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Test The Legend of Zelda – A Link Between Worlds für 3DS: Kleiner Held in großem Abenteuer

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Test The Legend of Zelda – A Link Between Worlds | Action-Adventure | 3DS  

Kleiner Held in großem Abenteuer

15.11.2013, 15:06 Uhr | (jr / nic), Richard Löwenstein

Test The Legend of Zelda – A Link Between Worlds für 3DS: Kleiner Held in großem Abenteuer. The Legend of Zelda: A Link Between Worlds - Action-Adventure für 3DS (Quelle: Nintendo)

The Legend of Zelda: A Link Between Worlds - Action-Adventure für 3DS (Quelle: Nintendo)

Ein schweres Erbe hat "A Link Between Worlds" anzutreten, denn Entwickler und Publisher Nintendo positioniert das neueste Action-Adventure aus der "Legend of Zelda"-Reihe als spirituellen Nachfolger des legendären Abenteuerspiels "A Link to the Past", einem Meisterwerk der Spielegeschichte aus den frühen 90er-Jahren. Die Besucher der Wertungs-Webseite Metacritic lassen es mit 95 Punkten - von maximal 100 möglichen - bis heute hochleben. Schwer zu sagen, wie "A Link Between Worlds" eines Tages im Vergleich abschneiden wird. Aber bestimmt nicht schlecht, so liebevoll wie Nintendo dieses große Abenteuer auf dem kleinen 3DS-Handheld inszeniert.

Der König der Finsternis

Wie immer bei einem Zelda-Abenteuer steht ein kleiner Junge im grünen Gewand im Mittelpunkt. Unvorhersehbare Ereignisse reißen den Buben namens Link aus seinem braven Leben heraus und machen ihm zum mutigen Helden -und schließlich gar zum Retter der Welt. Diesmal schmiedet ein böser Bube namens Yuga finstere Pläne. Gleich zu Beginn stellt sich Yuga in einer dramatisch veranschaulichten Dialogszene als "Sammler wahrer Schönheit" vor und verschleiert damit die Tatsache, dass er Menschen ungefragt in Wandgemälde einschließt. Letzten Endes will er auf diesem Weg Ganon wiederbeleben, den König der Finsternis, der in früheren Zeiten mit Hilfe der sieben Weisen besiegt wurde.

Ein Bub wird zum Held

So beginnt also die Odyssee von Link, die ihn durch die Königreiche von Hyrule und Lorule - eine Art Schatten-Version von Hyrule - führt. Die Oberwelt ist solange frei begehbar, bis Link auf unzerstörbare Felsen, versperrte Tore und ähnliche Hindernisse trifft, die seine Fähigkeiten übersteigen. Indem er sich Werkzeuge und Können aneignet, öffnet sich die Welt danach Stück für Stück. Mit Hilfe von Pfeil und Bogen löst Link beispielsweise Schalter aus, die sonst unerreichbar wären.

Kämpfe zählen ebenfalls zum täglich Brot. Wachen, Elektrokakteen und allerlei andere seltsamen Kreaturen wollen besiegt oder umgangen sein, je nach Temperament des Spielers. Auf die Angreifer draufhauen, das reicht anfangs. Später dann muss man sich mehr einfallen lassen. Felsgolems beispielsweise reagieren nur im Moment der Bewegung auf Attacken, und Tintenwerfer feuern ihren Ballast sporadisch in alle vier Himmelsrichtungen. Da braucht man eine gute und flinke Reaktion, dazu eine durchdachte Angriffstaktik und ein präzises Timing.

Mehr Handlungsfreiheit

Bei alldem fühlt sich "A Link Between Worlds" offener und zugänglicher als die letzten Teile aus der Reihe an. Warum? Weil der Held bei seinen Wanderungen durch Hyrule vergleichsweise selten auf Grenzen und Barrikaden trifft. Man kann von Beginn an sehr viele Bereich des Geländes erwandern und erforschen. Teilweise ist das auf einen Helfershelfer zurückzuführen, den die "Zelda"-Reihe neu einführt: Ein schräger Händler namens Ravio vertickt gehobene Ausrüstung gegen Bezahlung durch gesammelte Rubine. Er bietet Werkzeuge und Tipps insbesondere dann an, wenn man zu häufig an einer Herausforderung scheitert. Dadurch wirkt die Welt offener und das Gameplay freiheitlicher.

Klare Spielstrukur

Nach und nach bringt einen der Spielablauf mit etlichen Freunden und Feinden und Aufgaben zusammen. Nichts spektakuläres, eher banaler Stoff der Marke Finde-den-Schlüssel oder Rette-meine-Tochter. Aber die Missionen sind deutlich formuliert, und Ziele auf der Minikarte auf dem unteren Bildschirm klar markiert. Trotz der hinzugewonnenen Bewegungsfreiheit überzeugt das Gameplay mit guter Struktur. Man kommt sich nie hilflos oder verloren vor.

