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Saints Row 4 im Vorabtest: Wichtigtuer an der Macht

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Preview Saints Row 4 | Actionspiel | PS3, Xbox 360  

Wichtigtuer an der Macht

25.07.2013, 14:39 Uhr | Olaf Bleich (jr / nic), Medienagentur plassma

Saints Row 4 im Vorabtest: Wichtigtuer an der Macht. Saints Row 4 Actionspiel von Volition für PC, PS3 und Xbox 360 (Quelle: Deep Silver)

Saints Row 4 (Quelle: Deep Silver)

Kluge Marketing-Kampagne oder schwierige Gratwanderung? "Saints Row 4" geriet aufgrund der verweigerten USK-Freigabe in den vergangenen Wochen in die Schlagzeilen. In Australien bereits auf dem Index, stand die Veröffentlichung in Deutschland auf der Kippe. Nach öffentlichem Protest von Seiten des Herstellers Koch Media prüfte die USK noch einmal nach - und gab dem für PC, PS3 und Xbox 360 vorgesehenen Actionspiel schließlich die rote "Ab 18 Jahren"-Plakette. Saints Row 4 erscheint demnach am 23. August 2013 ungeschnitten - und ist das wohl verrückteste, lauteste und überdrehteste Spiel dieser Konsolen-Generation.

Saints Row 4: Wo man den Dub-Step tanzt

Wer die USA vor einer Atombombe rettet, der darf sich sogleich Präsident schimpfen. So zumindest die Logik von Saints Row 4. Der Anführer der Saints übernimmt kurzerhand die Rolle des mächtigsten Mannes der Welt. Im Editor basteln sich Möchtegern-Obamas ihren eigenen Charakter zusammen. Hier strotzt das Spiel vor Optionen: Ob kleinwüchsiger Wicht mit roter Tolle und grüner Haut, Model-Typ mit Six-Pack oder Superbraut mit Piepsstimme - die Möglichkeiten sind unerschöpflich. Und ist man auf lange Sicht nicht zufrieden mit seiner Kreation, geht man einfach zum Schönheitschirurgen und schraubt noch ein wenig an seinem Avatar herum.

Die Aliens kommen

Doch als US-Präsident hat der Spieler auch gewisse Pflichten. Beim ersten Gang durch das Weiße Haus entscheidet man, ob man lieber den Krebs oder den Hunger besiegen möchte. Lästigen Parteifreunden verpasst der Anarcho-Präsident dagegen einen Schlag in die Weichteile. Und so kommt es, wie es in einem spiel dieser Machart einfach kommen muss: Gleich der erste Tag im Amt endet in einer Katastrophe. Denn die außerirdischen Zin platzen in die anberaumte Pressekonferenz hinein und nehmen nicht nur den Präsidenten, sondern auch einige seiner Kollegen gefangen. Kaum wieder bei Bewusstsein, findet man sich in einer seltsamen Zwischenwelt wieder.

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Willkommen in der Matrix

Die Aliens gaukeln den Menschen hier eine zweite Realität vor. Plötzlich befindet sich der Präsident in einer heilen 50er-Jahre-Welt, fast wie im Kinofilm "Pleasantville". Um hier auszubrechen, benötigen Sie vor allem eins: Waffen! Und so regiert in Saints Row 4 schnell das Chaos, ehe einen das Spiel in die von Aliens überlaufene Metropole Steelport katapultiert. Ähnlich wie in der "Matrix"-Trilogie dehnt der Präsident die Grenzen des Machbaren in dieser merkwürdigen Zwischenwelt aus - und besitzt auf einmal auch Superkräfte. Er springt Häuser hinauf, sprintet wie ein Blitz oder friert Feinde mit einem Eisblitz ein. All diese Fähigkeit erlernt der Spieler in einem Simulator, in dem er sich in kleinen Übungssequenzen auch mit verschiedenen Waffen vertraut macht.

