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Electronic Arts zweifelt an reinem Download-Vertrieb auf Konsolen

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Konsolenspiele  

EA: Ein ausschließlich digitaler Vertrieb auf Konsolen wird noch dauern

04.12.2013, 17:48 Uhr | nic / jr

Electronic Arts zweifelt an reinem Download-Vertrieb auf Konsolen. Electronic Arts-Logo (Quelle: Electronic Arts)

Electronic Arts (Quelle: Electronic Arts)

Laut Spiele-Publisher Electronic Arts wird es noch eine Weile dauern, bis Konsolenspiele rein digital vertrieben werden. Blake Jorgensen, Chief Financial Officer (CFO) von EA, hat laut Gamespot während der "Credit Suisse 2013 Technology Conference" verraten, dass weniger als 30 Prozent aller verkauften EA-Spiele Downloads seien. Laut CEO Andrew Wilson könnten dagegen Apple und Google mit ihrem App-Store-basierten Download-System zukünftig Microsoft und Sony im Wohnzimmer Konkurrenz machen.

Electronic Arts: Weit weniger als 30% der Verkäufe sind digital

Valves Online-Dienst Steam zeigt auf PC bereits, wie erfolgreich das Konzept des rein digitalen Vertriebs von Games sein kann. Auch Microsoft wollte mit der Xbox One ursprünglich eine ähnliche Strategie verfolgen, wurde dann aber von dem Protest der Kundschaft ausgebremst. Folgt man Blake Jorgensen, dann ist ein rein digitaler Vertrieb von Konsolenspielen auch immer noch reine Zukunftsmusik. Auf die Frage hin, wann wie angestrebt ein Drittel aller EA-Spiele digital verkauft werde, antwortete er: "Ich weiß nicht wann wir das 30 Prozent-Ziel erreichen werden. Vermutlich sind wir noch weit entfernt davon. Wir sind heute deutlich darunter, was die Vollpreisspiele-Downloads betrifft."

Probleme durch fehlende Bandbreite und große Datenmengen

"Ich glaube, die größte Einschränkung wird weiterhin die Bandbreite bei den Leuten zuhause sein", so Jorgensen weiter. Auch wenn der Xbox Live-Marketplace und der Playstation Store alle Launchtitel digital anbieten, fehle es vielen Benutzern schlichtweg an Highspeed-Internetverbindungen, um die Datenmengen von teils 50-60 Gigabyte in einem angemessen Zeitrahmen herunterzuladen. Das rapide Wachstum der Datenmenge von Spielen habe bereits einige Vorteile durch schnelleres Internet aufgefressen. Immer schönere und hochauflösender Texturen beanspruchen eben auch mehr Datenvolumen.

Unterm Strich gehe der Trend aber in die richtige Richtung. Die Bewegung hin zu einer ausschließlich digitalen Spiele-Landschaft würde auch Electronic Arts einen ökonomischen Nutzen bringen. Publisher streben diese Vertriebsform schon lange Zeit an, da die Gewinnmargen deutlich höher ausfallen als bei klassischen Boxed-Versionen für den Einzelhandel, bei denen zusätzliche Kosten durch Produktion, Logistik, Lager und Vertrieb entstehen.

Konkurrenz für Microsoft und Sony durch Apple und Google?

Auf derselben Veranstaltung hat Electronic Arts-CEO Andrew Wilson eine gewagte These aufgestellt: Zu den erfolgreichen Veröffentlichungen der Xbox One und PS4 sagt er, dass möglicherweise neue Konkurrenten im Bereich der Wohnzimmer-Konsolen auf den Plan treten werden, und nannte als Beispiele Apple und Google.

"Unser Markt entwickelt sich in einer sehr, sehr, sehr rapiden Geschwindigkeit weiter", so Wilson. "Ich glaube, dass Microsoft und Sony eine echte Gelegenheit haben, eine starke Anhängerschaft und Installationsbasis zu generieren, während sie weiterhin das beste interaktive Entertainment in höchster Ton und Bildqualität auf den 80-Zoll-Fernseher bringen. Denkt man über Microsofts Strategie nach - und ich glaube, Sony teilt auf lange Sicht eine ähnliche Ansicht, ein breiteres Entertainment-Gerät in die Wohnzimmer zu bringen - dann haben sie jetzt die Zeit dazu. Ich glaube dass sie in drei, vier Jahren harte Konkurrenz um das Wohnzimmer von mobilen Anbietern bekommen werden, von Apple, von Google, von Roku, von Comcast, die ebenfalls versuchen werden, die 'Wohnzimmer-Erfahrung' an sich zu reißen."

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