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Moto GP 2013 im Test: Tiefflieger mit Bodenkontakt

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Vorschau Moto GP 2013 | Rennspiel | PC, PS3, Xbox 360, PS Vita  

Moto GP 2013: Tiefflieger mit Bodenkontakt

05.06.2013, 07:34 Uhr | Olaf Bleich (jr / nic), Medienagentur plassma

Moto GP 2013 im Test: Tiefflieger mit Bodenkontakt. Moto GP 2013 Motorrad-Rennspiel von Namco Bandai für PC, PS3, Xbox 360 und PS Vita (Quelle: Namco Bandai)

Moto GP 2013 (Quelle: Namco Bandai)

Die letzten vier Jahre waren hart für Fans der Rennspiel-Reihe "Moto GP". Capcom interpretierte die einstige Motorrad-Simulation vollkommen neu - mit grellen Farben und in einem sehr ungewöhnlichen Arcade-Stil. Darüber war die Community allerdings nicht erfreut. Im letzten Jahr lag die Lizenz gar komplett brach, ein neuer Teil war nicht in Aussicht. Nun aber kehrt die Moto GP-Serie zum italienischen Entwickler Milestone zurück. Und dieser verspricht für PC-, PS3-, Xbox 360- und PS Vita-Piloten Fotorealismus, Authentizität und die Rückkehr zum hohen Anspruch früherer Zeiten.

Moto GP 2013: Alles zurück auf Start

Die vielleicht entscheidende Neuheit für Fans des Motorrad-Rennsports: Moto GP 2013 verfügt über die aktuellen Daten der laufenden Saison. Alle Teams sind auf dem derzeitigen Stand, die Kurse wurden originalgetreu umgesetzt. Auch die neue Strecke in Austin, Texas ist mit von der Partie. PS-Junkies haben die Wahl, ob sie erste Übungsrunden im schnellen Rennen angehen, einen einzelnen Grand Prix oder gar eine ganze Karriere starten. Aufgrund der großen Nachfrage der Community implementiert Milestone zudem einen Splitscreen-Modus, bei dem zwei Spieler gegen bis zu acht KI-Gegner antreten. Im Online-Modus sind wiederum alle Spielarten - bis auf die Karriere - vertreten. Eine komplette Saison mit allen Strecken, Warm-Ups und Qualifyings ist hier aber dennoch möglich.

Karriere als Zweirad-Pilot: Der lange Weg an die Spitze

Kernelement von Moto GP 13 ist der Karrieremodus. Dieser wird lebendiger sein als in den bisherigen Teilen der Serie. Als Neuling erhält man zunächst eine Wildcard und versucht, in der Moto GP 3-Klasse in vier Rennen einen guten Eindruck zu hinterlassen. Bei durchschnittlichen Ergebnissen erhält der Spieler im Anschluss Jobangebote aus der Moto GP 2. Landet man hingegen gleich mehrfach auf dem Podium, folgen selbst Verträge aus der Moto GP-Klasse. Mittelpunkt der Karriere ist das Motorhome, also die virtuelle Wohnung des Fahrers. Hier überprüft der künftige Champion seine E-Mails, kontaktiert seine Fans auf Social-Media-Plattformen und blättert in der Zeitung.

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Auf diese Weise erkennen Spieler den Werdegang und die Popularität des eigenen Charakters. Je mehr über ihn berichtet wird, umso schneller flattern hoch dotierte Angebote renommierter Teams ins Haus. Zudem erhält man vom Manager immer wieder Zwischenaufgaben. So müssen etwa bestimmte Fahrer überholt oder Plätze erreicht werden. Dadurch steigert man den Ruf innerhalb der Rennserien und bekommt neue Verträge bei höherklassigen Rennställen.

