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"Need for Speed: Rivals" im Test - Mit Vollgas ins Nirwana

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Test Need for Speed Rivals | Rennspiel | PC, PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One  

Need for Speed: Rivals - Mit Vollgas ins Nirwana

28.11.2013, 17:13 Uhr | (jr / ams), Richard Löwenstein

"Need for Speed: Rivals" im Test - Mit Vollgas ins Nirwana. Need for Speed: Rivals Rennspiel für PC, PS3, PS4, Xbox 360 und Xbox One (Quelle: Electronic Arts)

Need for Speed: Rivals (Quelle: Electronic Arts)

Fährt "Need for Speed" ins Abseits? Dabei hätte die Rennspiel-Reihe aus dem Hause Electronic Arts eigentlich allen Grund zum Feiern. Der zwanzigste Geburtstag ist nahe - außerdem gibt die Reihe mit "Need for Speed: Rivals" das erste Mal auf Xbox One und PS4 Gas. Die Grafik sieht dank der der leistungsstarken "Frostbite"-Engine auf der Next-Gen-Konsolengeneration tatsächlich großartig aus, und die nahezu gleichwertige Ausstattung wird auch Piloten auf PC, PS3 und Xbox 360 begeistern. "Rivals" sammelt viele Pluspunkte, zum Beispiel mit frei befahrbaren Kulissen und einem tollen Aufgebot an teuren Sportwagen. Doch was ist eigentlich das Ziel des Fahrers? Wieso nimmt er an illegalen Straßenrennen teil, und wohin soll das alles führen? Das wird nicht so recht klar. "Rivals" wirkt unstrukturiert.

Need for Speed: Rivals - Ein echter Traum?

Mit "Need for Speed: The Run" und "Need for Speed: Most Wanted" hat der US-Spielehersteller Electronic Arts nach Meinung vieler Fans in den letzten Jahren die Tiefpunkte der einst so gelobten Rennspiel-Serie gesetzt. Mit "Rivals" soll es nun wieder bergauf gehen - nicht zuletzt, da die Serie 2014 ihren zwanzigsten Geburtstag feiert. Und tatsächlich startet das Game so, wie der Traum eines jeden Hobby-Rennfahrers ausschaut: Ein knallgelber Porsche Cayman S parkt auf einem vollkommen leeren zweispurigen Highway, der sich endlos dahin zu schlängeln scheint. Eingerahmt ist diese erste Kamerafahrt von einem Bergpanorama, wie man es sonst nur von Werbefotos kennt.

Einfach dahin fahren

Gas geben ist die Devise. Erkunden, einfach fahren, erst mal die großartige Weitsicht und Kulisse erkunden. Denn ähnlich wie schon bei "Need for Speed: Hot Pursuit" von 2010 streut "Rivals" seine Herausforderungen über eine offene Welt. Redview County besteht aus dichten Wäldern, idyllischen Wüsten und gewundenen Bergstraßen. Der Gegenverkehr ist einige Minuten nach dem Start schwach ausgeprägt, so dass man sich in aller Ruhe mit der Steuerung vertraut machen kann. Gas, Bremse und der Wechsel zwischen Vollbild- und Heckkamera sind schlüssig über den Controller verteilt. Drifts lassen sich prima kontrollieren, die Lenkung müsste allerdings einen Tick präziser reagieren. Trotzdem machen diese ersten Minuten im Porsche Laune. Das Fahrzeug gibt sich fügsam, später freispielbare Traumautos wie der Shelby GT500, Hennessey Venom GT oder Zenvo ST1 sind da beim Handling zickiger.

Listen-Checker

Nach einigen Stunden entwickelt sich das Spiel zunehmend in Richtung Action. Wenn einem ein Dutzend Cops im Genick hängen und man sich mit Elektroschockern einen Weg bahnt, dann hat das mit Motorsport nur noch am Rande zu tun. Doch warum fahren wir eigentlich, was ist das Ziel - wohin geht's? Dazu macht das Spiel keine Aussage. Eine Story, die das Geschehen umrahmt? Fehlanzeige.

Auch das spielbare Tutorial erklärt nur das Notwendigste. Man erfährt immerhin, dass eine am rechten Bildrand eingeblendete Tabelle verfügbare Aufgaben listet: Man soll etwa einen Drift mit 180 Sachen meistern. Wer´s schafft, macht in der Karriere Fortschritte und spielt sich weitere Fahrzeuge frei. Darüberhinaus deuten transparente Markierungen an Kreuzungen an, dass man Rennen lostreten und so ebenfalls die Karriere forcieren kann. Vollbremsung auf der Markierung und den Wettbewerb per Schultertaste auf dem Controller auslösen: Schon gesellen sich die Computergegner dazu, und das Rennen startet.

