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F1 2013 im Test: Codemasters bringt Racing-Action mit Nostalgie-Touch

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Test F1 2013 | Rennspiel | PC, PS3, Xbox 360  

F1 2013: Racing-Action mit Nostalgie-Touch

07.10.2013, 17:56 Uhr | Olaf Bleich (jr / nic), Medienagentur plassma

 F1 2013 im Test: Codemasters bringt Racing-Action mit Nostalgie-Touch. F1 2013 Rennspiel von Codemasters für PC, PS3 und Xbox 360 (Quelle: Namco Bandai)

F1 2013 (Quelle: Namco Bandai)

Die Formel 1 kommt in die Kinos: In "Rush - Alles für den Sieg" kämpfen Daniel Brühl als Niki Lauda und Chris Hemsworth als James Hunt erbittert um die Weltmeisterschaft. Ein Kinostreifen voller Emotion, Dramatik und Nostalgie. Passend dazu fährt auch der britische Entwickler Codemasters in seinem für PC, PS3 und Xbox 360 erschienenen Rennspiel "F1 2013" schwere Geschütze auf: Neben allen Stars, Teams und Strecken der aktuellen Saison gibt es auch Helden der 80er und 90er sowie eine deutlich verbesserte Technik. Aber reichen diese Bemühungen für die Pole Position aus?

F1 2013: Auf den neuesten Stand gebracht

F1 2013 vereinigt Vergangenheit und Gegenwart der berühmtesten Rennsportserie der Welt. Erstmals steigen nicht nur die Helden der laufenden Formel-1-Saison in die Cockpits der PS-Boliden. Fahrer vergangener ruhmreicher Tage feiern in F1 2013 ebenfalls ein virtuelles Comeback. Deshalb erscheint das Spiel auch in gleich zwei unterschiedlich ausgestatteten Editionen. Die "Standard Edition" beinhaltet neben dem aktuellen Kader auch Stars und Strecken der 80er Jahre, darunter unter anderem Top-Piloten wie Nigel Mansell, Niki Lauda oder Mario Andretti sowie die klassischen Tracks von Jerez und Brands Hatch. Die "Classic Edition" hingegen bietet berühmte Fahrer der 90er wie David Coulthard, Michael Schumacher oder Eddie Irvine und die Kurse von Imola und Estoril. Wer sich nicht gleich die Klassik-Variante kaufen möchte, kann die zusätzlichen Daten aber auch als kostenpflichtigen DLC herunterladen.

Die Oldies geben Gas

So ambitioniert der Classics-Bereich von F1 2013 aber auch sein mag - ein bisschen enttäuschend fällt die Umsetzung doch aus. Die Veteranen fahren lediglich unter sich in Rennvarianten wie "Time Trial", "Grand Prix" oder "Time Attack". Einen Karrieremodus sucht man vergeblich. Immerhin stehen einige Szenarien parat, in denen Sie mit den früheren Stars teils fordernde Aufgaben bewältigen müssen. So ist der Spielumfang vergleichsweise gering, dafür unterscheidet sich die Handhabung und Präsentation der Classics deutlich von der modernen Konkurrenz.

Powerrunde auf dem Nürburgring in der Eifel

Frühe Spielszenen vom Nürburgring aus der kommenden Rennsimulation F1 2013 von Codemasters.

Frühe Spielszenen aus dem neuen F1 2013.


Die Motoren dröhnen

Auf der Strecke spielt F1 2013 seine Qualitäten aus. Die Classics erhalten einen speziellen, leicht vergilbten Grafikfilter. Auf diese Weise wirkt das Szenario etwas älter. Außerdem wurden die Cockpits und natürlich auch die Bildschirmeinblendungen an die TV-Übertragungen der damaligen Zeit angepasst. Durch eine leicht engere Zoomstufe vermittelt das Spiel den Eindruck eines 4:3-Röhrenfernsehers. Passend dazu steuern sich die Boliden merklich anders; ABS, DRS und KERS gab es zur damaligen Zeit schließlich noch nicht. Daher ist beim Beschleunigen und Bremsen viel Fingerspitzengefühl gefragt, damit Fahrzeuge wie der 1988er Williams in Kurven nicht ausbrechen.

