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Infamous: Second Son: Preview des PS4-Exklusivtitels von Sucker Punch

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First Look Infamous: Second Son | Action-Adventure | PS4  

Wenn Sicherheit mit Freiheit bezahlt wird

25.06.2013, 09:18 Uhr | Benjamin Kratsch (jr / nic), Medienagentur plassma

Infamous: Second Son: Preview des PS4-Exklusivtitels von Sucker Punch. Infamous: Second Son - Action-Adventure für PS4 von Sony (Quelle: Sony)

Infamous: Second Son (Quelle: Sony)

Es sind die sprichwörtlichen Minuten vor dem Sturm: "Infamous: Second Son"-Protagonist Delsin Rowe sitzt mit seinem Bruder Reggie im Auto und fährt auf dem Highway Richtung Seattle. Die Geschwister reden über ihr Leben, über Mutanten mit Superkräften und das neue Sicherheitsorgan "Department of Unified Protection" (DUP), das die ganze Stadt in einen militärisch gesicherten Überwachungskomplex verwandelt hat. Kameras und Scanner beherrschen die Fußgängerzonen, alle Straßen werden durch Checkpoints mit schwer bewaffneten Eliteeinheiten abgesichert. Spannend an der Story des PS4-exklusiven Action-Titels: Entwickler Sucker Punch will laut eigenen Aussagen bewusst ein Statement gegen die US-amerikanische Sicherheitspolitik setzen, die die Bürger seit den verheerenden Anschlägen vom 11. September 2001 immer mehr in ihrer Freiheit beschneidet.

Infamous: Second Son - Schnell rein und zuschlagen!

Das aus der Third-Person-Perspektive gespielte Action-Adventure ist dann aber wieder herrlich politisch unkorrekt und macht von der ersten Minute an richtig Dampf. Delsin teleportiert sich bei der Präsentation auf der E3-Messe in Los Angeles in atemberaubender Geschwindigkeit auf einen DUP-Stützpunkt zu und nutzt seine Fähigkeit, sich in Rauch zu verwandeln: Einfach auf den Lüftungsschacht zu stürmen, Knöpfchen drücken, und schon schwebt der Mutant durch das Rohr nach oben und kann seinen Angriff starten. Dazu stehen viele verschiedene Fähigkeiten zur Verfügung: Per Teleportations-Attacke lässt sich der Gegner entwaffnen und im Nahkampf mit brutalen Kicks und Würfen ausschalten. Wer es hingegen richtig krachen lassen will, setzt explosive Rauchkugeln ein. Spielend leicht feuert Studiochef Brian Flaming die Geschosse aus der Hüfte ab und verwandelt die Hochsicherheits-Festung der DUP ruck-zuck in Altmetall.

Beeindruckende Physik

Förmlich ins Hirn des Betrachters brennt sich dabei die geniale Physik-Engine: Gehen beispielsweise drei Scharfschützen auf einer kleinen Brücke in Stellung, feuert man einfach auf die Pfeiler, woraufhin die ganze Konstruktion zusammenkracht und die Gegner mit in die Tiefe reißt. Ganze Wachtürme werden so in Sekundenbruchteilen auseinander genommen. Praktischerweise stehen in der Basis auch noch überall Ölfässer herum. Einmal draufhalten, voluminöse und edel animierte Explosionen genießen - und schon verabschiedet sich wieder ein Trupp ins Jenseits.

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Moralische Entscheidungen möglich?

Auch interessant: Chefdesigner Flaming deutet im Interview an, dass das Moralsystem aus den Vorgängern weitergeführt wird. Macht es am Ende vielleicht einen Unterschied, ob wir die Soldaten der DUP alle töten oder lediglich K.O. schlagen? Auf Nachfrage erklärt Flaming, dass es noch jede Menge andere Mutanten in der Stadt geben wird. Die kann man befreien und sie entweder gehen lassen oder aber ausschalten und aussaugen - so erlernt Delsin nämlich seine Fähigkeiten.

Touch-Steuerung à la iPad

Das Interface sei noch nicht final, erklärt Flaming. In der endgültigen Fassung soll sich "Infamous: Second Son" besonders leichtfüßig spielen und mit intuitiven Steuerungsmöglichkeiten arbeiten. Ähnlich wie im Shooter "Killzone: Shadow Fall" lassen sich einzelne Waffen-Sets über das Touchpad des neuen Dualshock-4-Controllers auswählen. "Infamous" durften wir leider noch nicht selbst anspielen - bei "Killzone" funktioniert das System allerdings schon mal sehr gut. Waffen und Spezialfähigkeiten werden dabei wie auf einem iPad per Touch-Geste ausgerüstet und gegebenenfalls mit dem Upgrade-System aufgewertet.

PS4-Power inklusive

Das neue Infamous ist eine echte Grafikbombe: Messerscharfe Texturen, aufwendige Lichteffekte und bildschirmfüllende Explosionen begeistern. Vor allem, als der Held in den Schlussminuten in den Himmel aufsteigt, mit einem ohrenbetäubenden Knall auf die Erde aufsetzt und eine ganze Armee an Soldaten, Einsatzfahrzeugen und Panzern von der Druckwelle in die Luft katapultiert wird.

Was wir mögen

Spielerisch ist "Infamous: Second Son" zwar Science-Fiction pur und erinnert mit seinen Elementarkräften stark an die Hollywood-Blockbuster-Reihe "X-Men", die Entwickler wollen ihrem scharfzüngigen Protagonisten aber durchaus eine anspruchsvolle Geschichte zur Seite stellen. Entwickler Sucker Punch geht dabei voll auf Konfrontationskurs, bezeichnet die DUP als Doppelgänger der TSA (der amerikanischen Grenzbehörden) und wirft Mutanten in ein ähnliches Schicksal wie viele Araber, die in den USA lange Zeit unter Generalverdacht standen und auch heute noch beispielsweise strengere Sicherheitskontrollen am Flughafen über sich ergehen lassen müssen.

Was uns nicht gefällt

Die Entwickler verlassen sich ein bisschen zu sehr auf altbewährte Stärken. Zumindest vom ersten Eindruck her erinnert "Second Son" stark an "Infamous 2". Hier müssen dringend mehr Variation und ein paar frische Ideen rein - gutes Aussehen allein reicht nicht. Außerdem könnte die Balance wackeln, denn Delsin schaltet ohne Probleme rund 20 bis 30 Elitekämpfer nacheinander aus. Die rücken zwar später mit Mutanten-Verstärkung an, dennoch sollten auch die Kämpfe gegen Panzer, Javelin-Einheiten sowie normale Soldaten etwas fordernder ausfallen.

Fazit

"Infamous: Second Son" wird ein launiges Action-Adventure mit offener Welt, ausgefallenen Spezialfähigkeiten und coolen Ideen. Aktuell fühlt es sich allerdings noch ein bisschen zu sehr nach dem Vorgänger Infamous 2 an. Wenn die Entwickler das aufbrechen und die gesellschaftskritische Story abliefern, die sie versprechen, kann das hier ein echter Hammer zum Start der Playstation 4 werden.

Infos zum Spiel

Titel: Infamous Second Son
Genre: Action-Adventure
Publisher: Sony
Hersteller: Sucker Punch
Release-Termin: November 2013
Preis: Noch nicht bekannt
System: PS4
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Einschätzung: Sehr gut

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