Variantenreiche Herausforderungen verkitten das alles zu einem faszinierenden Ganzen. Man stellt in Fluchtszenen Reaktionsvermögen unter Beweis, genießt in variantenreich inszenierte Bossgegner-Auseinandersetzungen mit Yuga und seinem Gefolge den Adrenalinschub und sammelt gelegentlich bei Wettläufen und Minispielen extra Rubine oder etwas Entspannung.

Grafik im Retrolook

Bei Betrachtung der Szenerie von "Legend of Zelda: A Link Between Worlds" fällt auf, wie sehr sich die Gamedesigner um eine charmante Mischung aus Retrolook und Moderne bemühen. Den größten Teil der Zeit zeigt die Kamera die bunten Häuser und grünen Bäume, schönen Paläste und dunklen Kerker aus der Draufsicht - fast wie im geistigen Vorgängerspiel von 1992. Die Wahl der Draufsicht-Perspektive bedeutet keineswegs zweidimensionales Gameplay.

Indem Link Treppen erklimmt oder von Klippen springt, wechselt er zwischen verschiedenen Ebenen und Brücken, Schluchten und Gipfeln. Manche Gegner machen davon ebenfalls Gebrauch. Springkobolde zum Beispiel wechseln zwischen sich hebenden und senkenden Plattformen, so dass man sich in ihrer Gegenwart nie allzu sichern fühlen darf. Die Höhenunterschiede kommen besonders hübsch rüber, wenn man den 3D-Regler der 3DS-Konsole voll aufdreht.

Perspektive Tricks

Nahtlose Schwenks von der Draufsicht in die dreidimensionale Perspektive bringen gelegentlich Schwung in die Kameraführung. Das geschieht beispielsweise, wenn Bossgegner mit lautem Gebrüll ihr Kommen avisieren - oder wenn Link einen seiner wichtigsten Tricks anwendet: Er tritt dann an Wände und Mauern heran und verwandelt sich auf Tastenkommando sozusagen in einen Schatten seiner selbst. Danach wandelt er wie ein lebendiges Poster über Wände und Mauer, schwerelos und unerreichbar für Attacken.

Link zwängt sich auf diese Weise durch enge Felsspalten und überwindet Schluchten, die für einen Held aus Fleisch und Blut unpassierbar wären. Das klappt allerdings nur ein paar Sekunden lang, so dass stets Eile geboten ist. Diese Spielidee wird konsequent umgesetzt und ist Basis für viele Puzzles und Geheimkammer-Entdeckungen.

20 Stunden Spieldauer

Überraschend ist sicherlich, das "A Link between Worlds" viele dieser Elemente bereits recht früh ins Spiel einbringt. Das Abenteuer schlägt von Beginn an ein hohes Tempo an. Link bekommt quasi sofort nach Spielbeginn Schwert und Schild zugesteckt und wird in eine Gruft unterhalb einer Kirche gelotst. In diesem ersten Verlies tappt er durch das Dunkel, darf Geisterkreaturen meucheln und mit Hilfe von Lichtquellen den Weg zum Ausgang erschließen. Spannender Einstieg in ein packendes Abenteuer, das noch etliche weitere Dungeon-Erlebnisse umfasst - und insgesamt rund 20 Stunden flottes Gameplay voller Höhepunkte.

Was uns gefällt

Das sehr abwechslungsreiche Gamedesign mit Kampfszenen in wechselnden Arealen, spannenden Reaktionstests und intelligenten Puzzles nebst packenden Bossgegner-Höhepunkten. Die Eindeutschung hat Nintendo wieder einmal vorbildlich hinbekommen: Niemand übersetzt Texte derart liebevoll wie das Team aus Großostheim.

Was uns nicht gefällt

Schade, dass sich das Abenteuer nach 18 bis 20 Spielstunden bereits dem Finale nähert. Der nach dem Finale erreichbare Helden-Modus mit erhöhtem Schwierigkeitsgrad und Extraboni motiviert dennoch zum erneuten Durchspielen.

Fazit

Nintendo erfindet die "Zelda"-Reihe für "A Link Between Worlds" zwar nicht neu. Aber es stecken genug Fantasie, Ideen und Herausforderungen in diesem Werk, das auch Serienkenner mit Begeisterung bei der Sache sind. Es ist einfach immer wieder schön, mitzuerleben, wie ein kleiner Junge zum großen Helden heranwächst. Klare Kaufempfehlung für Abenteurer jeden Alters.

Infos zum Spiel

Titel: The Legend of Zelda - A Link Between Worlds
Genre: Action-Adventure
Hersteller / Publisher: Nintendo
Release-Termin: 22.11.2013
Preis: zirka 45 Euro
System: Nintendo 3DS
USK-Freigabe: Ab 6 Jahren
Wertung: Sehr gut

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