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Spieletest zum Ego-Shooter Killzone: Shadow Fall von Sony für die PS4

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Test Killzone: Shadow Fall | Ego-Shooter | PS4  

Feuer frei für die nächste Generation

18.11.2013, 14:14 Uhr | Michael Förtsch (jr / nic) , Richard Löwenstein

Spieletest zum Ego-Shooter Killzone: Shadow Fall von Sony für die PS4 . Killzone: Shadow Fall Ego-Shooter exklusiv für PS4 von Sony (Quelle: Sony)

Killzone: Shadow Fall (Quelle: Sony)

Was der beste Grund ist für den Kauf einer Playstation 4? Na, man kann sich das Science-Fiction-Feuerwerk "Killzone: Shadow Fall" nach Hause holen. In diesem Ego-Shooter aus dem Hause Guerilla Games darf der Spieler tüchtig aufräumen und einen Eindruck bekommen, was für ein Feuerwerk an Bildern und Gefühlen der exklusive Launch-Titel auf Sonys neuer Konsolen-Generation auslöst. "Killzone: Shadow Fall" punktet aber nicht nur mit Bombast und prachtvollen Bildern, sondern beweist auch Mut zur Farbe und impft dem vertrauten Dauerfeuer-Gameplay durch Action auf offenen Ebenen neue Impulse ein.

Killzone: Shadow Fall - Ab in die Zukunft

Sofort nach Einlegen der Spieledisk und den ersten bewegten Bildern merkt man: "Killzone: Shadow Fall" will nicht nur Serienkenner begeistern, sondern auch das Interesse von Action-Einsteigern wecken. Das Game zieht einen klaren Strich unter die bisherige Handlung. Denn erst 30 Jahre nach dem Ende von "Killzone 3" setzen die Ereignisse an. Der Krieg zwischen den Gutmenschen der Planeten-Allianz ISA und den Horden des Helghast-Imperium ist beendet. Der Heimatplanet der Helghast wurde zerstört, die bösen Buben sind in Enklaven auf dem Planeten Vekta interniert. Dumm nur, dass die Geschlagenen ihre Niederlage nicht akzeptieren. Anschläge und Übergriffe sind an der Tagesordnung. Als Retter der Situation kommt der Soldat Lucas Kellan ins Spiel.

Offenes Terrain statt geradlinigem Gameplay

In der Haut von Kellan erledigt der aus der Ego-Perspektive agierende Spieler eher belanglose Aufträge wie etwa das Infiltrieren einer Kommunikationsstation oder die Befreiung gefangener Agenten. Letzten Endes soll man bestimmte Punkte auf einer Karte erreichen und gewisse Ziele zerstören, fertig. Nebenbei entfaltet sich ein kleines bisschen Handlung, allerdings ohne dass sich Situationen besonders dramatisch oder menschlich zuspitzen. "Shadow Fall" lebt eher von seinem Gameplay als seiner Handlung.

Killzone: Shadow Fall Trailer

Der Ankündigungstrailer zum neuen Teil der PS4-exklusiven Ego-Shooter-Reihe Killzone.

Der Ankündigungstrailer zum neuen PS4-exklusiven Killzone.


Schon bald fällt auf, dass das Spiel mit der geradlinigen Aneinanderreihung schlauchartiger Kulissen aus bisherigen Killzone-Produktionen bricht. "Shadow Fall" ist zumindest abschnittweise durch große Areale geprägt, in denen sich der Spieler selbst einen Weg ins nächste Etappenziel sucht. Das kann ein verschlafenes Wäldchen, ein Stadtteil in einer Helghast-Enklave oder eine wunderschöne Wohnkolonie samt Park mit Kirschblütenhain sein.

Ein Action-Feuerwerk

Das Gameplay gibt sich einfallsreicher und vielschichtiger als im Vorgängerspiel. Angreifer stellen sich einem in mannigfaltigen Varianten entgegen: mal als dick gepanzerte Kerls, die richtig viel Beschuss wegstecken, dann als flinke Scharfschützen, die aus dem Hinterhalt für Spannungsspitzen sorgen, oder zur Abwechslung als unsichtbare Attentäter, die einem den Angstschweiß auf die Stirn treiben.

Dabei ist Kellan oft allein unterwegs, nur gelegentlich stehen ihm KI-Kameraden der Armee zur Seite. Diese erweisen sich dann jedoch tatsächlich als wirkungsvolle Unterstützung, indem sie Schützenhilfe leisten oder einen per Zuruf vor Gefahren warnen. Auch wenn sich die Missionszielen ähneln, fühlt sich das Gameplay insgesamt abwechslungsreich an.

