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Call of Duty: Ghosts - der Multiplayer-Modus in der Preview

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Adrenalin-Kicks im Sekundentakt

09.09.2013, 15:10 Uhr | Benjamin Kratsch (ams / nic), Medienagentur plassma

Call of Duty: Ghosts - der Multiplayer-Modus in der Preview. Call of Duty: Ghosts (Quelle: Activision)

Call of Duty: Ghosts (Quelle: Activision)

"Wofür überleben wir?" rappt Eminem in seinem neuesten Track "Survival" auf dem Event-Deck des Nokia Theatres im Herzen von Los Angeles anlässlich der Multiplayer-Weltpremiere von "Call of Duty: Ghosts". Eine Frage, die schön umschreibt, worum es im wohl abgedrehtesten der unterschiedlichen Mehrspieler-Modi des Ego-Shooters geht. In "Cranked" trägt der Spieler eine Sprengweste, und wenn er innerhalb von 30 Sekunden keinen Abschuss schafft, fliegt er in die Luft. Knallhart, ziemlich abgefahren und sehr kreativ fühlt sich dieses neue "Call of Duty" an, das wir in Kalifornien bereits einen kompletten Tag auf PC und Xbox One spielen konnten.

Der Cranked-Modus: Jason Statham im Adrenalin-Rausch

Während der Schauspieler Jason Statham in dem irren Hollywoodstreifen "Crank" die wahnwitzigsten Versuche unternimmt, durch Stress seinen Puls hochzuhalten, gilt es im "Cranked"-Modus von Call of Duty: Ghosts, innerhalb von 30 Sekunden mindestens einen Abschuss zu erzielen. Senior Producer Mark Rubin grinst, als wir ihn auf die Hollywood-Hommage ansprechen. Offiziell ist das Ganze eine Erfindung von Entwickler Infinity Ward, inoffiziell hatte das Team aber offensichtlich viel Spaß an dem Filmstreifen von Regisseur Mark Neveldine. Sei's drum - die Idee dahinter ist jedenfalls so simpel, wie brillant: Trifft man einen Gegner, tickt der Countdown. Sind sie innerhalb von 30 Sekunden wieder erfolgreich, machen Sie in den nächsten Minuten mehr Schaden. Versagen Sie, macht’s Boom. "No Risk, no Fun", kommentiert Produzent Rubin. "Wir wollten ein Szenario schaffen, in dem Risikofreude belohnt, Versagen aber auch ein bisschen bestraft wird." Außerdem schraubt "Ghosts" den Adrenalinfaktor so in unendliche Höhen. Fast schon panisch rennen wir über die brandneue Karte "Strikezone", zoomen rein, visieren an und suchen ständig nach dem rettenden Abschuss. Stark!

Die Karten: "Strikezone" für Wilde...

Drei Karten haben wir bereits gespielt, und tatsächlich war auf der Weltpremiere des Multiplayer-Modus für jeden etwas dabei: "Strikezone" ist perfekt geeignet für den irren Modus "Cranked", schließlich bietet das Foyer eines Football-Stadions viele lang gestreckte Gänge, rasante Schuss-Folgen inklusive. Für Deckung sorgen immer mal wieder eingestreute Bars oder Hotdog-Stände, in denen wir das deutlich ausgebaute Bewegungsrepertoire von Call of Duty: Ghosts testen. Drücken Sie sich beispielsweise gegen ein Objekt und machen einen Schritt nach links oder rechts, lehnen Sie sich automatisch raus. Der Vorteil: Man kann präzise zielen und Schüsse abgeben, ohne selbst eine allzu große Trefferfläche zu bieten. Spannend sind auch die neuen Rutschmanöver, mit denen Sie aus vollem Lauf in Deckung gleiten oder aber auf den Knien um eine Ecke rutschen und so den Feind überraschen.

Erster Trailer zum neuen Call of Duty

Im neuen Ego-Shooter sind Elitesoldaten im Einsatz.

Im neuen Ego-Shooter sind Elitesoldaten im Einsatz.


