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PS4: Exklusiv-Interview mit Sony Computer Entertainment CEO Jim Ryan

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Exklusiv-Interview mit Sony Computer Entertainment CEO Jim Ryan  

"Wir waren immer zufrieden mit dem, was die Playstation 4 zu bieten hat"

06.11.2013, 15:02 Uhr | Nico Stockheim (ams)

PS4: Exklusiv-Interview mit Sony Computer Entertainment CEO Jim Ryan. Jim Ryan ist Präsident von Sony Computer Entertainment Europa (Quelle: Sony (Montage: t-online.de))

Jim Ryan ist Präsident von Sony Computer Entertainment Europa (Quelle: Sony (Montage: t-online.de))

Die Next-Gen-Konsolen - ein Thema, das Spieler auf der ganzen Welt seit geraumer Zeit beschäftigt. Insbesondere seit Sony am 20. Februar in New York die PS4 offiziell angekündigt hat. Microsoft folgte mit der Ankündigung der Xbox One wenige Wochen später und der Kampf um die Gunst der Spieler bei der nächsten Generation der Spielkonsolen hatte begonnen. Ein gutes Dreivierteljahr später ist es nun beinahe soweit. Die Playstation 4 erscheint am 15. November in den USA und am 29. November in Europa. Der beste Zeitpunkt, um uns für ein exklusives Gespräch mit Jim Ryan zu treffen, seines Zeichens Chef von Sony Computer Entertainment Europe. Wir haben Ryan letzte Woche am Frankfurter Flughafen zum Release der PS4, der Möglichkeit von Neuankündigungen im Spielebereich sowie zur Zukunft der PS Vita und PS Vita TV befragt.

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Exklusivinterview mit SCEE CEO Jim Ryan

t-online.de Spiele: Hallo. Es freut mich Sie kennenzulernen und danke, dass Sie sich für das Interview Zeit genommen haben.

Jim Ryan: Ebenso, es ist mir eine Freude. 

Noch etwa zwei Wochen bis zum US-Launch der PS4 und noch etwa ein Monat zum Start in Europa. Wer glauben Sie ist aufgeregter – die Spieler oder Sie alle bei Sony?

(Er lacht) - Ich glaube, alle sind ziemlich aufgeregt. Die Playstation 4 war lange Zeit in Entwicklung und wir sind sehr zufrieden, wie das Jahr 2013 bisher für uns gelaufen ist. Ich glaube, wir sind in einer guten Position. Unser Grundbestand für den Launch ist fertiggestellt und ist unterwegs. Jetzt kommen wir also zum spaßigen Teil, der Veröffentlichung und all den Dingen, die in dieser Zeit passieren. 

Momentan ist es ja fast unmöglich, überhaupt noch eine PS4 zum Launch zu ergattern, die ersten Kontingente sind bereits restlos vorbestellt. Waren Sie von der großen Nachfrage überrascht?

Ich glaube – nun wir haben bereits auf der Gamescom weltweit über eine Millionen Vorbestellungen angekündigt. Das war im August, die Zahlen sind nun also offensichtlich noch viel höher. In einem Ausmaß, dass diese Zahlen absolut einmalig sind. Ich glaube, es war schon eine Überraschung. Wir waren zwar immer sehr selbstsicher und zufrieden mit dem, was die Playstation 4 zu bieten hat, aber wenn man bereits drei Monate vor Veröffentlichung über eine Millionen Vorbestellungen hat, dann ist das schon etwas besonderes. 

Da wir nun schon über Zahlen sprechen. Dass es über eine Millionen Vorbestellungen gibt, haben Sie bereits auf der Gamescom erwähnt. Haben Sie mittlerweile etwas präzisere Zahlen?

Haben wir nicht. Eigentlich gibt es hier nichts hinzuzufügen, außer dass es deutlich mehr als eine Million sind. Was wir allerdings bereits gesagt haben ist, dass wir vorhaben, bis Ende März, wenn Sonys Geschäftsjahr endet, fünf Millionen Konsolen verkauft zu haben. Das ist die nächste Statistik, die wir dazu mitteilen.

