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Zoo Tycoon für Xbox One im Test: Microsoft-Tierpark? Langweilig!

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Test Zoo Tycoon | Wirtschafts-Simulation | Xbox One, Xbox 360  

Tierpark? Langweilig!

09.12.2013, 16:42 Uhr | (jr / ams), Richard Löwenstein

Zoo Tycoon für Xbox One im Test: Microsoft-Tierpark? Langweilig!. Zoo Tycoon Wirtschafts-Simulation von Frontier Developments für Xbox One und Xbox 360 (Quelle: Microsoft)

Zoo Tycoon (Quelle: Microsoft)

Die Zahl der kindertauglichen Spiele für die neue Xbox One-Konsole kann man bisher an den Fingern einer Hand abzählen. Daher ist die Tierpark-Simulation "Zoo Tycoon" so willkommen: Von diesem Werk wünscht man sich eine nette Aufmachung, ein intelligentes Gameplay und eine großartige Ausstattung. Ganz gerecht wird die Koproduktion von Microsoft und dem englischen Spielehersteller Frontier Developments dem Anspruch allerdings nicht. "Zoo Tycoon" sieht zwar hübsch aus, verliert aber nach kurzer Zeit an Attraktivität, da es dem Gameplay spürbar an Tiefe und Vielschichtigkeit fehlt.

Zoo Tycoon: Der Spieler als Tierpark-Chef

Vor zwölf Jahren hat uns Microsoft im PC-Game "Zoo Tycoon" bereits eine Karriere als Tierwärter, Werbeleiter und Zoo-Chef angedient. Der aufgefrischte Serienzögling auf der Xbox One trägt sehr ähnliche Gene in sich und präsentiert sich überhaupt nur in erstaunlich geringem Maß modernisiert. Ohne viel Handlung oder sonstiges schmückendes Rahmenbeiwerk beauftragt "Zoo Tycoon" den Spieler mit dem Aufbau und der Führung eines Tierparks. Im Rahmen kurzweiliger Miniaufgaben kann man sich locker-flockig mit dem Gameplay vertraut machen oder aber im Endlos-Modus munter vor sich hin bauen.

Interesse wecken, Einnahmen erzielen: Ein typische Wirtschafts-Simulation

Den eigentlichen Dreh- und Angelpunkt bildet aber eine rund zehn Stunden umfassende Kampagne. Hier stehen verschiedenste Aufgaben an. Via Controller baut man in Windeseile Gehege, legt Spazierwege an und sorgt für eine attraktive Infrastruktur. Die Besucher des Tierpark sollen schließlich genug zu essen finden und auch mal austreten oder in einem kleinen Souvenir-Shop einkaufen können. Dann fühlen sie sich wohl und kommen wieder, um die tierischen Attraktionen zu bestaunen.

Denn darum geht´s letzten Endes: Glückliche Tiere und frohe Gäste. Durch Reinvestition von Eintrittsgeldern in neue Tiergattungen expandiert das Unternehmen. Das Wachstum wird anhand charmanter Animationen veranschaulicht: Die Kamera zeigt beispielsweise eine kleine Transportbox. Das Gitter öffnet sich und und eine kleine Giraffe betritt unsicher ihr neues Habitat. Süß.

Mittelmäßige Grafik

Rund 100 verschiedene Tiergattungen darf man im Lauf der Zeit sammeln und versorgen, das verspricht der Werbetext. In der Praxis fühlt es sich nach deutlich weniger an, weil zum Beispiel allein neun verschiedene Giraffen-Varianten die Ausstattung aufplustern. Die Tiere brauchen Wasser und Futter, aber auch Putzgelegenheiten und Spielzeug. Solche Dinge zu platzieren, das ist mit ein paar Symbolen handlich erledigt. Einige Kommandos nimmt "Zoo Tycoon" via Kinect auch verbal entgegen.

Gesetzt den Fall, dass die Führungsarbeit zu stressig gerät, kann man Online-Freunde zur Mitverwaltung einladen, während man sich selbst die Beine vertritt. Man darf aus der Ich-Perspektive als Besucher durch den Park marschieren und Elefanten füttern oder Meeräffchen kraulen. Ist dank der herrlichen Inszenierungen ein schöner Zeitvertreib, auch wenn die Tier-Animationen nicht gerade nach Xbox One aussehen. Wehende Mähnen oder kuschelweichen Pelz, das hat man auf PC oder älteren Konsolensystemen schon einige Male in vergleichbarer Qualität gesehen.

Sich wiederholende Aufgaben

Zwischendurch lockern Miniaufgaben das Leben des Tierpark-Hirten auf. Man soll beispielsweise Fotos für ein Magazin schießen und dergleichen. Ändert aber nichts an der Tatsache, dass sich die Aufgaben sehr bald wiederholen. Außerdem sind die Möglichkeiten zum Experimentieren stark eingeschränkt. Beispielsweise gestattet "Zoo Tycoon" nur miteinander verträglichen Tieren das Zusammenleben in einem gemeinsamen Gehege. Wer hier experimentieren möchte - nur um mal zu sehen, was passiert - der guckt in die Röhre.

Alles in allem halten sich kreative Chancen und Lerneffekte im Rahmen. Ein weiteres Problem, gerade für jüngere Gamer : "Zoo Tycoon" erklärt viele Ausstattungs-Merkmale nur mit Bildtext und ohne Sprachausgabe. Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.

Was uns gefällt

Der unaufgeregte Spielfluss kommt nicht nur jüngeren Gamern entgegen, sondern auch Erwachsenen, die nach Feierabend in entspannter Atmosphäre was Hübsches aufbauen und sich an den liebevollen Tier-Animationen erfreuen wollen.

Was uns nicht gefällt

Die wirtschaftlichen Elemente sind zu schwach ausgeprägt, als dass sie auf Dauer fesseln könnten. Man könnte sich auch viele zusätzliche Gameplay-Elemente vorstellen, zum Beispiel Nachtzoos, Fisch-Aquarien, Vogel-Volieren oder einen Naturpark ohne Gehege.

Fazit

Verpasste Chance: "Zoo Tycoon" macht zu wenig aus dem attraktiven Tierpark-Thema. Die hübschen Animationen täuschen nicht darüber hinweg, dass die Handlungsmöglichkeiten des Spielers sehr eingeschränkt sind und sich die Abläufe daher sehr bald wiederholen. Das gilt für die Spielversion auf der Xbox 360 ohne Online-Modus und mit der auf rund 60 Tiere ausgedünnten Fauna in noch stärkerem Maße als auf der Xbox One.

Infos zum Spiel

Titel: Zoo Tycoon
Genre: Wirtschafts-Simulation
Publisher: Microsoft
Hersteller: Frontier Developments
Release: Im Handel
Preis: zirka 60 Euro
System: Xbox One, Xbox 360
USK-Freigabe: Ab 0 Jahren
Wertung: Befriedigend

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