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Preview zu Gran Turismo 6 für PS3: Racing-Hit ohne Aha-Effekt

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Preview zu Gran Turismo 6 | Rennspiel| PS3  

Gran Turismo 6: Racing-Hit ohne Aha-Effekt

14.11.2013, 07:27 Uhr | (jr / nic), Richard Löwenstein

Preview zu Gran Turismo 6 für PS3: Racing-Hit ohne Aha-Effekt. Gran Turismo 6 Rennspiel-Simulation von Polyphony Digital für PS3 (Quelle: Sony)

Gran Turismo 6 (Quelle: Sony)

Im Jahr 1989 hat der japanische Videospiel-Entwickler Polyphony Digital mit dem ersten Racing-Game aus der Gran Turismo-Reihe die Spitze des Simulations-Genres erobert. Mehr als 70 Millionen verkaufte Rennspiel-Exemplare später überrascht der brandneue Teil Sechs vor allem dadurch, dass er auf jede Überraschung verzichtet. Am erstaunlichsten ist vielleicht, dass dieses High-End-Racing-Game zunächst ausschließlich auf der Playstation 3 an den Start geht - und nicht auf der zeitgleich debütierenden PS4. Auf der neuen Konsolen-Generation hätte sich die Reihe möglicherweise modernisieren und in weiterentwickelter Form präsentieren können. Diese Chance verpassen Design-Guru Kazunori Yamauchi und sein Team mit Gran Turismo 6.

Gran Turismo 6: Motorsport statt Rempeleien und illegale Wettrennen

Stattdessen erhalten Racing-Liebhaber einfach eine Portion mehr Motorsport, in exakt der realistischen Geschmacksrichtung, in der sie ihn aus vorangegangenen "Gran Turismo"-Spielen kennen und lieben gelernt haben. Wer genau das erwartet, wird begeistert sein.

Gran Turismo 6 zelebriert erneut Fahrkultur und die Liebe zum Automobil. Tatort für Positionskämpfe und diverse Fahrprüfungen ist in aller Regel die Rundstrecke. Anders als in "Need for Speed" fährt keineswegs zum Sieg, wer in Kurven am härtesten rempelt oder auf der Geraden den höchsten Top-Speed erreicht. In "Gran Turismo" räumt die Credits (also die Währung zur Freischaltung besserer Autos) ab, wer die Kurven optimal anfährt und das situationsgerechte Wechselspiel zwischen Gas und Bremse beherrscht.

Gran Turismo 6

Heiße Flitzer in der Rennspiel-Simulation "Gran Turismo 6".

Heiße Flitzer in der Rennspiel-Simulation "Gran Turismo 6".


Beste Austattung aller Rennspiele

Gelegentlich wirkt das Gameplay anachronistisch. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn man im Rahmen eines Fahrtrainings an Bord eines langsamen Nissan-Kleinwagens durch einen Hütchen-Parcours schleichen soll. Das Gameplay will eben nicht um jeden Preis kicken, sondern zwingt einen zur Verbesserung von Reaktionsfähigkeit und Fahrkönnen - und stellt dabei manchmal eher die Geduld des Spielers auf der Probe, der nicht derart langsam um die Kurve zuckeln möchte.

Durchbeißen lohnt sich allerdings, denn das Freispiel-Material reicht für Wochen und Monate. Gran Turismo 6 punktet mal wieder in seiner Parade-Disziplin: Die Ausstattung fährt Forza und andere Konkurrenzspiele locker an die Wand.

Über 1200 Fahrzeuge am Start

Nicht weniger als 1200 verschiedene Nachbildungen real existierender Fahrzeuge enthält das Mammutprojekt nach Angabe des Herstellers. Darunter finden sich so klangvolle Namen wie Tesla Model S, McLaren MP4-12C oder Audi Sport Quattro S1 Rally Car ’86. Macht unterm Strich rund 120 Fahrzeuge mehr als beim Vorgängerspiel. Der Fuhrpark umfasst traditionell aktuelle Alltagsautos genauso wie Supersportwagen und historische Gefährte. Als weitere Motivationshilfe winken 500 sogenannte "Premium Cars", also solche mit besonders vielen optischen Details.