Okay, dann belassen wir es dabei und widmen uns einer Feature-Frage. Das Gaikai-Streaming ist etwas, worauf die Spieler sehr gespannt sind, und in einem Interview mit den Kollegen der „Edge“ im August haben Sie gesagt, dass es für Europa noch keinen Fahrplan gibt. Hat sich daran etwas geändert? Gibt es ein Update?

Es gibt kein Update, das ich hier mitteilen kann. Was ich aber sagen kann ist, dass hart daran gearbeitet wird, den Service nach Europa zu bringen. Aber das ist schwer. Ich liebe Europa, die unterschiedlichen Kulturen, die Landschaften – es ist fantastisch. Wenn es aber um solche Dinge geht, wie behördliche Rahmenbedingungen oder die riesigen Unterschiede des Breitband-Netzausbaus, ist es schwer. Wenn man beispielsweise Schweden mit Süditalien vergleicht – da gibt es einiges, was sehr aufmerksam abgearbeitet werden muss. Und wenn wir diesen Dienst nach Europa bringen – was wir definitiv tun werden – dann muss er absolut passen, er muss den Playstation-Standards entsprechen. Deshalb arbeiten viele Leute bei Sony  sehr hart daran, aber wir sind noch nicht in der Lage, einen Zeitplan bekanntzugeben. Sorry!

Kein Problem. Ich hatte nicht mit einer konkreten Antwort gerechnet, um ehrlich zu sein.

Guter Versuch.

Ich musste nachfragen!

Ja, das mussten Sie! (Alle lachen)

Mit der Verschiebung von Driveclub bleiben nur noch zwei PS4-exklusive AAA-Titel  - Knack und Killzone: Shadowfall – und Watch Dogs, was für viele der Inbegriff eines Next-Gen-Titels ist, wurde ebenfalls verschoben. Haben Sie Bedenken, dass dieser kleine Knick die Absatzzahlen in den Wochen und Monaten nach dem Launch beeinflussen könnte?

Nein. Nein, auf keinen Fall. Und ich denke, Knick ist überhaupt keine schlechte Bezeichnung. Ich mache diese System-Launches nun schon – Ich sollte nicht sagen zu lange (alle lachen). Ich mache diese Launches nun schon seit langer Zeit und solche Dinge passieren nun mal. Tatsächlich ist es so, dass Spiele auch ausrutschen. Nicht nur zu Launch-Zeiten. Und die Standards für die AAA-Games sind so hoch wie noch nie. Wenn ein Spiel noch nicht fertig ist, ist es wichtig, dass sich Publisher und Entwickler die Zeit nehmen, es richtig zu machen. Und das respektieren wir. Wir respektieren, dass Ubisoft das macht und hoffen, dass deutsche Gamer unsere Entscheidung für Driveclub respektieren. Zwischen Launch und Weihnachten haben wir 34 Spiele, mehr als jemals auf irgendeiner Plattform zuvor. Im Gegensatz zu unserer Konkurrenz sind mehr als die Hälfte davon Exklusivtitel und darüber bin ich glücklich. Außerdem haben wir Anfang 2014 Spiele wie Driveclub, Watch Dogs, Infamous: Second Son oder auch Destiny – das ist doch auch okay. Damit sind wir zufrieden und es deutet alles darauf hin, dass wir unser Kontingent verkaufen.

In einer Werbung wurde vor kurzem noch einmal angekündigt, dass sich 24 Exklusivtitel von 14 Studios in Entwicklung befinden. Können wir während des Launchs und danach mit Ankündigungen rechnen?

Wissen Sie, wir tendieren dazu unsere Ankündigungen zu staffeln. Sie haben recht, all unsere Studios arbeiten an PS4-Inhalten und es ist durchaus möglich, dass es zum Launch einige Ankündigungen geben wird. Aber da ist noch nichts in Stein gemeißelt. Für Ankündigungen allgemein gibt es auch die Gamescom, die E3 und die Tokyo Game Show und wir versuchen die richtige Balance zwischen diesen weltweit wichtigen Events zu finden. Ich bin auch sehr froh darüber, dass die Gamescom als globales Event behandelt wird. Wir versuchen immer Ankündigungen für die E3, die Gamescom und die TGS bereitzuhalten.

Okay! Und wie steht es um den Plan für Playstation Plus? Die Driveclub-PS-Plus-Version erscheint zeitgleich mit der normalen Fassung. Können wir früh mit anderen AAA-Titeln für PS Plus rechnen?

