Startseite
Sie sind hier: Home > Spiele > Tests & Previews >

Splinter Cell Blacklist: Review zum neusten Sam-Fisher-Abenteuer

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Test Splinter Cell: Blacklist | Stealth-Action | PC, PS3, Xbox 360  

Schleicher mit Ecken und Kanten

16.08.2013, 08:06 Uhr | (jr / ams), Richard Löwenstein

Splinter Cell Blacklist: Review zum neusten Sam-Fisher-Abenteuer. Splinter Cell: Blacklist Stealth-Actionspiel von Ubisoft für PC, PS3, Xbox 360 und Wii U (Quelle: Ubisoft)

Splinter Cell: Blacklist (Quelle: Ubisoft)

Seinen letzten Einsatz hat der kampferprobte Spezialagent Sam Fisher vor über drei Jahren eher schlecht als recht hinter sich gebracht. Offenbar ist Ubisofts Leisetreter und Schattensucher noch immer ein bisschen eingerostet: So ganz rund wirkt nämlich auch sein neues Abenteuer nicht, weder auf PC noch PS3 oder Xbox 360. Einerseits punktet das aus der Third-Person-Perspektive gespielte Stealth-Actionspiel "Splinter Cell: Blacklist" mit einem anspruchsvollem Solo-Gameplay und abwechslungsreichen Herausforderungen für die Multiplayer-Fraktion. Andererseits setzt Ubisoft Montreal kaum optische Akzente und nervt mit Längen in der Handlung und Macken im Spielablauf.

Splinter Cell: Blacklist - Schon wieder Terroristen aufmischen

Terrororganisation sind a) böse, b) es gibt sie wie Sand am Meer, und c) sie müssen bekämpft werden. Im vorliegenden Fall führt eine Bande unter Führung eines gewissen Sadiq unter dem Decknamen "The Engineers" mehrere terroristische Anschläge innerhalb der USA aus. Böser Fehler, denn um der Bedrohung Herr zu werden, stellt die US-Präsidentin eine schlagkräftige Einsatztruppe zusammen: Fourth Echelon. Sie operiert von Bord der fliegenden Einsatzzentrale "Paladin" aus. Gemeinsam mit Computer-Nerd Charlie Cole, Kommunikationsexpertin Anna Grimsdottir und Elitekämpfer Isaac Briggs nimmt Sam Fisher in der Hauptrolle die Herausforderung an. Wie andere Teile aus der "Splinter Cell"-Reihe davor führt auch "Blacklist" den Namen von Autor Tom Clancy im Titel. Das macht Hoffnung, denn wer Dutzende erfolgreiche Verschwörungs-Thriller wie zum Beispiel "Jagd auf Roter Oktober" erfunden hat, der sollte doch auch genügend Phantasie besitzen, ein spannendes Agenten-Spiel in Gang zu bringen, das die eigentlich banale Ausgangslage durch spannende Action und überraschende Momente übertüncht.

Handliche Steuerung

Und tatsächlich beweist das erste Spieldrittel der Solo-Kampagne, welch gutes Gespür die kanadischen Entwickler für gepflegten Nervenkitzel haben. Der Einsatz auf einem besetzten Ölbohrfeld ist herrlich feurig inszeniert und bietet abwechslungsreiches, vertikales Gameplay. Sam nutzt den Schatten, schleicht sich an Wachen heran, zieht sie über eine Brüstung oder attackiert aus der Luft - und nimmt die Beine in die Hand, wenn er doch mal entdeckt wird. Spannende Sache.

Splinter Cell 
Splinter Cell: Blacklist

Der neue "Inauguration-Trailer" zum nächsten Stealth-Action-Game mit Superagent Sam Fisher. zum Video

Auch die Kletterpassagen sind gut gelungen. Fast wie Connor aus "Assassin's Creed 3" hangelt sich Sam an Vorsprüngen entlang, weicht scharfen Laservorrichtungen aus und hievt sich mit dem richtigen Timing in offene Lüftungsschächte. So muss sich ein echtes "Splinter Cell"-Game anfühlen. Dass man sich ziemlich motiviert durch die zwölf bis 15 Stunden umfassende Einzelspieler-Kampagne kämpft, hängt also nicht zuletzt mit der prima Steuerung zusammen. Speziell das Deckungssystem funktioniert grandios. Hat man die Frustmomente zu Beginn überwunden, gelingen spektakuläre Takedowns im Minutentakt.

