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Fifa 14 Test für PS3, Xbox 360 & PC: EA macht einen Schritt nach vorne

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Test Fifa 14 | Fußball-Simulation | PS3, Xbox 360, PC  

Fifa 14 im Test: Verteidigung der Vormachtstellung?

24.09.2013, 09:45 Uhr | Jens-Magnus Krause (ams / nic), Medienagentur plassma

Fifa 14 Test für PS3, Xbox 360 & PC: EA macht einen Schritt nach vorne. Fifa 14 im Test für PC, PS3 und Xbox 360 (Quelle: EA)

Fifa 14 im Test für PC, PS3 und Xbox 360 (Quelle: EA)

Authentizität ist das, was die "Fifa"-Serie Jahr für Jahr aufs Neue auszeichnet - dank echter Logos, originalgetreu nachgebildeten Stadien und offiziell lizenzierten Spielern. Zu dieser Grundlage gesellen sich in diesem Jahr bei Fifa 14 realistische Detailverbesserungen im spielerischen Bereich, ein neues Menü und erweiterter Umfang, aber auch alte Schwächen. Warum die Fußball-Simulation für PS3, Xbox 360 und PC trotzdem einen Schritt nach vorne macht, klärt unser Test.

Realismus im Fokus

Während der ersten Partien fallen die veränderten Spielmechaniken von Spiel zu Spiel immer deutlicher auf. Weil sie das beinhalten, was man sich bereits beim Vorgänger "FIFA 13" gewünscht hätte: Die künstliche Team-Intelligenz agiert beispielsweise deutlich realistischer. In der Defensive folgt ein vom Computer gesteuerter Verteidiger nicht mehr zwingend dem anvisierten Angreifer bis zum bitteren Ende einer Spielsituation. Er wechselt je nach Laufweg der anderen Stürmer jetzt auch mal seinen zu deckenden Gegenspieler. In der Offensive wiederum stehlen sich Angreifer in "FIFA 14" oftmals davon und öffnen so neue Räume für Pässe aus dem Mittelfeld. Des Weiteren vermeiden sie Abseitsstellungen durch ein Entlanglaufen an der Verteidigerlinie und dem dortigen Lauern auf einen tödlichen Pass. Das funktioniert oftmals gut, aber nicht immer. Häufig gibt es immer noch nicht ganz nachvollziehbare Abseitspositionen.

Verbesserungen im kleinsten Detail

Schön: Das Repertoire an Bewegungen und Möglichkeiten ist spürbar gewachsen. Torjäger freuen sich zum Beispiel über die neuen "Pure Shots" in Kombination mit einer komplett überarbeiteten Ballphysik. Dadurch verändern die Kicker vor Schüssen automatisch den Winkel zum Ball und passen ihre Schrittlänge an, um kurz vor dem Schuss die beste Position einzunehmen. Auch mit dabei: Schüsse im Stolpern, übereilte Direktschüsse sowie Flatterbälle, Bogenlampen und Drop-Kicks – allesamt mit realistischen Flugbahnen.

Erstes Gameplay-Video zu Fifa 14

Kicker-Stars wie Reus & Hummels in Aktion.

Kicker-Stars wie Reus & Hummels in Aktion.


Keine Chance für Egoisten

Wer im Vorgänger häufiger den Ball verloren hat, kann dagegen jetzt die "Protect The Ball"-Funktion einsetzen. Damit schirmt der Spieler bei gedrückter Schultertaste den Ball ab. Unabhängig davon, ob man gerade dribbelt oder gar sprintet. Das ist hilfreich, vor allem weil die gegnerischen Abwehrreihen enger am Mann verteidigen. Wer sich nur mit Pässen in den freien Raum oder egoistischen Dribblings Torchancen erspielen möchte, hat in Fifa 14 kaum Chancen.

Trickreiche Einlagen

Ebenfalls positiv: Für einfache Übersteiger benötigen Sie nur noch den rechten Stick - und keine zusätzliche Schultertaste mehr. Für die neu hinzugekommenen Tricks wie dem "Drag Back Pass" oder der aus dem Stand ausführbaren Fußfinte greift man allerdings zusätzlich zum Shoulder-Button. Bei Dribblings bewegt sich der Ball in Fifa 14 deutlich freier, deshalb legen ihn sich manche Kicker auch mal zu weit vor. Gerade mit schwächeren Spielern passiert das häufig. Dribblings sind durch die vereinfachte Steuerung also nicht weniger anspruchsvoll.