Die Rennstrecken

Austoben kann man sich auf allen bereits in "Gran Turismo 5" eingesetzten Rennstrecken. Dazu kommen aber auch sieben neuen Rundkurse, darunter der berühmte Silverstone Circuit. Das hebt die Zahl der Pisten auf 33, von denen es jede im Schnitt in zwei Varianten gibt. Ergibt unterm Strich 71 verschiedene Aneinanderreihungen von engen Kehren, schnellen Kurven und langen Geraden.

Den Rückspiegel einstellen und anschnallen bitte!

Der Ankündigungstrailer zur neuen Racing-Simulation Gran Turismo 6 für PS3 und PS4.

Der Ankündigungstrailer Gran Turismo 6.


Dort kann man dann Reifen, Felgen und Spoiler in sein Fahrzeug einbauen und Rundenzeiten Zehntelsekunde für Zehntelsekunde abschleifen. Dass Polyphony Digital mit dem Reifenhersteller Yokohama gemeinsam an der Simulation der Reifen-Physik arbeitet, belegt ein weiteres Mal den hohen Grad an Realitätsnähe, der die "Gran Turismo"-Spiele seit jeher prägt.

Realität trifft auf Simulation

Wie sehr sich der autoverrückte Serienschöpfer Kazunori Yamauchi in kleinste Kleinigkeiten verbeißen kann, das zeigt zum Beispiel eine Neuerung namens "Edge Effect": Man kann die Daten einiger realexistierender Fahrzeuge per ECU-Kabel aus dem Motorsteuergerät auslesen und ins Spiel importieren. Der simulierte Toyota GT86 beispielsweise verfügt dann über dieselben Beschleunigungs-Werte wie das Modell beim Autohändler um die Ecke. Schade, dass diese Verknüpfung aus realer und simulierter Welt vorläufig nur mit einigen Toyota-Modellen funktioniert.

Beschleunigtes Spielerlebnis

Und was leistet die neue Software-Unterbau, der laut Hersteller durch gesteigerte Realitätsnähe das Fahrerlebnis intensivieren soll? Mit Hilfe einer neuen Engine simulieren die Macher eine verbesserte Radaufhängung und eine allgemein optimierte Fahrphysik. Nun, in der Praxis, fühlt sich die Steuerung vielleicht einen Tick geschmeidiger und direkter an als bei "Gran Turismo 5".

Die Grafik zeigt dagegen keine allzu bedeutsamen Fortschritte im Vergleich mit dem Vorgängerspiel. Der Detailgrad an den Fahrzeugen verblüfft wie eh und je, die Kulissen sehen etwas plastischer, aber immer noch karg aus. Die hohe Framerate von 60 Bildern pro Sekunde bildet weiterhin eine prima Basis für ein flüssiges Spielerlebnis, das sich durch ein beschleunigtes Benutzerinterface und verkürzte Ladepausen diesmal deutlich besser entfalten kann als zuvor.

Was uns gefällt

Die gewaltige Ausstattung mit über tausend originalen Fahrzeugen und Tuning-Teilen bleibt unerreicht. Durch spürbar verkürzte Ladezeiten wirkt das Gameplay insgesamt dynamischer. 

Was uns nicht gefällt

Im Vergleich zum Vorgängerspiel Gran Turismo 5 sind eher wenig neue Gameplay-Merkmale und Fahrzeuge enthalten. Die Grafik macht ebenfalls keinen Sprung nach vorne und wirkt im Vergleich mit anderen aktuellen Rennspielen bieder.

Fazit

Mehr Motorsport geht nicht: Gran Turismo 6 bietet mehr von dem, was die Rennsimulationen aus der Gran Turismo-Reihe seit jeher groß macht: eine realitätsnahe Abbildung einer großen Fahrzeug-Bandbreite, die auf Rennstrecken in aller Welt an den Start geht. Das Spiel zelebriert Fahrkönnen und die Liebe zum Automobil. Dabei wirkt Teil Sechs geschmeidiger und dynamischer als Teil Fünf, bei nochmals aufgewerteter Ausstattung.

Infos zum Spiel

Titel: Gran Turismo 6
Genre: Rennspiel
Publisher: Sony
Hersteller: Polyphony Digital
Release: 6. Dezember 2013
Preis: zirka 65 Euro
System: PS3
USK-Freigabe: Ab 0 Jahren
Eindruck: Sehr gut

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