Kommunikation und Tuning

In der Karriere sind letztlich die Rennergebnisse entscheidend für den eigenen Werdegang. Nur mit guten Resultaten ernten Sie Lob, Anerkennung und Trophäen. Vor jedem Start zieht man sich aber zunächst in die Garage zurück. Hier stellen Profis das eigene Fahrzeug auf die Strecke ein. Ob es nun um die Übersetzung der Gänge, die Bremsen oder auch die Federung geht - über farbige Balken verändert man die Voreinstellungen. Profis haben in Einführungsrunden genügend Zeit für kleine Testfahrten. Wer darauf keine Lust hat, der spricht am besten mit seinem Konstrukteur. Über ein simples Frage-Antwort-System verändert dieser automatisch die Einstellungen am Bike. So sagt man dem Burschen etwa, dass das Motorrad in der Kurve untersteuert, und schon schraubt der gute Mann an der Übersetzung herum. So kommen auch Rennspieler ohne große Technikkenntnisse zu einem optimierten Setup.

Vom Bruchpiloten zum Champion

Moto GP 13 ist eindeutig kein Spiel für Arcade-Raser. Hier ist Fingerspitzengefühl und eine gehörige Portion Lernfähigkeit gefragt. Einsteiger aktivieren im Optionsmenü Brems- und Lenkhilfen oder regeln die Fahrphysik leicht herunter. Dadurch sind die Bikes leichter zu bändigen, trotzdem reagieren sie penibel genau auf Fahrfehler und bocken kräftig, wenn man zu stark Gas gibt. In den ersten Runden bezahlt man daher selbst auf der leichtesten Schwierigkeitsstufe kräftig Lehrgeld.

Schnell viel dazu lernen

Die Lernkurve in Moto GP 13 ist ausgesprochen steil. Schnell lernt man die Eigenheiten der Motorräder kennen und weiß, wie man sich am besten in die Kurven legt, ohne gleich ins Kiesbett zu rutschen. Die KI-Konkurrenz erweist sich dabei als sehr herausfordernd. Die Computerfahrer überholen schnell und geben ihre Plätze alles andere als kampflos auf. Bei Zusammenstößen rüttelt es Sie kräftig durch. Manchmal droht das virtuelle Alter Ego sogar mit der Faust. Allzu heftige Fahrfehler lasen sich mit der Rewind-Funktion ausbügeln: Man spult das Spiel einfach zurück und setzt an der passenden Stelle neu an Die Anzahl der Rewinds ist allerdings optional, sodass Profis auf diese unrealistische Hilfestellung auch ganz verzichten können.

Realismus pur

Technisch hinterlässt Moto GP 13 in der von uns angespielten Version bereits einen erstklassigen Eindruck. Die Simulation wirken enorm authentisch, und sowohl Strecken als auch Drumherum erzeugen reichlich Rennatmosphäre. Für die Sturzanimationen heuerte Milestone eigens einen Stuntman an, der wiederum alle Arten von Unfällen nachstellte. Diese Lust nach Realismus spiegelt sich auch in den Motorengeräuschen wieder. Auch hier brachte Milestone die echten Rennmaschinen für Audio-Aufnahmen an den Start, was für eine wuchtige Klangkulisse sorgt.

Was uns gefällt

Endlich wieder ein Rennspiel mit Anspruch und einer steilen Lernkurve! Moto GP 13 fordert mit seinem realistischen Grundkonzept den Könner am Lenker und begeistert zudem mit der Lizenz für die aktuellen Motorrad-Rennserien. Hier wird Authentizität groß geschrieben - auf und abseits der Strecke. 

Was uns nicht gefällt

In seiner Präsentation wirkt Moto GP 13 trotz aller Bemühungen ein wenig hölzern. Gelegenheitsspieler oder Freunde von flotten Arcade-Rasereien beißen sich zudem sogar mit eingeschalteten Fahrhilfen die Zähne aus, da sich das Motorradrennspiel anders steuert als ein Großteil der Vierrad-Konkurrenz.

Fazit

Moto GP 13 ist sicher keine leichte Kost für zwischendurch. Aber für Freunde der PS-Monster bietet die Rennspielsimulation viele Einstellungsmöglichkeiten und Herausforderungen. Alle anderen testen hier ihre eigenen Fähigkeiten und Frustgrenzen aus.

Infos zum Spiel

Titel: Moto GP 2013
Genre: Motorrad-Rennspiel
Publisher: Namco Bandai
Hersteller: Milestone
Release: 21. Juni 2013
Preis: zirka 60 Euro
System: PC, PS3, Xbox 360, PS Vita
USK-Freigabe: Ab 0 Jahren
Eindruck: Gut

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