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Animal Crossing: New Leaf im Test - Spannender Alltag auf dem 3DS

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Animal Crossing: New Leaf | Aufbau-Simulation | 3DS  

Als Bürgermeister das Richtige tun

25.06.2013, 14:40 Uhr | (ams / jr), Richard Löwenstein

Animal Crossing: New Leaf im Test - Spannender Alltag auf dem 3DS. Animal Crossing: New Leaf (Quelle: Nintendo)

Animal Crossing: New Leaf (Quelle: Nintendo)

Simple Videospiel-Mathematik: Die Sims plus Nintendo ergibt eine entspannende Lebenssimulation. Diese Gleichung geht schon seit einer Weile auf: Die putzmunteren Spiele aus der "Animal Crossing"-Reihe verbreiten in hiesigen Breiten seit bald zehn Jahren in verschiedenen Varianten und auf diversen Nintendo-Konsolen gute Laune. Doch während man bisher innerhalb einer Dorfgemeinschaft vor sich hinlebte, gibt sich die die aktuelle Umsetzung für den mobilen Hosentaschen-Unterhalter 3DS etwas zielstrebiger: Der Spieler wird zum Bürgermeister befördert.

Animal Crossing: New Leaf - Aktiv als kleine Bürgermeisterin

Wer bisher vorrangig mit erwachsen getrimmten Lebenssimulationen vom Kaliber "Die Sims" in Kontakt gekommen ist, der könnte "Animal Crossing" bei oberflächlicher Betrachtung für ein Kinderspiel halten. Immerhin erlebt man hier den Alltag einer Cartoonfigur nach, die als Neuling in ein kleines Dorf kommt und sich von nun an als frischgebackener Bürgermeister um dessen Belange kümmern soll. Als nahezu einziger Mensch in einem Dorf, das ansonsten von sprechenden Nashörnern, Papageien und anderen Tieren belebt wird - diese Situationen mag auf den einen oder anderen anfangs schon etwas infantil wirken. Tatsächlich steckt aber viel spielerischer Tiefgang in "New Leaf". Man erschafft sich eine Figur - nennen wir sie mal "Püppi". Püppi bewohnt anfangs ein Zelt. Doch dann schlendert sie, geführt vom Spieler, zum Fluss, und bekommt von einem Passanten einen Tipp: Wer Muscheln und Kirschen sammelt, kann sie in der Fundgrube gegen die virtuelle "Sterni"-Währung tauschen. Ein bisschen sammeln, schon ist die Anzahlung für Püppis erstes kleines Häuschen geregelt.

Das Leben ist schön

Das scheinbar so banale Szenario entwickelt bald unwiderstehliche Reize. Man muss sich halt darauf einlassen, dass einen das Spiel keine allzu konkreten Ziele vor die Nase setzt. Hier muss niemand unbedingt Millionen von Sternis verdienen. Man taucht vielmehr in eine kunterbunte Welt ein, wird Teil einer Gemeinschaft mit all ihren Beziehungen und gelegentlichen Veranstaltungen. Gemeinsam mit seiner Figur fängt man Fische oder gräbt nach Fossilien, schreibt Briefe an andere Dorfbewohner oder schlendert über blühende Wiesen. Recht bald tragen einem die tierischen Mitbewohner Aufgaben an. Man soll beispielsweise dem cholerischen Koala von nebenan beim Tapetenaussuchen helfen oder einen geliehenen Föhn eintreiben und eine Brücke über den Bach bauen. So führt man seine Figur von A nach B, lässt sich von neckischen Dialogen unterhalten und hat viel Freude an kleinen Details. Zum Beispiel, wie hübsch die Figur die Arme schwingt beim Schlendern.

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Virtueller Kaufmanns-Laden

Ganz nebenbei hagelt es Belohnungen. Wer Aufgaben erledigt, kriegt eine Kommode fürs Haus, ein Kleidchen oder auch einen getupften Schirm. Oder dürfen es vielleicht extra Sternchen auf dem Pullover sein? Die Shopping- und Kreativ-Möglichkeiten dürften insbesondere Spielerinnen begeistern. Das bisschen Handeln und Sammeln wurzelt in einem Fundament aus erstaunlicher Spieltiefe. Beispielsweise ändern sich die Preise in Intervallen. Wer klug kauft und verkauft, kann ein Vermögen anhäufen und das etwa in sein Haus investieren.

Doch es gibt noch einiges mehr zu tun: Fossilien warten nur darauf, ausgegraben und im örtlichen Museum zu einer stattlichen Sammlung zusammengestellt zu werden. Fische und Insekten wollen eingefangen und katalogisiert werden. Übrigens: Manche Fische tummeln sich nur zu bestimmten Jahreszeiten im Wasser. Diese halten sich dabei nach der real vergehenden Zeit im "echten Leben". Die Zeit im Spiel verläuft synchron zur internen Uhr der 3DS-Konsole, inklusive Morgengrauen, Dämmerung und Feiertagen.

