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Gamescom: Auto-Branche favorisiert Product Placement in Spielen

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Gamescom: Auto-Branche favorisiert Product Placement in Spielen

22.08.2013, 15:56 Uhr | jr / ams, rtr

Gamescom: Auto-Branche favorisiert Product Placement in Spielen. Forza Motorsport 5 Rennspiel-Simulation von Turn 10 für Xbox One (Quelle: Microsoft)

Forza Motorsport 5 (Quelle: Microsoft)

Als der neue Audi-Sportwagen RS7 auf der Karlsbrücke im Zentrum Prags 130 Stundenkilometer erreicht, klappt sein Spoiler automatisch aus. Er bremst den Wagen gerade so viel herunter, dass die Reifen wieder gut in der Spur liegen für die nächste Runde. "Forza Motorsport 5" heißt das Videospielvergnügen von Microsoft, das demnächst auf der Xbox One gespielt werden kann und derzeit auf der Videospielmesse Gamescom in Köln präsentiert wird.

Volle Konzentration auf die Action auf vier Rädern

Der neue virtuelle Fahrspaß ist ein Beispiel dafür, wie die Symbiose von Software-Entwicklern und Autobranche fortschreitet. Gemeinsam wollen sie über das Spiel junge Leute locken. Und die sollen später dann die schnellen Autos kaufen - in diesem Fall die der VW -Tochter Audi. Experten sind sich einig, dass die Produktplatzierung in Videospielen sehr wirkungsvoll ist, verglichen mit anderen Werbeformen. "Spielen ist sehr einnehmend und fesselnd und erfordert volle Konzentration", sagt Dave Madden vom Entwickler Electronic Arts. "Wenn Leute den Super Bowl im Fernsehen schauen, dann sind sie multitasking - dann quatschen und kommentieren sie über Facebook während des Spiels."

Auch der deutsche Psychotherapeut Bert de Wildt kennt die Wirkung von Videospielen: "Das Gefühl, hinter dem Steuer eines schnellen Autos zu sitzen, ist viel intensiver, als wenn du es beispielsweise in einem Film siehst", sagt de Wildt von der an der Ruhr-Universität angesiedelten LWL Klinik für Psychosomatische Medizin in Bochum. "Und jetzt, da diese virtuellen Fahrzeuge nahezu fotorealistisch sind, ist die Produktplatzierung in Videospielen für die Autohersteller viel attraktiver geworden."

Aktuelle Spiele-News

    Ein Geben und Nehmen

    "Ein Videospiel ist interaktiv. Anders als bei einem Film ist der Erzählstrang vorher nicht immer fest definiert", sagt Kai Mensing, Chef des Bereichs internationale Produktplatzierung bei Audi. Und die Platzierung der Marke in Videospielen ist auch günstiger als in Filmen. Autohersteller können zudem Lizenzgebühren kassieren, wenn sie den Spiele-Entwicklern die technischen Details übergeben. Laut Gartner-Analyst Brian Blau sind die Konzerne bereit, eine Million Dollar zu zahlen, wenn eines ihrer Fahrzeuge eine wesentliche Rolle in einem Videospiel spielt und beispielsweise auf dem Cover der Verkaufsbox erscheint.

    Videospiele: Werbeträger im Aufwind

    Die Autohersteller stehen unter Druck. In Deutschland, Europas größtem Automarkt, geht der Verkauf von Pkws an junge Leute zurück. Ganz anders sieht es bei Videospielen aus: ihr Verkauf stieg in Deutschland 2012 das dritte Jahr in Folge auf den Rekordwert von 73,7 Millionen. Und noch interessanter für die Autobranche: über ein Viertel der 26 Millionen Nutzer, die regelmäßig spielen, verdienen überdurchschnittlich gut. "Es geht uns nicht ausschließlich darum, Jugendliche anzusprechen. Ein Audi in einem Videospiel erreicht eben auch unsere Kernzielgruppen", sagt Kai Mensing, Chef des Bereichs internationale Produktplatzierung bei der VW-Tochter.

    Auch Nissan setzt auf Videospiele und hat sich dafür Microsofts größten Konkurrenten in dem Segment, Sony, ins Boot geholt. "Gran Turismo" heißt das Simulationsspiel für Sonys Playstation, das in der neuen Version ab Dezember erhältlich sein soll. Hierbei können sich die Spieler hocharbeiten - bis hin zu einer Fahrt im echten Rennwagen. "Wir nehmen dich mit auf dem kompletten Weg, ein Rennfahrer zu sein", sagt Gareth Dunsmore, der Marketing-Chef für Europa. "GT Academy ist ein großartiger Weg für uns, die Spiel-Gemeinschaft auf unsere Marke aufmerksam zu machen", sagt Dunsmore. Nissan hat seine Ausgaben für digitale Werbung in den vergangenen fünf Jahren verdreifacht. Dieses Jahr könnten sie bei über 500 Millionen Dollar liegen, fast 25 Prozent des gesamten Etats.

    Zu Nutze machen sich die Hersteller dabei auch die Beliebtheit von Spielen, die über soziale Netzwerke gespielt werden. Darüber könnten auch Zielgruppen erreicht werden, an die es sonst schwer sei, heranzukommen - etwa Frauen zwischen 25 und 45 Jahren, erläutert Caroline Pilz, bei Mercedes zuständig für Produktplatzierung. Und auch für die Videospiele-Hersteller lohnt sich das Geschäft. "Forza Motorsport 5" und "Gran Turismo 6" wurden diese Woche auf der Gamescom nominiert als beste Titel für Xbox und Playstation

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