Das ist eine gute Frage – und eine, die wir noch nicht beantworten können. Wir planen gerade noch den PS Plus-Kalender für PS3, PS Vita und PS4 für das nächste halbe Jahr. Alles was ich dazu jetzt sagen kann ist, dass das Angebot, das wir zusammenstellen, reichhaltig sowie abwechslungsreich wird und PS Plus-Abonnenten zufriedenstellen wird. Wir bleiben nach wie vor der Idee verpflichtet, dass der Kern des Playstation Plus-Angebots eine gute Anzahl an qualitativ hochwertigen Spielen ist.

Ja, ich glaube deshalb ist das etwas, was die Spieler wissen möchten. Indie-Games sind okay und eine Sache, aber die Frage bleibt: Wird es weitere AAA-Games geben?

Ich weiß. Nun – wissen Sie, ich würde die Frage so beantworten: Das wir Driveclub in das Playstation Plus-Angebot aufnehmen – ob das nun an Day One passiert oder später in 2014 – ist ein ziemlich deutliches Statement, wie wir PS Plus in punkto Spiele-Angebot angehen wollen.

Absolut. Lassen Sie uns nun ein wenig über die PS Vita sprechen. Ich habe das Gefühl, dass die Vita sich stärker auf Indie-Games und Remote Play mit der PS4 fokussiert. Wird die Vita ihr Potential als kleiner Bruder dann endlich voll ausschöpfen?

Das hoffen wir! Und wir sind sehr aufgeregt, was die Möglichkeiten betrifft, die Remote Play bietet. Von den 34 Spielen, über die ich bereits gesprochen habe, werden, glaube ich, 32 Remote Play unterstützen. Es wird also möglich sein, diese PS4-Spiele aus der Ferne auf der PS Vita zu spielen. Die einzigen, die nicht funktionieren, sind Spiele, die die PS4-Camera benutzen. Aber der Rest von diesen in vielen Fällen großartigen Spielen werden auf der Vita spielbar sein. Das ist doch ein ziemlich verlockender und mächtiger Zusatz für die Vita, oder nicht? Also – ja, wir haben ein gutes Gefühl.

Sehr beliebt ist auch das Crossbuy-Feature. Besonders Besitzer einer PS3 und PS Vita finden das spitze. Werden wir zukünftig mehr Crossbuy- / Crossplay-Titel sehen?

Diese Richtung ist generell etwas, an das wir absolut glauben. Wissen Sie, in alten Zeiten – die PS2 war ein unglaublicher Erfolg, aber sie war auch wie ein eingemauerter Garten. Wie ein Silo. Man steckt eine Disc rein und bewegt sich in dieser kleinen geschlossenen Welt. Jetzt ist die Welt viel verknüpfter, man sieht wie diese Mauern einreißen und neue Möglichkeiten und coole Dinge wie Crossplay, Crossbuy oder Remote Play. Und ich glaube, das ist etwas, wo wir – Sony – mit einem Portfolio an Spielkonsolen und anderen elektronischen Geräten ins Spiel kommen und bisher ungenutztes Potential entfesseln. Gaikai beispielsweise, um noch einmal darauf zurückzukommen, erlaubt diesen vielen großartigen Playstation-Spielen, die wir in unseren Archiven haben, potentiell auf unendlich vielen Geräten abgespielt zu werden. Was aufregend für die Spieler, aber auch für uns ist.

Dann wäre da noch die PS Vita TV – eine ziemlich überraschende Ankündigung. Was ist damit? Ich glaube viele Europäer und Amerikaner sind verrückt danach. Werden die sie irgendwann im Laden bekommen?

Nun, zunächst einmal wurde die PS Vita TV Anfang September in Japan angekündigt, weil Japan ein wahnsinnig großer Markt für Handheld-Geräte ist. Also war es eine sehr logische Sache. Das Gerät hat potentiell viele verschiedene Anwendungen und wir loten gerade aus, sammeln Feedback und forschen wie das Gerät in Europa ankommen und funktionieren könnte. Heute gibt es von mir keine Ankündigung, aber das ist etwas, was wir ganz genau im Auge behalten.

Vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview führte Nico Stockheim, t-online.de.

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