Aufbau ist die halbe Miete

Durch die veränderten Mechanismen müssen Sie auf dem Platz umdenken. Gelernte Automatismen führen nicht mehr zu den gleichen Resultaten wie noch im Vorgänger. Gerade zu Beginn entstehen häufige Ballverluste aufgrund von Fehlpässen oder übereifrigen Dribbel-Einlagen. Genau dann kommt es drauf an, das Spieltempo zu variieren. Auch mal von hinten ruhig aufzubauen, in Ballbesitz zu bleiben. Dafür gibt Ihnen das Spiel alle erdenklichen Mittel mit auf den Weg. Man muss sie nur nutzen. Gerade für Fifa-Neulinge kann die Lernkurve anfangs frustrierend sein, Profis kommen damit aber gut klar.

Auf das Innere kommt es an

Spielerisch verbessert sich Fifa 14 deutlich zum Vorgänger. Das gilt auch für das überarbeitete Menü. In einem ähnlichen Kachel-Boxen-Menü wie auf der Xbox 360 navigieren Sie durch das Hauptmenü. Dieses ist aufgrund des riesigen Spielumfangs zwar immer noch verschachtelt, vom Grundaufbau her aber deutlich übersichtlicher. Optisch hat sich auf dem Platz dagegen wenig getan. Viele Spielergesichter sehen dank spezieller 3D-Foto-Aufnahmetechniken atemberaubend authentisch aus, andere weniger. Wenigstens neue eingeblendete Grafiken vor Spieleröffnung wären eine Bereicherung gewesen. Nichtsdestotrotz sieht Fifa 14 auf der aktuellen Konsolengeneration hervorragend aus. Nur die große Steigerung zum Vorgänger fehlt eben.

Spielmodi in rauen Mengen

Neben neuen Skill-Games enthält der Karriere-Modus ein globales Transfer-Netzwerk. Mit diesem sucht der Spieler während der ganzen Saison zusammen mit seinen Scouts auf Basis abgestimmter Kriterien nach neuen Talenten. Nach wie vor verfügbar sind der EA Sports Football Club, die virtuelle Bundesliga, der Manager-Modus und der Fifa-Interactive-World-Cup. Toll für Liebhaber von 2-gegen-2-Duellen: Es gibt es jetzt auch den Koop-Saison-Modus. In Ranglistenspielen via Internet trägt man die packenden Duelle aus. Den beliebten "Ultimate Team"-Modus erweitert Entwickler EA Sports für die Microsoft-Konsolen (Xbox 360 und später Xbox One) um 40 Legenden wie Lothar Matthäus oder Pélé.

Was uns gefällt

Aufgrund der vielen Detailverbesserungen im spielerischen Bereich fühlen sich die Partien in Fifa 14 noch realistischer als im Vorjahr an. Neue Schussmöglichkeiten, das Abschirmen des Balls und ein dezent verlangsamtes Spieltempo greifen prima ineinander. Auch das überarbeitete Menü überzeugt. Der Knaller sind dagegen die scheinbar unzähligen Spielmodi: EA Sports bietet hier für jeden noch so differenzierten Geschmack etwas an – egal ob alleine, zu zweit oder auch via Internet bei einem 11-gegen11-Match. Zusätzlich überzeugen der umfangreiche Soundtrack, die offiziellen Lizenzen, viele deutsche Stadien und die stellenweise grandiosen Spielergesichter. Das ist Fußball-Atmosphäre pur!

Was uns nicht gefällt

Selbst den besten Verteidigern verspringt zu häufig der Ball. Führt das zu Gegentoren, ist der Ärger groß. Ebenfalls nervig: Die bekannten Fehlpass-Orgien im Aufbauspiel und das dabei vorherrschende Ping-Pong-Verhalten des Balls. Gefühlt wechselt das Spielgerät gerne mal innerhalb von drei Sekunden fünf Mal den Besitzer. Und eine Bitte noch: Die deutschen Kommentatoren erzählen teilweise mehr Unsinn als Dieter Bohlen in einer Fernsehshow. Wir empfehlen wärmstens, den englischen Kommentar einzuschalten.

Fazit

Fifa 14 ist eine rundum gelungene Fußball-Simulation mit vielen Stärken im spielerischen, atmosphärischen und inhaltlichen Bereich. Hinzugekommene Schwächen gibt es keine - nur die altbekannten. Deshalb macht das Fußballspiel einen Schritt nach vorne, wenn auch mit einem noch anspruchsvolleren Ansatz. Denn FIFA 14 bestraft die Aufbaufehler des Spielers mit Ballverlusten oder Gegentoren. Das dürfte selbst Simulations-Fetischisten befriedigen und macht die Matches noch realistischer. Unterm Strich eine Klasse-Kick, der Fußball-Fans lange Zeit bestens unterhalten wird.

Infos zum Spiel

Titel: Fifa 14
Genre: Fußball-Simulation
Publisher: Electronic Arts
Hersteller: EA Sorts
Release: 26. September 2013
Preis: zirka 45 Euro (PC) - zirka 60 Euro (PS3, Xbox 360)
System: PC, PS3, Xbox 360
USK-Freigabe: ab 0 Jahren
Wertung: Sehr Gut

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