Gameplay mit Alternativen

Außerdem darf der Spieler sein Tempo ob selbst bestimmen und frei entscheiden, ob er eher forsch oder taktisch vorgeht. Man kann mit einem dicken Sturmgewehr wild feuernd eine Brücke stürmen oder aber einen Umweg gehen, einen Abgrund überwinden und durch den Hintereingang das Ziel erreichen. Beides ist möglich.

In der Praxis erweist sich die direkte Konfrontation meist als die effektivere Variante, somit bleibt "Shadow Fall" bei seinen Leisten. Es fühlt sich befreiend an, wenn man mit dem M82-Sturmgewehr oder einer Schrotflinte in eine Ruine voller Helghast einfällt, dort Zunder gibt und die Wirkung des Dauerfeuers bestaunt: Überall sprühen Funken, und Teile der Kulissen zerplatzen.

Taktische Erweiterungen

Die ganze Ballerei geht sehr simpel von der Hand. Typische Shooter-Steuerung an der Konsole eben: Laufen und Zielen erledigt man mit den Sticks, das Anlegen und Feuern mit den Schultertasten. Doch findet das alles deutlich gemächlicher statt als etwa in "Call of Duty Ghosts".

Hier und da kommen auch die Besonderheiten der PS4 zum Einsatz, etwa das Touchpad am neuen Controller. Durch eine simple Wischgeste aktiviert man eine kleine Drohne namens Owl und gibt ihr Anweisungen mit auf den Weg: Sie kann Gegner angreifen, ein Schutzschild errichten oder ein Seil abschießen, das einen über eine Schlucht trägt. Das bringt ein bisschen taktische Finesse ins Spiel. Weitere Tricks - etwa Gegner durch Wände sichtbar zu machen - kann der Spieler via Steuerkreuz aktivieren.

Sehenswerte Zukunft

In Sachen Grafik und Ton sattelt "Shadow Fall" nochmal deutlich auf das hohe Niveau der Serie drauf. In wunderschönen Wäldern fingern Sonnenstrahlen durch die Baumkronen, in den Fassaden gewaltiger Wolkenkratzer spiegelt sich das Licht, Wasserfälle sind kaum von Naturaufnahmen aus einer TV-Dokumentation zu unterscheiden.

An Dynamik gewinnt das Ganze durch brachiale Animationen. Explosionen reißen ganze Häuser in Stücke, bei Feuergefechten fliegen Funken und Schutt durch das Bild. Und lässt man beim Nahkampf einen Helghast-Soldaten nahe an sich heran, ist sogar die Naht an seiner Schiffchen-Mütze erkennbar. Man sieht schon, dass das hier auf einer Playstation 4 stattfindet.

Allerdings ist das Tempo des Bildaufbau verbesserungsbedürftig: "Shadow Fall" zeichnet seine Bilder im Einzelspielermodus nur 30-mal pro Sekunde neu und wirkt dadurch weniger flüssig und geschmeidig als beispielsweise ein "Call of Duty: Ghosts" mit seiner doppelt so hohen Bildwiederhol-Rate.

Was uns gefällt

Die Singleplayer-Kampagne umfasst rund zehn Stunden Spieldauer, das ist deutlich mehr als bei den anderen aktuellen Ego-Shootern. Einige eher hell und bunt gezeichnete Areale lockern das serientypische braune Industriedesign auf, das tut der Abwechslung gut.

Was uns nicht gefällt

Die Figuren sind großartig gezeichnet, bleiben als Charakter aber etwas flach und eindimensional. Die Missionsziele wirken oft aufgesetzt. Hier würde man sich ein schlüssigeres Zusammenwirken von Handlung und Aufgaben wünschen. Der Mehrspieler-Part ist unterhaltsam, aber etwas arm an Tempo.

Fazit

Auch wenn "Shadow Fall" durch und durch ein "Killzone" ist, setzt das Gameplay doch auch eigene Akzente: Die offenen Areale und taktische Facetten bergen auch für Serienkenner so manche Überraschung. Wer sich eine PS4 ins Haus holt, braucht "Killzone: Shadow Fall" - so einfach ist das.

Infos zum Spiel

Titel: Killzone - Shadow Fall
Genre: Ego-Shooter
Publisher: Sony
Hersteller: Guerrilla Games
Release-Termin: 29. November 2013
Preis: zirka 70 Euro
System: PS4
USK-Freigabe: Ab 18 Jahren
Wertung: Sehr gut

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