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The Witcher 3: Wild Hunt - Auf den Spuren der Wilden Jagd

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Preview The Witcher3: Wild Hunt | Rollenspiel | PC, PS4, Xbox One  

Auf den Spuren der Wilden Jagd

04.09.2013, 14:54 Uhr | Nico Stockheim (jr)

The Witcher 3: Wild Hunt - Auf den Spuren der Wilden Jagd. The Witcher 3: Wild Hunt Rollenspiel von CD Projekt Red für PC, PS4 und Xbox One (Quelle: CD Projekt Red)

The Witcher 3: Wild Hunt (Quelle: CD Projekt Red)

Viele Spiele haben sich "Next-Gen" derzeit als vielversprechendes Markenzeichen auf die Brust geschrieben, aber nur wenige konnten auf der Gamescom das Publikum und die Kritiker wirklich davon überzeugen, dass sie tatsächlich zur nächsten Spiele-Generation gehören. Ganz anders war das bei "The Witcher 3: Wild Hunt". Was CD Projekt uns in der Live-Gameplay-Präsentation gezeigt hat, hat uns zunächst einmal die Sprache verschlagen.

The Witcher 3: Die Welt ist ein Scherbenhaufen

Der Handlungsrahmen von "The Witcher 3: Wild Hunt" schließt an die Ereignisse am Ende des Vorgängers an. Die nördlichen Königreiche werden von dem Reich Nilfgaard überfallen und liegen dementsprechend am Boden. Zerstörung, Verzweiflung, Hunger und Leid bestimmen den Alltag der Menschen. Dabei sind die Angriffe des Imperiums aus Nilfgaard noch die geringste Bedrohung, denn die "Wilde Jagd", eine geisterhafte Armee, wird ebenfalls aktiv und überfällt ahnungslose Dörfer. Das liefert den Einstieg in die Handlung des dritten Teils, da Hexer Geralt von Riva ohnehin auf der Suche nach der Wilden Jagd ist und ihren Spuren folgt.

Eine beeindruckende Spielwelt

Ein besonderes Augenmerk haben die Einwickler diesmal auf die Gestaltung der Spielwelt gelegt. Schließlich wagt sich CD Projekt Red auf bisher unbekanntes Terrain und erschafft - im Gegensatz zu den bisherigen Witcher-Spielen - eine komplett offene Spielwelt. Und das mit großen Ambitionen: Größer als die von Rollenspiel-Schwergewicht Skyrim soll sie sein und insgesamt 35 mal die Areale von "The Witcher 2" fassen können. Städte und Dörfer sollen durch zahlreiche NPCs lebendig wirken, die dem eigenem Tagewerk und Freizeitaktivitäten nachgehen. Die können sich durchaus auch verändern. Faktoren wie Tageszeit, Wetter oder die allgemeine Umgebungssituation spielen dabei eine wichtige Rolle.

Zum Reisen durch die Spielwelt stehen einem unterschiedliche Mittel zur Verfügung. Wem die Strecken zu Fuß auf Dauer zu lange dauern, kann auf das Pferd oder ein Boot umsteigen oder - wenn es sich um bereits entdeckte Ziele handelt - die Schnellreise-Option nutzen. Auch hier lässt sich viel Liebe zum Detail entdecken. Während wir bei ruhigem Seegang an Galeeren vorbeischippern, deren Besatzung fröhlich Lieder vor sich hin trällert, werden die physikalischen Gegebenheiten bei einem Sturm so unwidrig, dass es sich dringend empfiehlt, auf dem Land weiterzureisen.

Diese Technik schreit nach Next-Gen

Aber selbst dort hat das Wetter Auswirkungen. Im Sturm tanzen Äste hin und her, und ganze Baumstämme biegen sich mit dem nötigen Knarzen. Toll. Die Wettereffekte wirken sich auf kleinste Details in der Spielwelt aus, wodurch sie eine einzigartige und realistische Atmosphäre schaffen, haben aber durchaus auch Auswirkungen auf das Gameplay. Wenn das die Dinge sind, auf die wir uns mit der nächsten Konsolen- und Spiele-Generation einstellen können, dann stehen uns Spielern gute Zeiten ins Haus.

