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"Xcom: Enemy Unknown" im Test: Wenn Aliens auf dem iPad landen

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Test Xcom: Enemy Unknown | Strategiespiel | iOS  

Xcom: Enemy Unknown - Wenn Aliens auf dem iPad landen

01.07.2013, 17:47 Uhr | Lars Schmeink (jr/ nic), Medienagentur plassma

"Xcom: Enemy Unknown" im Test: Wenn Aliens auf dem iPad landen. Xcom: Enemy Unknown Runden-Strategiespiel für iOS von Take 2 (Quelle: Take 2)

Xcom: Enemy Unknown (Quelle: Take 2)

Die Idee zur Invasion der Erde durch Aliens ist spätestens seit dem Roman-Klassiker "Der Krieg der Welten" von H.G. Wells das beliebteste Science-Fiction-Motiv überhaupt, das von Hollywood seit Jahrzehnten gewinnbringend in Filmen ausgeschlachtet wird. Fast immer droht die Auslöschung der Menschheit durch bösartige, meist wissenschaftlich oder militärisch überlegener Fremdlinge an, welche die Erde für sich selbst okkupieren wollen und dafür die 'Vormieter' loswerden müssen. Das ist auch das Thema der "Xcom"-Spiele-Reihe, die schon in den 1990er Jahren unter Strategiefans für Euphorie gesorgt hat. Nach mehr als einem Jahrzehnt Pause veröffentlichte Entwickler Firaxis ("Civilization") 2012 einen neuen Teil und erntete viel Lob für die Wiederbelebung des fast vergessenen Genres rundenbasierter Strategie. Nun erscheint "Xcom: Enemy Unknown" auch für iPhone und iPad - und entpuppt sich als hervorragende Mobile Games-Umsetzung.

Xcom: Enemy Unknown - Angriff der Außerirdischen

Der Spieler übernimmt die Leitung des Xcom-Projekts, einer multinationalen Organisation zum Schutz der Erde vor extraterrestrischen Angriffen. Dabei hat er von Anfang an alle Hände voll zu tun, denn es gilt, eine fragile Balance zu halten, die allen Nationen ein Gefühl von Sicherheit gibt. Dazu müssen Überwachungssatelliten strategisch positioniert, Schutztruppen ausgesandt, Alien-Forschungen betrieben und neue Waffen und Rüstungen entwickelt werden. Alle diese Punkte leiten Sie aus dem Oberkommando heraus mittels einfacher Tastenklicks, die dem Spieler jeweils als Entscheidungen präsentiert werden.

Niemals Panik aufkommen lassen

Die Strategie ist entscheidend: Nutze ich die wenigen Ressourcen meiner Forschungsabteilung, um eine neue Waffe für die Abfangjäger zu entwickeln? Oder lieber dazu, die gefangen genommenen Aliens zu befragen und studieren? Wenn die Aliens in drei Ländern gleichzeitig angreifen und nur ein Team zur Verfügung steht, wo soll dann der Einsatz sein? In den vernachlässigten Ländern führt der Alien-Angriff nämlich zu Panik. Und genau die wird schon bald zum größten Problem, denn von Angst ergriffene Länder beenden die Finanzierung des Xcom-Projekts und die verfügbaren Ressourcen schrumpfen noch weiter.

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Aufsatteln und die Invasion bekämpfen

Die Makro-Ebene, auf der Sie das Projekt verwalten, die weltweite Panik und grobe Strategie des Krieges im Auge behalten, wechselt sich regelmäßig mit Team-Einsätzen ab, die Sie persönlich leiten. Dafür erhalten Sie ein Team aus vier (später bis zu sechs) Soldaten, die Sie ins Gefecht führen. In jeder Runde kann sich ein Soldat zweimal bewegen (oder einmal sprinten) oder eine Aktion ausführen, etwa seine Waffe benutzen, eine Granate werfen oder einen Kameraden heilen. Doch Vorsicht: Die Aliens sind nicht zu unterschätzen, oft kann sich schon ein einziger Treffer als tödlich erweisen.

