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PS4 im Test: Playstation 4 ist eine Konsole für echte Gamer

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Test Playstation 4 | Spielkonsole | Sony  

PS4: Die will doch nur spielen

02.12.2013, 11:36 Uhr | Richard Löwenstein (jr / ams), Richard Löwenstein, dpa-tmn

PS4 im Test: Playstation 4 ist eine Konsole für echte Gamer. PS4-Konsole mit Dualshock 4-Controller und der als Zubehör erhältlichen Kamera (Quelle: Sony)

PS4-Konsole mit Dualshock 4-Controller und der als Zubehör erhältlichen Kamera (Quelle: Sony)

Start für die neue Playstation-Generation: Zum Verkaufsstart der Playstation 4 (PS4) am 29. November bildeten sich vor vielen Elektromärkten schon früh morgens lange Schlangen spielebegeisteter Kunden. Mancherorts fanden sogar Mitternachtsverkäufe statt, damit Playstations-Fans ihre Konsole so früh wie möglich bekamen. Doch was taugt das Gerät aus dem Hause Sony? In unserem Test wird schnell klar: Die Konsole mag voller Hightech stecken, aber am Ende will sie nur eines: spielen. Während Microsoft mit seiner Xbox One auf ein Rundum-Multimedia-Konzept setzt, bleibt Sony seiner Linie treu. Tatsächlich ist die Playstation 4 leistungsstark, gamerfreundlich und feuert mit "Killzone: Shadow Fall" und "Assassin's Creed 4: Black Flag" gleich zum Start brutale Grafikbomben ab. Zudem kommt sie rund 100 Euro günstiger als das Microsoft-Pendant. Doch ganz ohne Macken ist die Gamer-Konsole nicht.

Klein, aber fein

Gerade einmal 30,5 mal 27,5 mal 5,3 Zentimeter misst die Playstation 4, wenn man sie aus der Verpackung nimmt. Verglichen mit der Ur-Playstation 3 ist sie damit ein Winzling. Einer von der Form einer Rasierklinge, die sich in schimmernden Schwarz wunderbar in modern ausgestattete Wohnzimmer einpasst. Perfekt schmiegt sich die Playstation 4 zwischen Klavierlack-schwarze Großbild-TVs und Fernsehboxen und surrt so leise, dass sie im Betrieb kaum hörbar ist. Ein Kaltgerätestecker für den nötigen Strom an die Sony-Konsole gesteckt - ein dickes Netzteil wie bei der Xbox One gibt’s nicht -, ein HMDI-Kabel zwischen Fernseher und Playstation 4 verlegt. Das war das Anschlussprozedere.

Sofort loslegen

Eigentlich kann der geneigte Spieler jetzt sofort das erste Game einwerfen. Denn die Playstation 4 braucht im Gegensatz zur Xbox One kein obligatorisches Day-One-Update, das die Konsole erst funktionsfähig macht. Spiele funktionieren vom Start weg.

Foto-Serie mit 10 Bildern

Dennoch existiert natürlich auch für die Playstation 4 ein 300 Megabyte großer Patch, der einige Funktionen nachliefert, die eigentlich selbstverständlich wären. Eine Abspielfunktion für Blu-ray- und DVD-Filme etwa, oder auch das Streamen von Spielen auf den Sony-Handheld Playstation Vita wird so erst überhaupt ermöglicht.

Grafikpower ohne Ende

Ob nun mit Update und Internet oder ohne: Games stemmt die Playstation 4 ohne Probleme und pinselt dabei eine Erlebnisvielfalt ins Wohnzimmer, die Ihresgleichen sucht. Wenn der Spieler in "Killzone: Shadow Fall" durch wunderschöne Waldlandschaften marschiert, dort Feuergefechte anzettelt und dabei Funken sprühen und Lichtstrahlen durch die Baumkronen fallen - das sieht schon großartig aus. Oder wenn die Kleinen den Winz-Roboter "Knack" aus dem gleichnamigen Game gegen fiese Gnome schicken, andere Robos verprügeln und dabei hunderte Bauteile, Schrauben und Nieten physikalisch korrekt herum purzeln, erinnert das stellenweise schon beinahe an einen Pixar-Animationsfilm.

