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Preview zu Knack: Knuffig rettet die Welt

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Knuffig rettet die Welt

20.09.2013, 16:03 Uhr | (nic / ams), Richard Löwenstein

Preview zu Knack: Knuffig rettet die Welt. Preview zu Knack für PS4 (Quelle: Sony)

Preview zu Knack für PS4 (Quelle: Sony)

Wenn der federführende Entwickler der PS4 nebenbei ein Game für das von ihm gestaltete System bastelt, sozusagen als Experiment am eigenen Leib, dann würde man als Ergebnis vielleicht ein monumentales Actionabenteuer wie "Uncharted" erwarten oder einen Hightech-Shooter vom Format "Killzone: Shadow Fall". Aber es kommt ganz anders. Vorhang auf für "Knack", den putzmunteren Mix aus Jump´n´Run und Action-Adventure, der exklusiv auf Sonys kommender Hightech-Konsole junge und junggebliebene mit Witz und Charme für sich einnehmen möchte.

Ein Zwerg wird zum heldenhaften Giganten

Mit Knack hat Sony ein PS4-Game für jüngere Spieler im Programm.

Mit Knack hat Sony ein PS4-Game für jüngere Spieler im Programm.


Gamedesigner mit Erfahrung

Der US-Amerikaner Mark Cerny programmiert und designt Videospiele seit 1982, also praktisch seitdem es sie gibt. Man darf unterstellen, dass der Erfinder des Arcade-Klassikers Marble Madness und der Spyro-Reihe in den knapp 30 Jahren seiner Karriere einiges an Erfahrung gesammelt hat. Dieses Knowhow zapft Sony an. Man engagierte Cerny kurzerhand als Chef-Systemarchitekt für die Playstation 4. Cernys Hauptaugenmerk liegt nach eigenen Worten darauf, dass die Soft- und Hardware des Systems für Spielentwickler so zugänglich ist wie nur denkbar. Ob das Vorhaben gelingt oder nicht, das testen Mark Cerny und sein Team von Sony Computer Entertainment Japan im Slebstversuch, indem sie Knack auf die PS4 loslassen. 

Ein laufender Meter als Held

Auf den ersten flüchtigen Blick wirkt Knack fast wie eines jener schalen Machwerke für Kinder, die durch putziges Aussehen einen Mangel an Spieltiefe zu kaschieren trachten. Wenn man sich aber ein bisschen länger mit der Spielmechanik befasst, wird klar: Oho, in der bunten Welt von Knack dürfte es etliches zu entdecken und zu probieren geben. Allein die Beschäftigung mit der Heldenfigur soll viele Stunden an überraschungsreicher Unterhaltung in sich bergen. Denn die seltsame kleine Kreatur, die titelgebend Knack heißt, besitzt eine wechselhafte Erscheinung. Ähnlich einer Marionette oder Gliederpuppe, setzt sich sein Körper aus Kugeln und Gelenken und Stangen und vielen weiteren geometrischen Objekten zusammen, die man im Spielverlauf sammelt. Die Teile sehen aus wie Bausteine aus Legos "Hero Factory", schimpfen sich nach Sony-Lesart aber "Reliquien". 

Putzmunteres Gameplay

Je mehr dieser Reliquien der Held besitzt, desto mehr gewinnt er an Größe und Wucht. Ein paar voluminöse Kugelgelenke an Knien und Ellenbogen, vervielfachte Armlänge durch Hinzufügen etlicher Hohlrohre, damit steht der eben noch kleine und knuffige Knack plötzlich da wie der personifizierte Böse-Buben-Schreck. Zum Schluss noch einen Raketenwerfer in die Kralle, der sich ebenfalls aus "Reliquien" zusammensetzt: Und siehe da, Knack ist groß wie ein Haus und bewaffnet wie eine kleine Armee. Diese Wandlungsfähigkeit bringt der Wicht zum Einsatz, um eine Invasion grimmiger Kobolde unter Führung des bösartigen Viktor zu stoppen. Knack ist die letzte Hoffnung der Menschheit, so erzählen es die - an Animationsfilme von Pixar erinnernden - Videosequenzen, die das Spiel mit Witz und Persönlichkeit und manch dramatischem Moment umrahmen. Das Gameplay präsentiert sich als Verkettung anspruchsvoller Geschicklichkeits-Tests, temporeicher Keilereien und einiger Knobel-Herausforderungen. 

Nieder mit dem Bossgegner

Als laufender Meter schlüpft Knack problemlos unter Laserbarrieren hindurch. Sobald er wieder eine offene Arena erreicht, vermehrfacht der Spieler durch Antippen der Dreiecks-Taste das Körpervolumen des kleinen Rackers und ist damit bestens gerüstet für Raufereien mit Horden griesgrämig dreinschauender Kobolde. Auch Spannungsspitzen bei Konfrontationen mit mächtig großen Bossgegnern kann man in derlei imposanter Gestalt gelassen entgegen sehen. Wenn danach anlässlich einer Fluchtszene wieder schnelle Sprints gefragt sind: einfach nur die Dreiecks-Taste antippen. Sofort sprengt Knack alle überflüssigen Glieder von sich und betrachtet ungerührt den Regen aus hunderten glitzernder Körperteile, die sich über den gesamten Bildschirm ergießen. Hübscher visueller Gag, der die Power der Playstation 4 zumindest zart andeutet.

Was wir mögen

Im Zwei-Spieler-Modus arbeiten beide Teilnehmer Hand in Hand. Sie lassen einander beispielsweise Sammelobjekte zukommen, und unterstützen einander so in verschiedenen Situationen. Der Koop-Modus funktioniert an einer Konsole. 

Was wir nicht mögen

Die bisher gezeigten Spielszenen wirken noch sehr geradlinig und die Lösungen der Actionpuzzles arg vorhersehbar. Man möchte den Entwicklern noch etwas mehr Mut zur Fantasie wünschen. 

Fazit

Obwohl Knack eines der ersten Spiele für die kommende neue Sony-Konsole wird, konzentrieren sich die Schöpfer nicht auf umwerfende Spezialeffekte und andere Showeinlagen. Knack schreibt sich vorrangig Spielfluss und Spielfreude auf die Fahnen. Die Mischung aus frecher Machart und flott inszenierter Jump´n´Run- Action mit etwas Köpfchen weckt angenehme Erinnerungen an die "Jak & Daxter"-Reihe.

Infos zum Spiel

Titel: Knack
Genre: Action-Adventure
Publisher: Sony
Hersteller: SCE Japan Studio
Release: November 2013
Preis: zirka 60 Euro
System: PS4
USK-Freigabe: noch nicht bekannt
Wertung: Gut

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