..."Octane"für Sprengmeister

Wer seine Zielkünste trainieren will, ist auf der Karte "Octane" richtig. In dem Kriegsgebiet stehen Panzer auf der Hauptstraße, und Sie kämpfen zwischen durchlöcherten Sofas eines Strip-Lokals und typisch amerikanischen Supermärkten. Spannend ist hier die neue Zerstörungs-Engine: Feuern Sie auf die Betonsäulen einer Tankstelle, kracht die in sich zusammen. Ballern Sie auf die Benzintanks, verwandelt sich das ganze Gebäude in einen Feuerball. Das sieht nicht nur schick aus, sondern ist auch taktisch interessant. Schließlich nehmen Sie dem gegnerischen Team Scharfschützen-Positionen, was insbesondere im Modus "Blitz" interessant ist, der gerade erst auf der Gamescom in Köln enthüllt wurde. Darin gilt es, ein Portal einen gewissen Zeitraum zu halten. Ist die Zeit vorbei, wird der entsprechende Spieler direkt wieder in die Sicherheit in seine Basis teleportiert.

Search & Rescue: Mediziner auf Whiteout gesucht

Nein, eine echte Medizin-Klasse oder Heil-Fähigkeiten im Stil von "Battlefield 4" gibt’s im Call of Duty-Universum nach wie vor nicht, dafür aber einen neuen "Rette den Kollegen"-Modus. Der nennt sich "Search & Rescue", bedingt genau wie in "Search & Destroy" das Legen einer Bombe, packt aber eine interessante Komponente obendrauf: Wird ein Kollege erschossen, lässt er sein Dogtag fallen. Schaffen Sie es, das Badge schnell genug aufzuheben, können Sie ihn retten. Sind Sie zu langsam, muss er den Rest der Runde zusehen und darf nicht mehr ins Kampfgeschehen eingreifen. Eigens dafür hat Infinity Ward die Karte "Whiteout" erdacht, die sich mit ihren verschneiten Urlaubsörtchen, Waldstücken und Höhlen deutlich langsamer spielt als man es von den Call of Duty-Spielen gewohnt ist. Überall lauern Scharfschützen, zudem versucht jeder seine Kollegen zu retten - das nimmt Tempo raus und sorgt für eine willkommene Abwechslung von der adrenalingetriebenen Ballerei.

Was uns gefällt

"Call of Duty: Ghosts" fühlt sich äußerst zackig und dynamisch an, setzt mit seinen Abschuss-Serien und neuen Modi aber auch taktische Akzente. Besonders beeindruckend ist der Spielfluss: Der Spieler rutscht um Ecken, springt über Hotdog-Stände oder hechtet in Deckung - das fühlt sich alles sehr direkt und gut steuerbar an. Das Waffen-Feedback passt ebenfalls, und die Abschuss-Serien wirken nicht mehr so extrem wichtig. Infinity Ward schraubt hier stark an der Balance, hat beispielsweise Luftschläge auf ein Minimum reduziert und setzt dafür mehr auf MG-Drohnen am Boden sowie Kampfhunde, die erstaunlich schnell und effektiv Gegner außer Gefecht setzen. Die Karten fühlen sich abwechslungsreich an, die Grafik ist schön scharf und rauscht mit 60 Bildern pro Sekunde ruckelfrei über die Xbox One.

Was uns nicht gefällt

Activision verzichtet auch dieses Jahr auf eine echte Zerstörungs-Engine. Zwar lassen sich bestimmte Objekte in die Luft jagen, so richtig dynamisch wie in einem Battlefield 4 fühlt sich das aber nicht an. Generell fehlt so der revolutionäre Impuls - "Call of Duty: Ghosts" spielt sich insgesamt doch sehr traditionell.

Fazit

Zackig, dynamisch, einfach gut: "Call of Duty: Ghosts" macht gerade im abgedrehten "Cranked"-Modus unglaublich viel Spaß, fühlt sich dank des aufgebohrten Bewegungsrepertoires noch eine Spur spritziger an und lässt eigentlich nur eines vermissen: Eine komplett zerstörbare Umgebung wie in Battlefield 4.

Infos zum Spiel

Titel: Call of Duty: Ghosts
Genre: Ego-Shooter
Publisher: Activision
Hersteller: Infinity Ward
Release: 5. November 2013 (Xbox One: 22. November, PS4: 29. November)
Preis: zirka 70 Euro
System: Xbox One, PS4, PS3, Xbox 360, Wii U, Windows-PC
USK-Freigabe: noch nicht bekannt
Einschätzung: Sehr gut

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