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Servicemängel, Hochpreis-Politik: Ex-EA-Boss Riccitiello liest der Spiele-Branche die Leviten

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Videospiele zu teuer: Ex-EA-CEO Riccitiello im Lästermodus

24.10.2013, 11:05 Uhr | jr / nic

Servicemängel, Hochpreis-Politik: Ex-EA-Boss Riccitiello liest der Spiele-Branche die Leviten . John Riccitiello (Quelle: EA)

John Riccitiello (Quelle: EA)

Der ehemalige EA-Boss John Riccitiello hat auf der "Gaming Insiders Summit" heftige Kritik am Niveau und der unflexiblen Preisgestaltung für PC- und Konsolenspiele geübt. Das aktuell umgerechnet rund 60 Euro für ein neues Videospiel fällig werden, bezeichnete Riccitiello als ein "gigantisches F... you" für den Großteil der Konsumenten. Man müsse sich zukünftig mehr am Vorbild der Mobile Games-Branche orientieren und variable Preismodelle sowie einen besseren Service einführen.

Hochpreispolitik und Servicemängel: Riccitiello liest de Branche die Leviten

Ein flexibleres Preismodell würde für die Spiel-Branche auch die Zielgruppe erweitern und letztendlich mehr Kunden einbringen, erklärte Riccitiello in seiner Rede auf der "Gaming Insiders Summit". Zudem müsse die Spiele-Industrie ihre Marken mit kontinuierlichem Service sowie frischen Ideen und Innovationen attraktiv halten, um Gamer langfristig an sich zu binden. Das zurückgehende Interesse an Marken wie Sim City, GTA (sic! - Anmerkung der Redaktion), World of Warcraft oder auch Starcraft führte Riccitiello auf nachlassendem Service zurück, was zuverlässig dafür sorge, dass die Leute das Interesse an einer Marke verlieren würden.

Angesichts von Riccitiellos Attacke auf die Games-Branche fragt man sich schon, warum er nichts gegen die Missstände getan hat, als er von 2007 bis 2013 bei einer Branchen-Größe wie Electronic Arts in Amt und Würden war. Und ausgerechnet das flexible Preismodell im Mobile Games-Bereich als Vorbild anzuführen, zeugt von einer gewissen Dreistheit - schließlich macht sich hier zunehmend das Phänomen breit, das Grundspiel zwar günstig oder gratis anzubieten, jedweden Komfort aber mit einer Bezahlschranke abzuschotten. Addiert man den kostenpflichtig per Ingame-Selling angeboten Kleinkram (von der Avatar-Gestaltung über Item-Hilfsmittel bis hin zu Gameplay-Erweiterungen und Zusatzinhalten) zusammen, landet man ganz schnell bei Summen, die ein gut ausgestattetes Vollpreis-Spiel in einem ganz andern Licht erscheinen lassen.

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