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Ryse - Son of Rome: Test zum Exklusiv-Launchtitel für die Xbox One

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Test Ryse: Son of Rome | Actionspiel | Xbox One  

Der Rachedurst des Legionärs

22.11.2013, 15:25 Uhr | (jr / ams) , Richard Löwenstein

Ryse - Son of Rome: Test zum Exklusiv-Launchtitel für die Xbox One. Ryse Son of Rome Actionspiel für Xbox One von Crytek (Quelle: Microsoft)

Ryse: Son of Rome (Quelle: Microsoft)

Monumentale Sandalen-Filme der Marke "Spartacus", "Gladiator" oder "300" sind ein bisschen aus der Mode gekommen. Macht nichts - ab dem 29. November kann man seine Dosis an Massenszenen eben auf der Xbox One sichern. Beim Actiongame "Ryse: Son of Rome" des Frankfurter Entwicklerstudios Crytek, einem der exklusiven Launchtitel für Microsofts Next-Gen-Konsole, kämpft sich ein rachelustiger Römer seinen Weg durch Horden barbarischer Angreifer, um seine getötete Familie zu rächen und als General das Römische Reich zu retten.

Ryse: Son of Rome - Gegner bezwingen mit dem Kurzschwert

Ein bisschen angeberisch wirkt das Werk von Entwickler Crytek ja schon. Kein anderes Debütgame für die Xbox One verlässt sich derart auf spektakuläre Bildsprache. Einzige Aufgabe der Kamera hinter der Heldenfigur namens Marius Titus scheint es zu sein, Rüstung und Muskelspiel des römischen Soldaten wirkungsvoll in Szene zu setzen. Man spürt förmlich die Wucht, mit der sich der Elitesoldate mit dem Gladius - dem römischen Kurzschwert - durch die Reihen der wie geklont wirkenden Barbarengegner kämpft.

Das Spiel zeigt ziemlich schonungslos, welch verheerende Wirkung eine solche Nahkampfwaffe in den Händen eines rachedurstigen Berufssoldaten entfaltet, auch wenn Kamerafahrten und Dialogszenen gelegentlich das Tempo drosseln, die menschliche Seite des Helden zeigen und seine Beweggründe erklären.

Monumentale Massenszenen

Letzten Endes müssen Familie und Rachegelüste als Motivation dafür herhalten, dass Marius Titus zu Felde zieht. Er marschiert in "Ryse" quer durch das römische Reich und schaltet auf wechselnden Schlachtfeldern - in mächtigen Tempelanlagen, an weiten Stränden und düsteren Wäldern, schließlich im riesigen Kolosseum - mit wechselnden Waffen seine Gegner aus.

Zwischendurch sorgen Herausforderungen inmitten brennender Schiffe oder kleine Öffne-das-Tor-Puzzles für visuelle und intellektuelle Höhepunkte. Das klingt alles recht banal, spielt sich aber eine Zeitlang so charmant wie bei den ähnlichen angelegten Action-Spektakeln "Spartan: Total Warrior" und "Batman: Arkham City". Nur kommen eben Gladius-Kurzschwert, Pilum-Wurfspieß oder Kriegs-Axt anstelle von Feuerball und Batarang zum Einsatz.

Gelungenes Kampfsystem

Auch das Tempo ist vergleichbar. Das Gameplay wirkt ein bisschen gemächlich und punktet dafür mit guter Kontrollierbarkeit. Es gilt, immer in Bewegung zu bleiben, einen Gegner zu attackieren und währenddessen mit Schild und Rundumschlägen die Angreifer rundherum auf Distanz zu halten. Wer gekonnt zwischen Attacke, Blockade und Ausweichschritt wechselt und das Timing hinbekommt, bei dem flutschen die Kombos nur so über den Bildschirm.

"Ryse" wechselt kontinuierlich zwischen graziler Kampfchoreographie und brutalen "Finishing Move"-Inszenierungen. Erfolgreiche Krieger füllen mit ihren Attacken im Nu ihr Kombo-Meter und rufen sodann Boni zu Hilfe, die sich als Segen verschiedener römischer Gottheiten postulieren.

Einfallslose Angriffsformationen

Zum Beispiel sorgt der Mars für mehr Schaden, Apollo für einen temporären Gesundheitsschub, während Jupiter zusätzliche Fokusenergie für besonders effektive Zeitlupen-Attacken gewährt. Auch Kinect wird unterstützt: Sobald man "Deckung" ins Mikro brüllt, tun verbündete Bogenschützen genau das - sie sorgen für zeitweiligen Schutz. Die Truppen in der Schlacht mit Sprachbefehlen und Gesten zu dirigieren, das gehört zu den interessanteren Elementen des Gameplays. Wer per Smart Glass-App sein Mobilgerät an die Xbox One koppelt, kann sich zusätzlich auf dem Sekundär-Bildschirm über seinen Fortschritt innerhalb der Kampagne informieren und ablesen, welche Erfolge bereits erzielt wurden.

Nach acht Stunden macht sich allerdings Dankbarkeit, weil sich das Gemetzel dem Ende nähert. Denn irgendwann ist die Luft raus, vor allem, weil sich die Gegnertypen wiederholen. Angreifer mit Keulen, Schwertern oder Pfeil und Bogen kommen und gehen und kommen und gehen. Immer wieder.

Was uns gefällt

Neben Battlefield 4 ist "Ryse: Son of Rome" das visuell beeindruckendste Actionspiel für die Xbox One. Während das vielfältige Kombo-System für Herausforderungen sorgt, ist der Koop-Modus des Actionspiels für das gepflegte Gefecht als Gladiator zusammen mit erwachsenen Freunden genau das Richtige. Zudem kann man mit dem "Challenge Editor" eigene Herausforderungen kreieren.

Was uns nicht gefällt

Teile der Spielgrafik wirken unscharf, außerdem sackt die Bildwiederholrate bisweilen auf unter 30 Frames pro Sekunde ab - das bremst das Gameplay unnötig aus. Das Hauptproblem von Ryse ist aber das hohe Maß an Gewaltdarstellung, die weit über das notwendige oder akzeptable Maß hinaus geht. Die Intensität der römischen Kriegsführung hätte sich wohl auch anders vermitteln lassen.

Fazit

"Ryse: Son of Rome" entpuppt sich als historisch unterfüttertes, ziemlich brutales Legionärs-Gemetzel aus deutschen Landen. Dass es sich bei diesem Mix aus Heldentum, Brutalität und glorreichen Schlachten um einen der ersten Hingucker für die neue Konsolengeneration handelt, daran kann es allerdings keinen Zweifel geben. Allerdings wirklich nur für Erwachsene - für Kinder und Jugendliche ist das Spiel wegen seiner grenzwertigen Inszenierung auf gar keinen Fall geeignet.

Infos zum Spiel

Titel: Ryse - Sone of Rome
Genre: Actionspiel
Publisher: Microsoft
Hersteller: Crytek
Release-Termin: 22. November 2013
Preis: zirka 65 Euro
System: Xbox One
USK-Freigabe: Ab 18 Jahren
Wertung: Gut

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