Aliens tanzen lassen

Steelport ist zunächst nur eine Illusion. Aber durch das Erobern und Zerstören von Alien-Stützpunkten bringt der Präsident einzelne Sektoren unter seine Kontrolle und damit zurück in die Realität. An der Spielmechanik von Saints Row hat sich dabei über die Jahre kaum etwas geändert: Auch der vierte Teil bietet Action satt ohne viel Taktik oder gar Rätselkunst. Ein Deckungssystem gibt es nicht, dafür aber viele verrückte Kanonen, darunter unter anderem Granatwerfer, Strahlenwaffen und die Dubstep-Knarre. Ein Treffer, und die Feinde tanzen sich zu lauter Elektro-Musik zu Tode. Im Nahkampf greift der Präsident seine Feinde hingen mit Wrestling-Griffen Schlägen und Tritten an und wirbelt sie wie einst Hulk Hogan durch die Luft.

Steelport in all seinen Facetten

Saints Row 4 bietet eine riesige, offene Spielwelt mit unglaublich vielen Aufgaben und noch mehr derbem Humor. Abseits der Hauptmissionen locken unzählige Möglichkeiten, um für Chaos und Verwüstung zu sorgen. Einfache Checkpunkt-Rennen mit Hilfe der eigenen Superkräfte wirken geradezu banal. Deutlich abgedrehter sind da schon die Spielereien von Professor Genki. Hier muss man beispielsweise Autos, Menschen oder übergroße Katzenköpfe durch farbig markierte Ziele werfen. Dass einen dabei gelegentlich eine Gang mit Hasenkostümen angreift, ist in der Welt von Saints Row 4 Alltag. Durch das Bewältigen der Haupt- und Nebenmissionen erhalten Sie Erfahrungspunkte und rüsten damit die eigenen Fähigkeiten auf. So springt man höher, verfügt über mehr Lebensenergie oder verlängert die Flugphasen.

Bitte einsteigen!

Ein Highlight der Serie waren schon immer die abgedrehten Fahrzeuge, und das bleibt auch so. In Saints Row 4 düst der Präsident in der Mission "Virentransport" zum Beispiel mit einem hübschen Retro-Monstertruck durch die Straßen oder versucht sich an der Steuerung eines mächtigen Kampfroboters. Wie in GTA 4 übernimmt man auf Tastendruck jedes beliebige Fahrzeug, ganz egal ob Familienkutsche oder Gleiter der Zin-Aliens. Als Untermalung für das wilde Geschehen bietet Saints Row 4 einen lizenzierten Soundtrack. Das Angebot reicht dabei von Beethovens 9. Sinfonie bis hin zu "What is Love" von Haddaway oder "I don't wanna miss a thing" von Aerosmith.

Was uns gefällt

Saints Row 4 bietet maximalen Spaß im virtuellen Sandkasten. Steelport ist ein riesiger Spielplatz mit unzähligen verrückten Minigames und krachenden Story-Missionen. Hier gibt es viel Abwechslung und neue Herausforderungen an jeder Straßenecke. Eine deutsche Sprachausgabe wird es zwar nicht geben, dafür ist die englische Synchronisation mit feinsten Dialekten und Slangs ausgezeichnet gelungen.

Was uns nicht gefällt

Technisch stößt das Action-Game leider an seine Grenzen. Die Unterschiede zum Vorgänger sind minimal; kleinere Grafikfehler und Kameraprobleme stören den Spielfluss. Außerdem bleibt abzuwarten, wie lange die abgedrehte Action wirklich Spaß macht, ehe sie langweilig wird.

Fazit

Lauter, größer, besser? Saints Row 4 gibt mächtig Gas und nimmt sich dabei selber nicht sonderlich ernst. Ein herrlich abgefahrenes Open-World-Spiel mit viel Humor, aber kleinen Technik-Schwächen.

Infos zum Spiel

Titel: Saints Row 4
Genre: Action
Hersteller: Deep Silver Volition
Publisher: Koch Media
Release-Termin: 23. August 2013
System: PC, Xbox 360, PS3
Preis: zirka 45 Euro (PC) / zirka 55 Euro (Konsolen)
USK-Freigabe: Ab 18 Jahren
Einschätzung: Sehr gut

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