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Xbox One: Ilse Aigner spricht von "Trojaner im Wohnzimmer"

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Xbox One: Ilse Aigner spricht von "Trojaner im Wohnzimmer"

04.06.2013, 10:42 Uhr | ams / jr

Xbox One: Ilse Aigner spricht von "Trojaner im Wohnzimmer". Die neue Microsoft-Konsole Xbox One (Quelle: Microsoft)

Die neue Microsoft-Konsole Xbox One (Quelle: Microsoft)

In die Debatte um Datenschutzbedenken bei Microsofts kommender Spielkonsole Xbox One hat sich nun auch Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner von der CSU zu Wort gemeldet. Im Interview mit "Focus Online" zeigte sie Verständnis für verunsicherte Konsumenten: "Eine Konsole mit Sprachsteuerung, die jede Regung aufzeichnet - das erscheint vielen Kunden wie ein Trojaner, den sie sich ins Wohnzimmer holen."

Xbox One: Aigner fordert Transparenz bei Datenschutz

Die Ministerin erwartet vom Hersteller vor allem komplette Transparenz darüber, was mit den von der Xbox One aufgezeichneten Daten geschieht. Damit sind vor allem die Video- und Tonaufzeichnungen der Bewegungssteuerungs-Kamera Kinect gemeint, die zum Betrieb der Konsole stets angeschlossen und aktiviert sein muss. Die Kameratechnik ist dabei so fein, dass sie sogar die Gemütslage von Menschen erkennen kann. Gegenüber "Focus Online" äußerte Aigner daher die Befürchtung, dass die Konsole einen Menschen irgendwann besser kennen könnte als er sich selbst, was sie als ein "gruseliges Szenario" bezeichnet.

Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar hatte bereits in der vorigen Woche scharfe Kritik an der Xbox One geübt. Gegenüber dem dem Magazin "Spiegel" sagte Schaar, dass die Konsole "alle möglichen persönlichen Informationen" registriere, darunter Reaktionsgeschwindigkeiten, Lernfähigkeit und emotionale Zustände. "Die werden dann auf einem externen Server verarbeitet und möglicherweise sogar an Dritte weitergegeben."

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Microsoft-Manager beschwichtigt

Zwischenzeitlich hatte zudem Microsoft-Manager Phil Harrison auf die Vorwürfe reagiert und sich bemüht, die Befürchtungen der Gamer zu zerstreuen. Microsoft sei sehr um den Schutz der Privatsphäre seiner Kunden bemüht. Im Interview mit der Spiele-Zeitschrift Edge sagte er: "Wir benutzen Kinect nicht, um herumzuschnüffeln. Wir hören nur auf das Wort 'Xbox on', um die Maschine einzuschalten, aber wir übertragen in keinster Form persönlichen Daten, die den User identifizieren könnten, außer man stimmt dem explizit zu."

Die Xbox One soll Ende dieses Jahres zu einem noch nicht genannten Preis erscheinen. Analysten gehen davon aus, dass die Konsole unter 400 US-Dollar kosten wird. Alles Wissenswerte sowie aktuelle News zu der Microsoft-Konsole finden Sie auf unserer Xbox One-Themenseite.

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