Spielen in Echtzeit

Das bedeutet aber auch, dass die Jung-Bürgermeisterin Püppi nur zu gewissen Zeiten einkaufen und bestimmten Figuren begegnen kann. Wer also beispielsweise stets frühmorgens von 6 bis 7 Uhr seinen 3DS aufklappt und zu anderen Tageszeiten keine oder selten Gelegenheit dazu findet - nun, der wird im Spielablauf  tatsächlich kaum vorwärts kommen. Labile Menschen könnten daher durchaus versucht sein, ihren Alltag um das Spiel herum zu organisieren. In der Tat funktioniert "Animal Crossing" so am Besten. Man guckt morgens mal eine halbe Stunde rein, wie's dem Dorf so geht. Verkauft am Nachmittag mal flugs eine hässlich gemusterte Hose, die man vom mies gelaunten Nachbar geschenkt bekommen hat und nimmt sich abends nochmal eine Stunde Zeit, um eine neue Brücke über den Bach zu bauen und die weiteren Wünsche der Dorfbewohner zu erhören.

Das Spiel verändert den Spieler

Allzu kompliziert muss man sich die Abläufe nicht vorstellen. Die Bedienung geht kinderleicht von der Hand, außerdem steht einem ein charmantes Mädchen namens Melinda als Ratgeber zur Seite. Wann immer Langeweile droht oder man nicht weiter weiß: Melinda hat bestimmt einen guten Rat, was wo wann zu tun ist. Ist schon erstaunlich, wie "New Leaf" immer genau im richtigen Moment neue Aufgaben aus dem Hut zaubert oder zu Experimenten anregt. In den ersten Spielstunden fragt man sich noch, warum die Fische nicht beißen, welchem Zweck der Bahnhof dient und was es mit dem leeren Dorf-Museum auf sich hat. Aber mit der Zeit klären sich alle Fragen. Ganz sachte und fast schon unbemerkt baut einen das Spiel zum Bürgermeister-Experten auf.

Wenige 3DS-Spezifika

So geschmeidig der Spielfluss und so charmant die Aufmachung auch ist: Die japanische Produktion dürfte dennoch von den Eigenheiten des 3DS mehr Gebrauch machen. Der Touchscreen beispielsweise kommt fast nur beim Objekttausch zum Einsatz und beschränkt sich sonst auf eine Funktion als Minikarte. Das 3D-Display lässt sattgrüne Bäume und azurblaue Gewässer flüssig am Auge des Betrachters vorbeiziehen, ohne jedoch deutlich mehr Details als beim DS-Titel "Animal Crossing: Wild Word" ins Bild zu bringen. Die Figuren treten zwischen den Kulissen etwas plastischer hervor, aber entscheidend ist das nicht: Sie leben ohnehin eher von ihrem putzigen Charakter und den fröhlichen Animationen. Einen Pluspunkt verdient sich allerdings die Online-Anbindung. Wer mit Freunden spielt, kann deren Dörfer besuchen. Hübsche Idee.

Was wir mögen

Bedienung und Spielaufbau verdienen ein Kompliment: Auch ungeübte Videospieler kommen mit der Steuerung prima zurecht und werden durch abwechslungsreiche Aufgabenstellungen sachte mit den vielfältigen Möglichkeiten vertraut gemacht. Die liebevolle Gestaltung wird - typisch Nintendo - durch stilsicheren Einsatz einer Musikbegleitung akzentuiert, die sich wechselnden Tageszeiten und anderen Situationen anpasst.

Was wir nicht mögen

Der Name des Dorfes ist zwar frei wählbar, muss jedoch sehr kurz sein. Außerdem würde man sich nach einigen Stunden Spieldauer eine Stumm-Taste für die Dialogszenen wünschen: Sie wiederholen sich oft, und die Figuren geben parallel zum Bildtext ein auf die Dauer etwas nerviges Geplapper in einer Phantasie-Sprache von sich. Außerdem muss man sehr viel lesen, um dem Spielablauf folgen zu können. Nicht jedermanns Sache.

Fazit

Wen die Sucht einmal packt, der kann sich mit dem neuesten Ableger "Animal Crossing" wieder einmal über Wochen und Monate und Jahre beschäftigen. Wegen der Echtzeitfunktion ist man allerdings versucht, seinen Alltag um das Spiel herum zu organisieren. Das könnte für Schule, Job und Freunde gefährlich werden.

Infos zum Spiel

Titel: Animal Crossing - New Leaf
Genre: Aufbau-Strategie / Lebenssimulation
Publisher / Hersteller: Nintendo
Release-Termin: Im Handel
Preis: zirka 40 Euro
System: Nintendo 3DS
USK-Freigabe: Ab 0 Jahren
Wertung: Sehr gut

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