Spezialisten an die Front

Hat man aber seine Truppen erfolgreich durchgebracht, warten Beförderungen auf die Einheiten. Dadurch entwickeln sich schnell Spezialisten wie Scharfschützen, schwere Einheiten (mit Raketenwerfern) oder Unterstützungseinheiten (mit Medi-Kits), die mit jeder Beförderung neue Fertigkeiten erhalten. Kombiniert mit dem Erforschen neuer Waffen und Rüstungen der Technikabteilung, hat man schon bald eine hochspezialisierte und schlagkräftige Einsatztruppe zur Verfügung. Doch auch die Aliens werden mit der Zeit stärker. Daher bleibt die Anforderung selbst auf den niedrigeren Schwierigkeitsstufen immer hoch genug, dass man sich keine Fehler erlauben sollte.

Kleine Macken in der Steuerung

Ursprünglich wurde "Xcom: Enemy Unknown" für die aktuelle Konsolen-Generation und den PC entwickelt. Wie haben die Entwickler den 1:1-Port auf iOS gemeistert? Die Vielfalt der Steuerungsoptionen hat man sinnvoll gelöst: Im Kommandozentrum geht alles recht einfach von der Hand, da man entsprechende Optionen einfach auf dem Bildschirm antippt. Im Einsatz hingegen gestaltet sich die Bedienung manchmal schwieriger. Hier kann man zwar auch auf die Touch-Felder mit den entsprechenden Optionen zurückgreifen, doch gibt es zusätzlich die Möglichkeit mit zwei Fingern etwa die Kamera zu drehen, Höhenlevel zu wechseln oder Ziele zu erfassen.

Und genau da liegt eine der wenigen Schwächen der mobilen Version des Strategie-Hits: Aufgrund sehr vieler Objekte auf dem Bildschirm werden "Befehle" häufig missverstanden. Dann wird beispielsweise nicht ein Zielpunkt anvisiert, sondern die Figur wechselt. Oder aber eine Raketenflugbahn wird so ungünstig dargestellt, dass sie auf engem Raum letztlich die eigenen Truppen trifft anstatt die Aliens. Diese Fehler sind lästig und kaum zu umgehen. Wer sich aber daran gewöhnt hat, wird etwas achtsamer sein, bevor er die Shredder-Rakete auslöst.

Was uns gefällt

Spielprinzip und Story fesseln enorm und lassen einen auch nach Stunden nicht los. Durch die hohe aber immer faire Anforderung ist man immer wieder geneigt, die eigene Strategie zu überdenken, neue Wege zu erproben und noch ein Spiel zu wagen. Wer möchte seinen Heimatplaneten schon einer fiesen Alien-Bande überlassen?

Was uns nicht gefällt

Die Steuerung funktioniert nicht immer ideal. Gerade in Gefechten mit sehr vielen Gegnern und auf mehreren Höhenlevels wird das Spiel schnell unübersichtlich und schwer zu kontrollieren. Obendrein gehört "Xcom: Enemy Unknown" mit 17,99 Euro zu den teuren Spielen im iTunes-Appstore. Was sich aber durch die 1:1-Portierung rechtfertigen lässt, bei der keinerlei Inhalte gegenüber der 40 Euro teuren PC- oder Konsolen-Version gestrichen wurden.

Fazit

Auch die mobile Variante der Erdverteidigung ist unglaublich fesselnde Herausforderung mit Suchtpotential. Man muss einfach immer wieder zum iPad greifen und sich gegen die Aliens zu Wehr setzen. Gerade die rundenbasierte Strategie ist ideal für die mobilen Geräte, weil man iPad oder iPhone auch kurz mal weglegen kann, ohne dabei an der Mission zu scheitern. "Xcom: Enemy Unknown" mag zwar relativ teuer sein, allerdings bekommt man ein vollwertiges und hervorragend gemachtes Strategiespiel, das für Stunden, Tage und Wochen begeistern kann.

Infos zum Spiel

Titel: Xcom Enemy Unknown
Genre: Runden-Strategie
Hersteller: Firaxis
Publisher: Take 2
Release-Termin: Im Handel
Preis: zirka 18 Euro
System: iOS (iPad, iPhone)
USK-Freigabe: Ab 16 Jahren (PC- und Konsolenversion)
Wertung: Sehr gut

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