Für Neulinge und Bleifuß-Veteranen

Glücklicherweise lässt sich der Schwierigkeitsgrad für alle Fahrzeuge an das eigene Können anpassen. Einsteiger vertrauen - ganz egal, ob mit dem aktuellen Kader oder den Classics - auf eine farbige Ideallinie oder auf Brems- und Lenkhilfen. Profis dagegen erfreuen sich an der Herausforderung, die Scheitelpunkte zu finden und die F1-Flitzer an ihre Grenzen zu bringen. Dabei gönnt Codemasters seinen Spielern in der diesjährigen F1-Version etwas mehr Freiheiten: Sie können überall - auch während des laufenden Grand-Prix-Wochenendes - ihren Spielfortschritt sichern. Zudem wirken sich Faktoren wie der Reifenverschleiß und das dynamische Wetter auch bei kurzen Renndistanzen adäquat auf die Fahrzeuge aus.

Optisch gut in Form

Löblich: Hatten gerade die Konsolenversionen im Vorjahr noch heftige Performance-Probleme, spielt sich F1 2013 flüssig und erzeugt dabei ein prima Geschwindigkeitsgefühl. Gerade die Regenrennen sind ein wahres Spektakel und fordern Ihnen mit der eingeschränkten Sichtweite sowie hübschen Lichteffekten alles ab. Fahrzeugmodelle und Streckendetails können sich ebenfalls sehen lassen.

Nicht alles Chrom, was glänzt

Für Langzeitmotivation sorgt der Karrieremodus. Hier starten F1-Freunde als Anfänger im "Young Drivers Test" und erhalten anschließend Verträge bei kleineren Teams. Bestehen Sie in den Folgerennen die gestellten Aufgaben, winken bald Angebote stärkerer Rennställe. Trotz hübscher Zwischensequenzen mangelt es der Karriere dennoch an Atmosphäre und echten Neuerungen. Denn im Prinzip wurde dieser Spielmodus beinahe 1:1 aus dem Vorgänger übernommen.

Keine Karriere für Sebastian Vettel

Auch die zweite große Spielvariante, die "Season Challenge", ist der Vorjahresversion sehr ähnlich. Hier kämpfen Sie gegen Rivalen innerhalb der Formel 1 und um einen Vertrag bei den besten Teams. Das ist ebenfalls unterhaltsam, aber leider nicht innovativ. Schade auch, dass man in keiner der Spielarten einen der echten Stars, sondern lediglich seinen eigenen Avatar steuern kann. Sebastian Vettel und Konsorten sind nur in den kleineren Optionen wie "Grand Prix" spielbar.

Was uns gefällt

F1 2013 bringt die geballte Ladung Formel-1-Zirkus auf PC und Konsolen. Die Classics sind eine schöne Ergänzung zu den aktuellen Stars. Außerdem bügelt das Rennspiel viele kleine Schwachstellen des Vorgängers aus. Gerade Konsolenspieler jubeln über die aufgewertete Grafik und das bessere Geschwindigkeitsgefühl.

Was uns nicht gefällt

Codemasters lässt viele Baustellen unbeachtet zurück: Der Karrieremodus wirkt weiterhin extrem hölzern. Die Season Challenge ist in sich zu eintönig. Zudem ist es schade, dass die Stars der Formel 1 so wenig zur Geltung kommen. Dadurch geht viel Atmosphäre und Langzeitmotivation verloren.

Fazit

Ein gelungener Boxenstopp: F1 2013 ist Fan-Service mit einer gehörigen Portion Nostalgie und deutlich überarbeiteter Technik. Allerdings haben die Entwickler auch einiges an Potenzial verschenkt - wieso darf man nicht mit Vettel & Co. im Karrieremodus durchstarten? Für Rennsport-Begeisterte dennoch eine lohnende Investition.

Infos zum Spiel

Titel: F1 2013
Genre: Rennspiel
Publisher: Namco Bandai
Hersteller: Codemasters
Release: Im Handel
Preis: zirka 60 Euro
System: PC, PS3, Xbox 360
USK-Freigabe: Ab 6 Jahren
Wertung: Gut

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