Krawumm!

Was die KI-Kameraden auf dem Asphalt treiben, das löst bisweilen Zweifel an ihren Qualitäten aus. Sie fahren ziemlich wild hin und her, rammen bisweilen ohne Not die Leitplanke. Spannende Positionskämpfe entwickeln sich so eher nicht, zumal einem andere Gefahren den Sieg rauben können. Der plötzlich auftauchender Gegenverkehr etwa, und die Polizei, die einem allzu gerne am Heck klebt.

So ein Cop im Genick, das kann gut und gerne statt einer Computer-Klette auch ein Online-Mitspieler sein. Denn sobald das Spiel startet, verbindet es sich mit dem Internet und holt andere Gamer ins eigene Spiel. Manche Mitspieler beteiligt sich an der Partie als illegaler Raser, andere bevorzugen die Rolle als Cop. Ein Wechsel zwischen beiden Rollen ist jederzeit möglich. "Rivals" trennt nicht zwischen Single- und Multiplayer-Modi. Gesellige Piloten bewegen sich in demselben Umfeld wie Einzelgänger. Letztere unterbinden jede Einmischung von Online-Mitspielern per Optionsmenü, damit sie wirklich alleine unterwegs sind.

Wo ist die Karriere?

Auch ohne ernstzunehmende Kampagne gibt einem "Need for Speed: Rivals" verdammt viele Hausaufgaben mit auf den Weg. Etliche Rennen gewinnen, Stunts absolvieren und in witzigen Drift- und Fahrkönnens-Wettbewerben Punkte abräumen - damit ist man einige Abende lang beschäftigt. Ist halt schade, dass es letztlich nur um das Erkunden der Welt und das Freispielen von Fahrzeugen geht. Und auch diesbezüglich macht "Rivals" keinen ähnlich großartigen Job wie zum Beispiel "Burnout Paradise" oder frühere Ableger aus der "Need for Speed"-Reihe. Gelegentlich belohnt einen das Spiel mit hübschen Inszenierungen freigespielter Autos. Aber in der Regel hat ein grandioser Sieg nur simple Textmeldungen zur Folge. Das ist zu wenig.

Was uns gefällt

Die offene Spielwelt von "Rivals" überzeugt mit abwechslungsreichen Kulissen, pittoresken Gebirgen und hübsche Küsten. Außerdem fährt das Spiel wie gewohnt ein fantastisches Sportwagen-Portfolio auf. Mit einem Polizei-Lamborghini einen Mitspieler im BMW M3 durch die Serpentinen zu jagen, das macht schon Laune.

Was uns nicht gefällt

Schade, dass ein so schnelles Spiel wie "Rivals" durch mangelhafte technische Umsetzung nicht das Maximum an Tempo herausholt: Der Bildaufbau mit 30 Frames pro Sekunde steht einem Geschwindigkeits-Rausch im Weg. Außerdem verdient die Singleplayer-Kampagne ihren Namen kaum. Mangels nennenswertem Rahmenprogramm müssen sich Einzelspieler allein durch Ranglisten-Aufstiege und Fahrzeug-Freischaltung motivieren.

Fazit

Mit "Need for Speed: Rivals" wächst die Rennspiel-Serie von Hersteller Electronic Arts nicht wieder zur alter Größe heran. "Rivals" verfügt über eine gute Ausstattung, aber erklärt viele Möglichkeiten unzureichend und macht einem dadurch den Einstieg schwer. Dazu kommt, dass viele Merkmale nur halbherzig integriert sind. Die Fahrzeug-Veredelung zum Beispiel beschränkt sich auf etwas Karosserie-Zierrat und oberflächliche Leistungs-Aufwertung - kein Vergleich mit dem aufwendig zelebrierten Originalteile-Tuning aus "Need for Speed: Underground 2". Durchhalten lohnt sich allerdings. Denn hat man sich eingefahren und in die Spielstruktur rein gefuchst, dann packt einen das Sammelfieber. Sind ja immerhin sehr viele Traum-Sportwagen freischaltbar.

Infos zum Spiel

Titel: Need for Speed Rivals
Genre: Arcade-Rennspiel
Publisher: Electronic Arts
Hersteller: Ghost Games
Release: Im Handel (PS4: 29. November)
Preis: zirka 50 Euro (PC), zirka 60 Euro (PS3, Xbox 360), zirka 70 Euro (PS4, Xbox One)
System: PC, PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One
USK-Freigabe: Ab 12 Jahren
Wertung: Gut

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