Die Verknüpfung von Story, Atmosphäre und der offenen Welt

In der vorgespielten Präsentation wurde auch gezeigt, wie CD Projekt die Verknüpfung der offenen Welt mit der für die Witcher-Spiele typischen dichten Erzählweise und Atmosphäre umsetzen will. Auf der Suche nach der Wilden Jagd kommt Geralt zum Beispiel in einem Dorf an, in dem Leute auf mysteriöse Weise sterben. Um nicht zu viel zu verraten, ändert sich der hier zu erfüllende Auftrag, je nachdem, für wen wir unterwegs sind. Nach kurzer Untersuchung des nahegelegenen Waldes mit den "Hexersinnen" - dem Detektivmodus von Batman nicht unähnlich - stellt Geralt fest, dass hinter dem Ganzen ein alter "Leshen“ steckt, also ein gefährliches Waldmonster. Das Tückische dabei: Der Leshen markiert einen Menschen in nahegelegenen Siedlungen und verknüpft seine Lebensenergie mit dieser Person, und solange die Person lebt, kann das Monster nicht getötet werden.

Kampf gegen den Leshen

Der Kampf gegen das Monster selbst demonstriert gut das neue dynamische Kampfsystem. Neben schnellen Angriffen mit dem Schwert lassen sich auch blitzschnell die bekannten Runenzauber wirken, mit deren Hilfe man beispielsweise den Leshen mit Feuer attackiert. Einige Ausweichmanöver, Feuerangriffe und Schwerthiebe später ist das Biest erlegt. Geralt kann sich seine Belohnung abholen, und wir erfahren in einer kurzen Zwischensequenz, wie es mit dem Dorf danach weiter geht. Hat man versagt, wird im schlimmsten Fall das Dorf kurze Zeit später komplett vernichtet - auch solche Nebenquests können im Spiel schwere Konsequenzen haben.

Was uns gefällt

Die gewohnten Qualitäten eines Witcher-Games: Eine atmosphärische, düstere und dreckige Spielwelt, die nun auch in ihren Dimensionen wächst, und eine ebenso bestellte Rahmenhandlung. Dazu die Tatsache, dass es in dieser Fantasy-Welt kein eindeutiges Schwarz oder Weiß gibt. Zwischentöne bestimmen die Entscheidungen des Spielers und lassen einen über manche Situation ordentlich grübeln. Außerdem sind die Bewegtaufnahmen von The Witcher 3 aktuell vermutlich das beste, was moderne Spiele-Grafik zu bieten hat.

Was uns nicht gefällt

Auch wenn die Entwickler offenbar auf einem guten Weg sind, sind wir noch nicht vollends davon überzeugt, dass es CD Projekt gelingen wird, die dichte Atmosphäre und Erzählstruktur in gewohnter Witcher-Manier auch auf ein Open-World-Game anzuwenden. Zu groß ist die Gefahr, dass man sich als Spieler in kleinen Details verrennt und wie in Skyrim und Co. die Geschichte selbst irgendwann verblasst.

Fazit

The Witcher 3 sieht bombastisch aus. Wenn CD Projekt Red sich hier nicht noch ganz grobe Schnitzer erlaubt, drängt sich bereits jetzt die Prognose auf, dass "Wild Hunt" 2014 heißer Anwärter auf Titel wie "Rollenspiel des Jahres" und sogar "Spiel des Jahres" sein wird.

Infos zum Spiel

Titel: The Witcher 3 - Wild Hunt
Genre: Rollenspiel
Hersteller: CD Projekt Red
Publisher: Warner Bros. Interactive Entertainment
Release: 2014
Preis: Noch nicht bekannt
System: PC, PS4, Xbox One
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Einschätzung: Sehr gut

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