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Final Fantasy 14: A Realm Reborn - Auf der Suche nach alter Größe

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Test Final Fantasy 14: A Realm Reborn | Online-Rollenspiel | PC, PS3  

Auf der Suche nach alter Größe

30.08.2013, 18:14 Uhr | (jr / nic), Richard Löwenstein

Final Fantasy 14: A Realm Reborn - Auf der Suche nach alter Größe. Final Fantasy 14: A Realm Reborn Online-Rollenspiel von Square Enix für PC und PS3 (Quelle: Square Enix)

Final Fantasy 14: A Realm Reborn (Quelle: Square Enix)

Es gab Zeiten, da wurde jedes neue Rollenspiel aus der japanischen "Final Fantasy"-Reihe gefeiert, als wäre das Genre neu erfunden worden. Doch seit einigen Jahren tut sich der Hersteller Square Enix sehr schwer. Die Makellosigkeit und Leichtigkeit scheint der Serie abhanden gekommen zu sein - und auch das seit dem 27. September erhältliche neue Online-Rollenspiel "Final Fantasy 14: A Realm Reborn" für PC und PS3 leistet sich hier und da einen Fehltritt. Immerhin - mit dem fehlerbehafteten, aufgrund mäßiger Kritiken und schleppender Verkaufszahlen im November 2012 zurückgezogenen Vorgänger hat diese rundum renovierte neue Version nicht mehr viel zu tun.

Final Fantasy 14: A Realm Reborn - Reboot für das Rollenspiel

Square Enix hat aber auch einiges getan, um den Wünschen geselliger Krieger und Magier gerecht zu werden. Bereits seit letztem Frühjahr sind ausgewählte Abenteurer dabei, in diversen Betatests das Online-Rollenspiel auf Herz und Nieren zu testen. In Scharen tummelten sich deshalb Hyur Krieger, Elezen Magier und Miqo'te Waldläufer auf den Servern; vor allem am letzten Beta-Wochenende vor Spielveröffentlichung ging es auf den Servern zu wie auf dem Oktoberfest. Optisch sind die Umbauarbeiten gelungen: Das Fantasy-Reich Eorzea präsentiert sich nun wesentlich detaillierter, es gibt herrliche Lichteffekte, stimmungsvolle Tag- und Nachtwechsel und um einiges hübschere Spielfiguren.

Final Fantasy 2.0

Ganz neu ist "A Realm Reborn" ja nicht. Vielmehr handelt es sich sozusagen um "Final Fantasy 14" in der Version 2.0. Das Ganze beginnt fünf Jahre nach dem Fall des Mondes Dalamut und der Zerstörung des zentralen Hochlandes von Eorzea - also auch exakt fünf Jahre nach den Ereignissen der Ur-Version von "FF14". In der Zwischenzeit hat das Entwicklerteam die alte Version aufgebohrt, vieles erneuert und eben auch das Rad der Zeit einen Tick in die Zukunft gedreht.

Alles neu im aktuellen Final Fantasy MMORPG

Der Launch-Trailer zum komplett renovierten Online-Rollenspiel mit Final Fantasy-Lizenz.

Der Launch-Trailer zum renovierten Online-Rollenspiel.


Der Wiederaufbau von Eorzea ist weiter vorangeschritten, doch die Bedrohung durch das Garleische Kaiserreich besteht weiter - der Krieg ist nicht vorbei. Die Helden des letzten Konfliktes, so dringend sie jetzt benötigt würden, sind aber verschollen - oder etwa doch nicht? Als unbeschriebenes Blatt - aber mit jeder Menge ominöser Träume und Visionen, die auf Großes für die Zukunft deuten, im Gepäck - stürzt sich der Spieler ins Getümmel.