Stockender Spielfluss

Auch das Zielen und Eliminieren von Gegnern geht prima von der Hand. Beim Wurf von Granaten zeigen Hilfslinien punktgenau, wo die Teile einschlagen. Problemlos wechselt Sam zwischen Hindernissen, kraxelt Säulen hoch oder hangelt sich an Vorsprüngen entlang. Es könnte ewig so weitergehen - tut es aber nicht. Nach dem ersten Spieldrittel bemüht sich Blacklist gelegentlich um Tempoveränderung und wirkt dabei reichlich glücklos. Niemand braucht langweilige Scharfschützen-Missionen aus der Gunship-Perspektive, die sich ähnlich anspruchsarm wie das alte Moorhuhn-Ballerspiel anfühlen. Auch die experimentell anmutenden Ego-Shooter-Level mit Sam Fishers Kollege Isaac Briggs in der Hauptrolle sind alles andere als aufregend, weil mäßig mitreißend und ohne nennenswerte Höhepunkte inszeniert. Und das Gros der Szenarien hat man schon mal in irgendeiner Form gesehen. Eine Geiselbefreiung aus einem arabischen Dorf? Ja. Einsatz in einer Botschaft? Sowieso. Kämpfe im Gebirge? Na klar. Fehlende Überraschungen? Auch das.

Der Mehrspieler-Modus

Schön hingegen, dass die Crew der Paladin nicht nur Staffage ist, sondern im Rahmen des Mehrspieler-Modus zum Einsatz kommt. Anna Grimsdottir, Isaac Briggs, Korbin und Charlie Cole spielen jeweils eine Schlüsselrolle im Zweispieler-Koop-Modus. Die zwölf Missionen - drei pro Charakter - unterscheiden sich thematisch und spielerisch stark von einander. Isaac Briggs erhält eine eigene kleine Kampagne, in der er mit Sam Fisher gestohlene Nuklearsprengköpfe sichern soll. Seine von Zwischensequenzen geprägten Missionen sind eine Mischung aus Schleichen und Action.

Die schwierigsten Missionen liefert Anna Grimsdottir. Hier dürfen sich Sam und Briggs nicht erwischen lassen. Sobald der Alarm ertönt, ist der Einsatz fehlgeschlagen. Knallhart! Ganz anders die Einsätze rund um Ex-Schurke Korbin: Hier dürfen sich die Agenten ertappen lassen, was in einem bleihaltigen Cocktail aus Ballerpassagen und Leisetreter-Abschnitten endet. Die spielerisch simpelsten Aufträge hat Charlie Cole im Angebot: Sam und Briggs müssen 20 immer stärker werdende Gegnerwellen abwehren – ein klassischer Horde-Modus.

Spiele 
Werden Sie Fan!

Gewinnspiele, News, Trailer, Onlinegames und mehr: Besuchen Sie uns auf Facebook und... Das Spiele-Portal von t-online.de bei Facebook

Was uns gefällt

Die 13 Missionen umfassende Kampagne überzeugt über weite Strecken mit spannenden Einsätzen. Das Erfahrungssystem zum Freischalten von Gadgets und Waffen lässt viel Freiraum zum Experimentieren.

Was uns nicht gefällt

Die Missionen sind in einer Rahmenhandlung eingebettet, der es an überraschenden Momenten und interessanten Figuren fehlt. Außerdem schwankt die KI-Leistung stark, und die First-Person-Abschnitte können nicht überzeugen.

Fazit

Trotz einiger Längen im Gameplay und Schwächen im Spannungsaufbau geht "Splinter Cell: Blacklist" als gutes Stealth-Paket durch. Der Großteil der rund 15 Stunden umfassenden Kampagne vermag einen prima zu unterhalten. Gesellige Schleicher werden viel Freude an den zwölf spannenden Koop-Herausforderungen haben. Zumal die nicht nur online, sondern auch auf dem Splitscreen spielbar sind.

Infos zum Spiel

Titel: Splinter Cell: Blacklist
Genre: Stealth-Actionspiel
Publisher: Ubisoft
Hersteller: Ubisoft Toronto
Release-Termin: 22. August 2013
Preis: zirka 50 Euro (PC) / zirka 70 Euro (PS3, Xbox 360) / zirka 60 Euro (Wii U)
System: PS3, Xbox 360, PC, Wii U
USK-Freigabe: Ab 18 Jahren
Wertung: Gut

News, Tests & Previews, Demo-Downloads, Onlinegames und mehr auf Facebook: Werden Sie Fan von T-Online Spiele!

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Amateur am Werk 
Ungeschickter Bauarbeiter löst Kettenreaktion aus

Es kommt wie es kommen muss. Zum Glück kam der Mann noch einmal glimpflich davon. Video

Anzeige


Anzeige
shopping-portal