Games für die Playstation 4

Dabei betont Sony gerne, dass diese Games erst der Anfang sind. Und tatsächlich erscheinen viele Top-Games erst 2014. Darunter der Open World-Überwachungsthriller "Watch Dogs" und der Giganto-Shooter "Destiny". Auch das Playstation-4-exklusive Actionspiel "Infamous: Second Son" und die detailverliebte Rennsimulation "Driveclub" kommen erst im neuen Jahr. Wer selbige online spielen möchte, der muss übrigens im Gegensatz zur Playstation 3 nun zahlen. Nur Playstation Plus-Mitglieder dürfen an Online-Matches teilnehmen - Kostenpunkt pro Jahr 49,99 Euro. Alleinig sogenannte Free-to-Play-Games, also grundsätzlich kostenlose Spiele, dürfen auch ohne Playstation Plus online gezockt werden. Dazu zählt etwa der vom PC bekannte SciFi-Ego-Shooter "Planetside 2", der tausende Gamer auf riesigen Karten gegeneinander ins Gefecht schickt.

Frühstart bei digitalen Downloads erlaubt

Alle auf Blu-ray erhältlichen Spiele gibt es im Playstation Store auch als digitalen Download. Wer nicht gerade mit VDSL oder einer ähnlich schnellen Leitung ins Netz geht, wird auf seine Downloads aber lange warten müssen: Einige Titel sind über 20, teilweise sogar über 30 Gigabyte groß. Zum Glück lassen sie sich oft aber schon starten, bevor sie komplett heruntergeladen wurden. Noch schneller geht es beim Zocken von Disc. Legt der Nutzer ein Spiel zum ersten Mal ein, wird zwar zunächst ein Teil der Daten auf die 500-Gigaybte-Festplatte kopiert und eventuell ein Update heruntergeladen - das läuft aber recht fix ab.

Aufgeräumte Menüführung

Das Hauptmenü der Playstation 4 präsentiert sich beim ersten Start sehr aufgeräumt. Im Mittelpunkt steht der Bereich "Neuigkeiten", der einen Überblick über die letzten Erlebnisse der eigenen Playstation-Freunde gibt - soziale Netzwerke lassen grüßen. Was Freunde, Freunde von Freunden und Fremde genau über einen erfahren, lässt sich in den Privatsphäre-Einstellungen detailliert auswählen, auf Wunsch können PS4-Nutzer ihren Account sogar mit Facebook verknüpfen.

Neben dem Nutzernamen im Playstation Network (PSN) können Spieler ausgewählten Freunden jetzt außerdem ihren echten Namen verraten. So muss sich niemand mehr merken, wer sich hinter welchem kryptischen Spitznamen verbirgt.

Neben dem Neuigkeiten-Menü werden alle installierten Apps und Spiele in einer Reihe eingeblendet, zuletzt genutzte zuerst. Das ist anfangs noch schön übersichtlich, könnte mit steigendem Alter der Konsole und wachsender Sammlung aber schnell chaotisch werden. Über der App- und Spieleleiste gibt es eine weitere Symbolreihe, über die Nutzer zum Beispiel die Einstellungen, ihre Freundesliste oder den Playstation Store aufrufen.

Der Dualshock 4-Controller

Frischen Wind in die Spiele bringt bei der Playstation 4 nicht nur die Rechenkraft, sondern auch der neue Controller. Der verfügt über ein Touchpad im Mittelteil der Oberseite. In Games wie "Killzone: Shadow Fall" wird hierüber etwa eine Hilfsdrohne befehligt. In "Assassin's Creed 4: Black Flag" werden Rätsel per Wischbewegungen gelöst. Ansonsten sollen zukünftige Games interessante Anwendungen dafür finden. Auch ist ein kleiner Lautsprecher im Controller verbaut, über dem einen in einigen Games Funknachrichten zugeraunt werden. Wer empfindlichen Mitbewohnern oder Nachbarn etwas Gutes tun will, kann am hinteren Teil des Controllers Headset / Kopfhörer anschließen.

Der Dualshock 4-Controller ist größer und schwerer geworden und liegt so deutlich besser in der Hand. Von den Analogsticks rutscht der Finger nicht mehr so schnell herunter, und die hinteren Schultertasten sind nicht mehr nach außen gewölbt und lassen sich so besser herunterdrücken.

