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NSA überwacht World of Warcraft- und Xbox Live-Zocker online

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NSA-Skandal  

World of Warcraft und Xbox Live: Spieler unter Geheimdienst-Beobachtung

10.12.2013, 12:25 Uhr | nic / jr

NSA überwacht World of Warcraft- und Xbox Live-Zocker online. World of Warcraft: Mists of Pandaria (Quelle: Blizzard)

World of Warcraft: Mists of Pandaria (Quelle: Blizzard)

Offenbar wurden auch Online-Spieler im großen Stil vom britischen GCHQ und den amerikanischen Geheimdiensten NSA, CIA sowie der Bundespolizei FBI ausspioniert. Laut Berichten der englischen Tageszeitung "The Guardian", der "New York Times" und "ProPublica", die sich auf Dokumente des ehemaligen NSA-Mitarbeiters Edward Snowden aus dem Jahr 2008 beziehen, sind vor allem Spieler von World of Warcraft und Second Life sowie Abonnenten von Xbox Live betroffen. Die Spione sollen in den virtuellen Räumen jahrelang undercover nach Terroristen gefahndet haben. Wie viele Daten und welche Informationen dabei genau gesammelt wurden, ist nicht bekannt. Zeitweise habe man sogar eine Koordinierungsstelle einrichten müssen, damit sich die verschiedenen Geheimdienste nicht in die Quere kommen, schreibt die "New York Times".

Spionage in Spielwelten

Die Dokumente von Edward Snowden, die das Ausspähen von Spielern belegen gehen, auf das Jahr 2006 zurück. Sie besagen, dass nicht nur bestehende Spiele überwacht wurden, sondern in speziellen Fällen auch neue Mobile Games entwickelt wurden, um Informationen über die Spieler zu sammeln. Die Geheimdienste entwickelten Interesse für die Onlinespiele und Mobile Games, weil sie darin einen Weg für Terroristen und kriminellen Organisationen sahen, im Verborgenen zu kommunizieren, um so Geldgeschäfte abzuwickeln, Angriffe zu planen oder Propaganda zu verbreiten und um Mitstreiter zu werben.

Von erfolgreichen Anti-Terror-Maßnahmen oder Ermittlungserfolgen wird in den Dokumenten jedoch nicht berichtet.

Laut einem Bericht der New York Times seien die Geheimdienste in Onlinespielen hinter al-Qaida-Terroristen, chinesischen Hackern, iranischen Atomwissenschaftlern sowie politischen Gruppierungen wie Hisbollah und Hamas her gewesen. Man habe "Ziel-Marker für Terroristen" in Xbox Live, Second Life und WoW gefunden, hieß es aus Geheimdienstkreisen.

Peter W. Singer, Experte des Think-Tanks "Brookings Institution" und Autor des Buches "Cybersecurity and Cyberwar: What Everyone Needs to Know", hält laut "ProPublica" die Aussage, dass Terroristen Spiele als Kommunikationskanal zum Planen von Angriffen nutzen könnten, für ein Ablenkungsmanöver. "Für Terrorgruppen, die ihre Kommunikation geheim halten wollen, gibt es wesentlich effektivere und einfachere Wege, als sich einen Troll-Avatar zuzulegen", sagte Singer gegenüber "ProPublica".

Den Geheimdiensten soll es in den betroffenen Diensten sogar möglich gewesen sein, die direkte Kommunikation zwischen zwei Personen zu verfolgen. Microsoft und Second Life haben sich zu dem Thema nicht geäußert, Blizzard Entertainment hingegen macht deutlich, dass man keinen Geheimdiensten die Genehmigung erteilt habe, Informationen und Daten in WoW zu sammeln.

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