse. Welche vergangenen, aktuellen und kommenden Produktionen außerdem noch den Untergang der Menschheit beschwören, das zeigt die Foto-Show.

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