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Viel Feind, viel Ehr: Test zum Retro-Shooter Resogun von Sony für die PS4

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Test Resogun | Retro-Shooter | PS4  

Viel Feind, viel Ehr

12.12.2013, 15:46 Uhr | (jr / nic), Richard Löwenstein

Viel Feind, viel Ehr: Test zum Retro-Shooter Resogun von Sony für die PS4. Resogun Retro-Shooter von Housemarque für die PS4 (Quelle: Sony)

Resogun (Quelle: Sony)

Der beste Kaufgrund für eine PS4 heißt weder Killzone noch Knack und ist auch keine millionenteure Megaproduktion. Heimlich, still und leise hat sich der kleine Weltraum-Shooter "Resogun" des finnischen Entwicklers Housemarque in die Herzen vieler Actionfans gespielt. Das preiswerte Download-Shoot'em'Up im Retrostil punktet weder mit Übergrafik noch Bombast-Sound, dafür aber mit einem extrem motivierenden Hochgeschwindigkeits-Gameplay.

Resogun: Explosionen und Blitze beherrschen die Szene

In so mancher Videospiel-Dokumentation findet sich der Warnhinweis, dass "bestimmte Blitzlichter oder Lichteffekte" eine epileptische Reaktion beim Betrachter auslösen könnten. Tatsächlich sind einige Fälle dokumentiert. So gesehen sollten sensible Menschen vielleicht einen Bogen um Resogun machen. Denn diese modernisierte Variante von Eugene Jarvis´ klassischem Weltraum-Shooter "Defender" aus dem Jahr 1980 zündet ein gnadenloses Dauerfeuer aus Explosionen und Neongewitter, Power-Ups und Housemusik, schnellen Richtungswechseln und abertausenden zerplatzenden Partikeln. Sich in diesem Chaos aus Farben und Eindrücken zu verlieren, das fühlt sich nach herrlich ursprünglicher Arcade-Action an.

Retrospezialisten am Werk

Die führenden Köpfe hinter Resogun haben 2007 mit "Super Stardust HD" auf der PS3 bereits bewiesen, dass sie klassisches Retro-Gaming erfolgreich für moderne Gaming-System adaptieren können. Und das klappt jetzt erneut. Das Spielprinzip von Resogun lässt sich mit wenigen Worten umreißen. Der Spieler lenkt sein Raumschiff nach links und rechts über den Bildschirm, und setzt hereinströmende Alienhorden unter Dauerfeuer.

Die Gefahr kommt von allen Seiten, häufig auch von oben und unten. Schnelle Reaktion auf neue Gefahren ist der Schlüssel zum Erfolg. Die Steuerung unterscheidet sich vom original "Defender". Dort bestimmt die Flugrichtung des Raumgleiters die Schussrichtung. Hier lässt sich die Laserkanone per rechtem Stick ausrichten, wie man das von klassischen Twinstick-Shootern gewohnt ist.

Taktische Finessen

Wie kann so ein simples Gameplay nach Stunden oder Tagen noch reizen? Das hängt mit dem häufig wechselnden Angreifer-Formationen zusammen und damit, dass die Jagd nach dem Highscore süchtig machen kann. Der Abschuss kompletter Formationen hat Extrapunkte zur Folge, ebenso wie die Bewältigung eines Levels ohne Lebensverlust und die Rettung kleiner Menschlein vor Alien-Ufo-Entführungen.

Wie nun welche Punkte-Multiplikatoren funktionieren und mit welchen Mitteln man die meisten Punkte anhäuft: Die Suche nach Antworten auf diese Fragen kann einen in Resogun wirklich erstaunlich lange auf Trab halten.

Alles dreht sich im Kreis

Auch wenn "Resogun" nur fünf Levels umfasst, gibt es doch einiges zu entdecken. Ein ganz besonderer Kniff besteht zum Beispiel darin, dass "Resogun" die Umgebung sozusagen wie auf eine Litfaßsäule aufspannt. Man umkreist sozusagen eine unendliche Kulisse. Die Bildebenen sind transparent ausgeführt, so dass die Ereignisse im Bildhintergrund durchschimmern. Die Augen können sich auf die zugewandte Seite der Action konzentrieren. Aber in ruhigeren Momenten ist im Hintergrund außerdem zu erkennen, was an ferneren Stellen in der Kulisse passiert.

Von Bossgegnern und Bonuswaffen

Formieren sich dort Dutzende Ufos zu einem Minenfeld? Weben Strahlenkanonen einen Vorhang aus Lasergeflecht? Macht sich dort ein Bossgegner bereits zum endgültigen Gefecht? Der Spieler entscheidet, ob er sich auf den Weg macht und sich anbahnenden Gefahren frühzeitig dem Zahn zieht; oder ob er vielleicht doch erst hilflose Menschen anfliegt und rettet, bevor sie von Alien-Flugmaschinen entführt werden. Das zieht dann Bonuswaffen und -punkte als Belohnung nach sich. Waffen und Schiffe können aufgerüstet werden, um noch mehr Raumschiffschrott zu produzieren.

Was uns gefällt

Die Angriffsformationen sind derartig vielfältig strukturiert, dass man alle paar Augenblicke auf neue Herausforderungen eine Antwort finden muss. Im Online-Modus können zwei Spieler gemeinsam die Alien-Ufos vom Bildschirm putzen. Das flüssige Gameplay mit 60 Frames und 1080p-Auflösung verliert nie an Tempo. Klasse: Im Launch-Monat gibt es Resogun für Playstation Plus-Abonnenten gratis!

Was uns nicht gefällt

Die Twinstick-Steuerung ist leider fest einprogrammiert und lässt sich nicht auf das traditionelle "Defender"-Schema umbauen. Außerdem sind die fünf Levels binnen eines langen Abends durch. Zudem sind ausgerechnet die Bosskämpfe eher langweilig: Die sind nämlich einfallslos choreographiert und stellen keine große Herausforderung dar.

Fazit

Großer Actionspaß für kleines Geld: Der Download-Titel Resogun frischt Retro-Gameplay aus den 80er-Jahren mit den Grafikeffekten einer Hardware des 21. Jahrhunderts auf. Die Mischung zündet und stellt außer schneller Reaktion ein bisschen auch das taktische Denkvermögen auf die Probe. Trotz des geringen Umfangs gibt es einiges zu entdecken: Es heißt zum Beispiel, das in den Tiefen des Gameplay ein besonders knackiger Extra-Schwierigkeitsgrad verborgen liegen soll...

Infos zum Spiel

Titel: Resogun
Genre: Retro-Shooter
Publisher: Sony
Entwickler: Housemarque
Release-Termin: Im Handel
Preis: zirka 15 Euro via PSN
System: PS4
USK-Freigabe: Ab 6 Jahren
Wertung: Sehr gut

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