Viele Mitspieler, wenig Abwechslung

Die Charaktererschaffung in "Final Fantasy 14: A Realm Reborn" ist umfangreich und lässt bei der Gestaltung der Statur, des Gesichts und der Haare einiges an Kreativität zu. Leider steht zur Zeit nur eine begrenzte Option an Kleidung zur Verfügung. Das mag sich bald ändern, Online-Rollenspiele entwickeln sich ja häufig binnen kurzer Zeit deutlich weiter. Momentan allerdings, wenn man sich einloggt und den Abenteurertreff von Gridania besucht - sagen wir in der Figur einer Miqo'te Waldläuferin: Ja, da sieht man sich einer Heerschar von spiegelbildlichen Charakteren gegenüber. Insgesamt wirkt die Waldstadt, der Ausgangsort der Handlung, ziemlich überlaufen: an jeder Ecke stehen Charaktere, reden mit Bewohnern und erledigen dieselben kleinen Aufgaben. Da tummeln sich mehr Waldläufer oder Krieger als Monster, gegen die man ja eigentlich kämpfen möchte.

Gute Einführung ins Spiel

Als Einsteiger findet man sich schnell zurecht auf dem grünen Planeten Hydaelyn, der Eorzea und seine Stadtstaaten auf sich trägt. Die ersten fünf bis sieben Stunden bettet einen die Kampagne in ein Tutorial ein, das einem alles erklärt. Wie die Welt tickt; wie man seinen Helden am besten durch die Welt führt, warum und mit welchen Mitteln man angreifenden Monstern den Garaus macht; dass einem Gilden nach Erledigung eher einfallsloser Hol- und Bring-Aufträge mit Gil entlohnen. Allerdings ist so ein Tutorial durchaus notwendig, denn die Vielfalt an Optionen könnte vor allem Playstation-Abenteurer überlasten: Die komplexe Bedienung und die überladenen Bildschirm-Anzeigen stehen in großem Kontrast zum Trend der handlichen Bedienung in anderen Konsolen-Rollenspielen. Die Karte beispielsweise steht einer ordentlichen Orientierung oft eher im Weg, als dass sie einen dabei unterstützt.

Für Einzelkämpfer und Scharenkrieger

Wenn man sich allerdings mit diesen Macken arrangiert, entfaltet "A Realm Reborn" sehr viel Charme. Die Inszenierung von Dörfern und Städten, Steppen und Gebirgen ist Square Enix gut gelungen. Grafisch sieht die Welt beeindruckend aus, wie eine Popcorn- und Glitzervariante des düsteren Tamriel aus "The Elder Scrolls". Schön auch, dass man als Einzelkämpfer genauso in dieses Reich der Fantasie eintauchen kann wie als geselliger Abenteurer. Auch wenn als Solist vorrangig allein die Lande erforschen möchte, findet man in aller Regel jederzeit genug Mitspieler, mit denen man sich zusammentun und gemeinsam in einen sogenannten "Fate" stürzen kann. Dabei handelt es sich um größere Kämpfe, die einen wirklich glauben lassen, man wäre Teil einer monumentalen Schlacht.

Was uns gefällt

Die virtuelle Umwelt macht einen sehr einladenden und erkundenswerten Eindruck und bietet eine gute Grundlage für die neue Story, die fünf Jahre nach dem Ende des letzten "Final Fantasy 14" einsetzt.

Was uns nicht gefällt

Momentan plagen noch zahlreiche Bugs und Fehler das Spielerlebnis. Beispielsweise kann es zu Audioausfällen kommen. Die Bildschirmanzeigen sind zu groß, und das Benutzer-Interface wirkt vor allem auf der Playstation 3 überladen. Außerdem ist es schon während der Betatests häufiger zu Zugangsproblemen aufgrund überlasteter Server gekommen. Der war immerhin kostenlos, und einem geschenkten Gaul schaut man bekanntlich nicht ins Maul. Bei einem Vollpreis-Spiel mit Abo-Gebühren wäre so ein schlechter Dienst am Kunden allerdings nicht akzeptabel.

Fazit

Moderne Grafik, viele Verbesserungen und gelungenes Online-Rollenspiel-Flair: "Final Fantasy 14: A Realm Reborn" ist sicherlich keine Genre-Revolution, macht aber alles in allem gesehen einen guten Eindruck. Dank der guten Spielbarkeit macht man hier nichts falsch.

Infos zum Spiel

Titel: Final Fantasy 14 - A Realm Reborn
Genre: Online-Rollenspiel
Hersteller / Publisher: Square Enix
Release: Im Handel
Preis: zirka 30 Euro (plus monatliche Abo-Gebühr)
System: PC, PS3 (ab 2014 auch für PS4)
USK-Freigabe: Ab 12 Jahren
Wertung: Gut

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