Innovativ? Nein, aber interessant. Faszinierendste Neuerung: ein kleiner Knopf neben dem Steuerkreuz, der mit "Share" beschriftet ist. Einmal gedrückt, springt der Spieler in ein Menü, in dem er die letzten 15 Minuten Spielgeschehen speichern, auf dem Youtube-ähnlichen Kanal "Live from Playstation" veröffentlichen oder das aktuelle Game live für alle Welt streamen kann.

Das Auge der Playstation 4

Die auffallendste Controller-Neuerung ist hingegen ein leuchtender Streifen am Heck des Steuergeräts. Je nach Spieler strahlt dieser Blau, Rot, Grün oder Pink. So weiß jeder der maximal vier Gamer sofort, welcher Controller der seinige ist. Richtig interessant wird die Lightbar jedoch erst in Zusammenarbeit mit der Playstation 4-Kamera, die für 59 Euro zukaufbar ist. Die kann ähnlich wie Microsofts Bewegungssteuerung Kinect Personen und Entfernungen erfassen. Vor allem erkennt sich aber die Position der Controller im Raum und ordnet in Rennspielen automatisch die Startposition der Spieler danach aus. Ansonsten ist für die Playstation-Kamera kaum ein Spiel ankündigt und der Kauf damit auch bisher eher wenig sinnvoll.

Karge Medienkompetenz

In Sachen Multimedia gibt sich das Sony-Produkt eher schwachbrüstig. Tatsächlich kommt eine frisch aus der Packung geschälte Playstation 4 weder mit Blu-ray- noch DVD-Disks klar. Wer diese Funktion benötigt, muss via Internet oder Service-Disk ein 300-Megabyte umfassendes System-Update durchführen. Filme oder MP3-Musik von externen USB-Sticks und Festplatten oder gar Streaming von einem Media-PC verweigert sich die Playstation 4 gänzlich. Peinlich und unverständlich.

Bleibt nur zu hoffen, dass Sony diese Funktionalitäten nachreicht. Immerhin bringt die Playstation 4 Streaming-Dienste wie Lovefilm, Maxdome und die eigenen Services Video Unlimited und Music Unlimited für Film- und Musik-Unterhaltung auf die Konsole. Weitere sollen folgen. Und was ist mit den Spielen? Die Industrie unterstützt Sony auf breiter Front.

Stabil und leise

Selbst längere Spielesitzungen bringen die Playstation 4 im Test nicht ins Schwitzen - wärmer als ein reguläres Notebook wird die Konsole nie. Und das, obwohl die leistungsstarke Technik in einem vergleichsweise kleinen Gehäuse mit internem Netzteil steckt. Das lässt sich sowohl hinlegen als auch aufrecht hinstellen - im Test drohte die Konsole dabei auch ohne den separat erhältlichen Standfuß nie umzufallen.

Fazit: Kaufen oder nicht?

Vergleicht man die Hardware von Playstation 4 und Xbox One, so findet man schnell einen gemeinsamen Nenner. Sony und Microsoft bauen beide im Grunde einen Mittelklasse-PC, wobei Sony durch schnelleres RAM und etwas modernere Grafik-Hardware leicht die Nase vorn hat. Tatsächlich bestätigen wenige Produktionen wie "Call of Duty: Ghosts" diesen Eindruck: Sie sehen auf der Sony-Konsole einen Tick schärfer aus. Für manchen Gamer mag das Grund sein, lieber zur Sony-Konsole zu greifen. Doch wirklich groß scheinen die Unterschiede in Sachen Grafik und Sound nicht zu sein. Und bitte nicht vergessen: Auch Sonys Vorzeigekonsole hat Ecken und Kanten. Beispielsweise ist eine Kamera kein Standard, bei der Xbox One aber schon. Doch wer für MP3-Musik eh den iPod nutzt, Filme über den PC auf den TV bringt und höchstens Mal ein Blu-ray-Filmchen genießen will, ansonsten aber einfach nur zocken möchte - der wird die 400 Euro gerne investieren und begeistert sein. Die Playstation 4 ist eine Konsole für echte Gamer.

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