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Xbox One: Pro und Contra - Lohnt sich der Kauf der Microsoft-Konsole?

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Pro und Contra zur Xbox One  

Unterhaltungs-Talent oder überflüssiges Wohnzimmer-Gadget?

22.11.2013, 13:19 Uhr | Tobias Zeißler und Anjo Schwarz

Xbox One: Pro und Contra -  Lohnt sich der Kauf der Microsoft-Konsole?. Die neue Microsoft-Konsole Xbox One (Quelle: Microsoft)

Die neue Microsoft-Konsole Xbox One (Quelle: Microsoft)

Ab sofort ist mit der Xbox One Microsofts neue Spielkonsole erhältlich und soll die Kundschaft nicht nur mit Games, sondern auch allerhand Multimedia-Funktionen überzeugen. Aber ist das Ganze auch sinnvoll einsetzbar und rechtfertigt den Startpreis von 499 Euro? Genau diese Frage haben sich zwei T-Online-Redakteure gestellt und vertreten hier ihre Standpunkte. Weitere Infos zur Xbox One finden Sie außerdem in unserer Foto-Shows zur Hardware und den wichtigsten Launch-Games sowie im ausführlichen Hardware-Test.

Pro: Die Xbox One will nicht nur spielen

von Anjo Schwarz

Würde ich 500 Euro für eine Spielkonsole ausgeben? Mitnichten. Warum ich mir trotzdem vorstellen kann, zu diesem Preis eine Xbox One anzuschaffen? Weil sie für mehr zu gebrauchen ist, als nur ab und an nach Feierabend bei dem einen oder anderen Spiel abzuschalten. Sie ist Blu-ray-Player, spielt die Musiksammlung über das Heimnetzwerk ab oder greift auf den Spotify-Klon "Xbox Music" zu. Man kann mit ihr im Internet surfen, Skype-Videotelefonie betreiben und aus einem Angebot an Apps wählen. Darunter der Internet-TV-Dienst Zattoo, die Videoplattform Youtube und bald auch der Streaming-Service Watchever. "Xbox One - One for all" eben, wie das multimediale Heilsversprechen aus Microsofts Werbung lautet.

Klingt zwar alles ganz verlockend, aber bei der Bedienung hapert es noch etwas. Die von Microsoft vielfach angepriesene Sprachsteuerung, die Fernbedienungen in die Technik-Geschichtsbücher verbannen soll, funktioniert zwar stellenweise ganz gut. Oft genug aber muss man einen Befehl wiederholen oder wird einfach missverstanden. So greift man doch wieder zum Controller, der auch nicht gerade die eleganteste Lösung ist, um den Internetbrowser zu bedienen oder durch die Mediensammlung zu navigieren.

Wer gerne fernsieht, wird außerdem eine zunächst nur in den USA sinnvoll nutzbare Option vermissen: Das Einspeisen des TV-Signals in die Xbox One. Das Fernsehbild wird dabei in die Bedienoberfläche der Konsole integriert, mitsamt Zusatzinformationen zur aktuellen Sendung und digitalem Programmplaner. Dank Multitasking und "Fenster-in-Fenster"-Darstellung kann man außerdem parallel fernsehen und etwa Skype oder Internet nutzen. Ob das Ganze hierzulande jemals in gleichem Umfang funktionieren wird, ist schon allein aufgrund technischer Hürden fraglich.

Trotz dieser Kritikpunkte gefällt mir das Gesamtkonzept des All-in-One-Geräts, und auch in ersten Praxistests kam ich damit insgesamt gut zurecht und wusste den Funktionsumfang schnell zu schätzen. Die Xbox One ist nicht nur eine Spiel-, sondern vor allem auch eine Unterhaltungskonsole. Microsoft bewegte sich schon mit der Xbox 360 in Richtung multimedialer Alleskönner fürs Wohnzimmer und geht diesen Weg nun konsequent weiter. Andere IT-Riesen wie Apple oder Google haben da nichts besseres zu bieten. Im Gegenteil, Microsoft hat die Nase vorn, was das Gesamtpaket betrifft.

Contra: Nicht Fisch, nicht Fleisch

von Tobias Zeißler

Die Xbox One kann weit mehr, als nur Spiele wiederzugeben. Aber kann sie das auch gut? Für mich ist Microsofts Next-Generation-Konsole momentan leider weder Fisch noch Fleisch. Für Anwendungsbereiche wie Media-Streaming, Blu-ray, Musikwiedergabe oder das Surfen im Internet besitze ich eigene Geräte, die diese Aufgaben schneller, ergonomischer, stromsparender oder leiser erledigen als die Xbox One. Warum sollte man dazu eine Konsole nutzen, die zwar alles kann, aber doch nichts richtig. Hier hat Microsoft versucht, die eierlegende Wollmilchsau zu schaffen, musste dabei jedoch zum Start zu viele Kompromisse bei den Detailfeatures eingehen. Die Xbox One bietet endlich einen vollwertigen, schnellen Internetbrowser, der sich mit Controller oder Kinect aber doch nicht so bequem nutzen lässt wie auf einem Tablet oder dem PC.

Auch das Einspeisen des TV-Signals klingt zunächst klasse, bringt aber nichts, wenn man es außerhalb der USA nicht sinnvoll nutzen kann, weil entsprechende Rahmenbedingungen in Deutschland schlicht (noch) nicht gegeben sind. Was nützen die beeindruckenden Fähigkeiten des Kinect-Sensors, wenn sie in Games wie "Zoo Tycoon" nur halbherzig umgesetzt wurden und man für wichtige Spielziele doch wieder den traditionellen Spielcontroller bemühen muss?

Kleine Details stören zudem den Gesamteindruck. Der schwarze Klavierlack macht einen sehr edlen und hochwertigen Eindruck, zieht Fingerabdrücke aber geradezu magisch an. Häufiges Putzen ist daher unvermeidlich. Warum gerade dann der als Sensortaste ausgeführte Power-Button keine Eischaltverzögerung besitzt, bleibt ein Rätsel. Schließlich führt jeder noch so kleine Wisch über die Front der Konsole dazu, dass diese versehentlich aktiviert beziehungsweise deaktiviert wird.

Zum jetzigen Zeitpunkt kommt der Kauf einer Xbox One daher für mich nicht in Frage. Dazu bietet mir die Konsole zum derzeitigen Preis von 499 Euro zu wenig wirklich sinnvolle und ausgereifte Features. Trotz der zahlreichen Kritikpunkte mag ich die neue Microsoft Konsole. Ich schätze ihr schlichtes Design, der Controller ist wie schon beim Vorgänger hervorragend und meiner Meinung nach dem der von Sonys Konkurrenzkonsole PS4 ergonomisch überlegen. Auch von der Systemlautstärke bin ich angenehm überrascht. Selbst meine anfängliche Skepsis gegenüber der an Windows 8 angelehnten Kacheloberfläche hat sich nicht bestätigt. Doch halte ich es mit der Xbox One wie mit der Banane: Ich genieße sie lieber etwas ausgereifter.

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