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"Thief": So spielt sich das diebische Revival

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Preview Thief | Stealth-Action-Adventure | PC, PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One  

Diebisches Revival

02.11.2013, 08:32 Uhr | Olaf Bleich (jr / nic), Medienagentur plassma

"Thief": So spielt sich das diebische Revival. Thief Stealth-Actionspiel für PC, PS3, PS4, Xbox 360 und Xbox One von Eidos Montreal (Quelle: Square Enix)

Thief (Quelle: Square Enix)

1998 begründete "Dark Project: Der Meisterdieb" von Entwickler Looking Glass gemeinsam mit Titeln wie "Metal Gear Solid" und "Tenchu" das Stealth-Action-Genre. Das Besondere damals: Man steuerte den diebischen Leisetreter Garrett aus der Ich-Perspektive. "Dark Project: Der Meisterdieb" und der 2000 veröffentlichte Nachfolger "Dark Project 2: The Metal Age" ebneten den Weg für action-orientiertere Nachfolger wie "Splinter Cell" oder "Assassin's Creed". Gut 15 Jahren nach dieser Schleich-Revolution will Eidos Montreal "Thief" auf dem PC sowie für die aktuelle (PS3, Xbox 360) und die kommende Konsolen-Generation(PS4, Xbox One) mit neuem Leben erfüllen.

Thief: Eine Stadt in Angst

Thief erzählt die Geschichte der geistigen Vorväter nicht neu, lehnt sich aber an diese an. Das Action-Adventure spielt erneut in einer Welt, die Mittelalter, Technologie und Alchemie miteinander verbindet. Doch statt eines Utopias findet man hier eine zerrissene Gesellschaft vor: Die Armen fristen im Kampf ums Überleben ein trauriges Dasein, während die Reichen in Saus und Braus leben. Hauptfeindbild im Spiel ist Baron Northcrest, der die Bürger der Stadt unterjocht, während der charismatische Orion versucht, die Menschen zu einer Rebellion zu vereinigen. Meisterdieb Garrett ist das alles herzlich egal. Er stiehlt einfach von allen, damit er davon leben kann. Und dennoch soll er im Spielverlauf zwischen die Fronten geraten.

Einsamer Held

Wie schon 1998 steuern Sie Garrett aus der Ego-Ansicht durch die Straßen und über die Dächer der Stadt. Allerdings beginnt Thief im Glockenturm, Garretts heimlichem Lager. Hier versteckt er seine Beute und hortet zudem Geheimnisse wie Bilder oder Medaillen. Aus dem luftigen Heim startet er allerdings auch die Reise in die Distrikte der Stadt. Ähnlich wie in Dishonored sind Bezirke wie die Docks, die Altstadt oder Auldale frei erkundbar. Ein klassisches Open-World-Spiel ist Thief aber nicht. Denn nachdem man auf der Karte einen Zielort ausgesucht hat, folgt ein Ladebildschirm, ehe Garrett selbst vor Ort ist. Grundsätzlich ist der Meisterdieb im Action-Adventure von Eidos Montreal ein gesuchter Verbrecher. Er kann sich also nicht frei bewegen. Entdecken ihn die patrouillierenden Wachen, rufen sie Verstärkung und greifen sogar an. Trotz Schwert und Knüppel ist Garrett schwach auf der Brust. Ein paar Schläge, und er geht zu Boden. Daher sollten Sie jede direkte Konfrontation meiden und bei den Missionen lieber auf List,Tücke und Heimlichkeit setzen.

Meisterdieb Garrett schleicht wieder

Der neueste Trailer zur Neuauflage des Action-Adventure und Stealth-Klassikers Thief.

Der neueste Trailer zur Neuauflage des Klassikers Thief.


Trickreich, leise, geschickt!

Innerhalb der einzelnen Distrikte der Stadt findet man Haupt- und Nebenmissionen. Neue Aufgaben holt sich Garrett beispielsweise bei dem dicken Ganoven Basso unter einer verwitterten Taverne. Der schickt Garrett auf erste Diebestouren: Der Langfinger soll ein Bild stehlen, einen Tresor knacken oder einen von Basso verlorenen Stift finden. Auf seinen nächtlichen Diebeszügen kann Garrett durch erleuchtete Fenster in die Häuser einsteigen. Hier durchwühlt er Schubladen, knackt in Mini-Spielen ähnlich wie in "Skyrim" Kisten oder sucht Bilderrahmen nach versteckten Schaltern ab. Wertvolle Gegenstände verkauft man anschließend beim Händler und kann sich im Gegenzug Erweiterungen für sein Inventar leisten.

Wichtigstes Werkzeug: Pfeil und Bogen

Wie schon im Original ist der Bogen weiterhin Garretts Waffe der Wahl. Die verschiedenen Spitzen ermöglichen dem Schlitzohr jede Menge Möglichkeiten zum Interagieren mit der Umgebung. Mit dem Seilpfeil lässt Garrett an Ankerpunkten Taue herunter, an denen er hochklettern kann. Mit Wasserpfeilen löscht er Fackeln und sorgt damit für die so wichtige Dunkelheit. Der "Broadhead"-Pfeil dient als Allzweck-Werkzeug - notfalls auch zum Bekämpfen von Soldaten.

Im Schutz der Schatten

Generell kann Garrett nur an bestimmten Punkten auf Dächer klettern oder seine Pfeil zum Einsatz bringen. Nützliches und gleichzeitig optionales Hilfsmittel ist der Fokus. Mit dieser speziellen Ansicht werden alle notwendigen Interaktionspunkte sofort erkennbar. Diese Art der Umgebungsrätsel stehen in Thief an oberster Stelle. Garrett auf der anderen Seite darf beim Erkunden der Areale nicht entdeckt werden und huscht via Druck auf die Schultertasten des Controllers von einer Deckung zur nächsten.

Was uns gefällt

Spielerisch und technisch unterscheidet sich Thief von einem Großteil der aktuellen Spiele-Generation. Das Finden des richtigen Weges und ruhiges, taktisches Vorgehen bestimmen das Geschehen. Das Mittelalter-Szenario wirkt in sich spannend und stimmig. Die Fülle an Haupt- und Nebenaufgaben sind ein Garant für viele Spielstunden und unterhaltsame Diebestouren.

Was uns nicht gefällt

Die Steuerung ist in der Vorab-Version alles andere als einfach und erfordert viel Eingewöhnung. Garrett kann nicht frei mit allen Gegenständen interagieren, sodass beispielsweise das Klettern auf Dächer nur an bestimmten Stellen möglich ist. Da gönnen einem Titel aus der "Splinter Cel"- oder "Assassin's Creed"-Reihe mehr Freiheiten.

Fazit

Thief ist ein ungewöhnliches Spiel: Leise, ruhig und ein wenig verkopft. Aber die tolle Umgebungsgrafik und die anspruchsvollen Rätsel machen Garretts neuestes Abenteuer zu einer attraktiven Alternative zu den übrigen Action-Abenteuern des kommenden Jahres.

Infos zum Spiel

Titel: Thief 4
Genre: Stealth-Action
Publisher: Square Enix
Hersteller: Eidos Montreal
Release: 2014
Preis: Noch nicht bekannt
System: PC, PS4, Xbox 720
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Einschätzung: Sehr gut

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