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Tearaway für Playstation Vita im Test: Ein Kurier aus Papier

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Test Tearaway | Action-Adventure | Playstation Vita  

Ein Kurier aus Papier

17.12.2013, 17:09 Uhr | (jr / nic), Richard Löwenstein

Tearaway für Playstation Vita im Test: Ein Kurier aus Papier. Tearaway Action-Adventure von Media Molecule für die PS Vita (Quelle: Sony)

Tearaway (Quelle: Sony)

Ein neues Action-Adventure der Schöpfer von "Little Big Planet": Also wenn das nicht der allerbeste Grund ist, die PS Vita endlich mal wieder aus der Schublade zu zerren. Das spritzige 3D-Plattformspiel "Tearaway" aus dem Hause Media Molecule begeistert mit pfiffigem Charme und einem einprägsamen Stil: Kulissen entfalten sich aus Papier und füllen sich mit Figuren aus einem bunten und fantasievollen Origami-Kosmos.

Tearaway: Eine Welt aus Farben und Falten

Zu Beginn blättert Tearaway die ersten Seiten in einem virtuellen Bilderbuch auf. Bereits das erste Kapitel veranschaulicht den Einfallsreichtum, der das komplette Spiel von der ersten bis zur letzten Minute prägt. In diesen ersten Momenten blendet Tearaway per Vita-Kamera aufgenommene Szenen aus der Umgebung des Spielers in die künstliche Umgebung ein. Nach eifrigem Schütteln der Konsole werden weitere Bilder dazu gemischt, so als hätte der Spieler durch sein Schütteln sozusagen ein Tor in seine eigene Welt gesprengt und würde nun in eine künstliches Universum gesogen.

Ab jetzt darf man in diese seltsame Umgebung eintauchen und mitmischen. Die Welt hat einen Namen: Sie heißt Talfalte. Alles an ihr und in ihr wirkt wie ein Origami-Kunstwerk. Grüne Bäume, gelbe Häuser, blaue Flüsse und sogar die Figuren sind aus digitalem Papier gefaltet.

Verblüffende Touchscreen-Idee

Sogleich entrollt sich ein bunter Zettel und wird zur Heldenfigur: Ein Kurier namens Iota soll sozusagen als laufender Briefumschlag eine Botschaft überbringen. Iota folgt den Kommandos des Analogsticks und lässt sich in alle Richtungen führen. Das betuliche Tempo des Spiels erinnert einen eher an "Zelda" als an "Sonic".

Bald stellen sich grimmig guckende Kreaturen in den Weg. Die kuschen nicht etwa, nachdem Iota auf sie drauf hüpft oder sie per Schwerthieb niederstreckt, wie das in konventionell gestalteten Actionabenteuern der Fall wäre. Nein, vielmehr kommt der sonst meistens brachliegende Touchscreen auf der Rückseite der Vita-Konsole endlich mal sinnvoll zum Einsatz. Sobald Finger den Bildschirm berühren, zeigt der Spielmonitor, wie sich künstliche Fingerkuppen in die Umgebung bohren - so als greife die Hand durch den Touchscreen hindurch und in die Spielwelt hinein.

Erhabenes Spielgefühl

Mit einer schimmernden Aura und entsprechenden Soundeffekten inszenierte Tearaway diesen Moment so, als beteilige sich eine höhere Macht von außen am Geschehen. Das sieht verblüffend aus und fühlt sich erhaben an. Erklären lässt sich die Entstehung der Idee übrigens durch die Nachbarschaft zu den Göttersimulations-Spezialisten von Lionhead im englischen Guildford. Viele Mitarbeiter an Tearaway haben ihr Handwerk bei Lionhead gelernt und setzen ihr Wissen jetzt für eine verblüffende Inszenierung auf der Playstation Vita ein.

Sobald Zeige- oder Mittelfinger über den Touchscreen tanzen, folgen die virtuellen Fingerkuppen den Wischkommandos und fegen die bösen Buben aus dem Weg. Iota kann seinen Weg fortsetzen. Von Spielminute zu Spielminute entfaltet sich das Gameplay. Auf originelle Weise werden dabei Kisten zu Katapulten, Wände zu Brücken - an kreativen Einfällen hat es hier wahrlich keinen Mangel.

Etwas kurze Spieldauer

Iota trifft im Rahmen der sechs bis acht Stunden umfassenden Kampagne allerhand freundliche Zeitgenossen, sammelt Kostümierungen, spielt Erdhörnchen-Basketball, bekämpft kleine und große Kreaturen und löst simple Rätsel- und Sprungeinlagen.

Letztere basieren größtenteils auf Vita-Funktionen, wie eben der Benutzung des Rückseiten-Touchpads. Man trommelt beispielsweise von hinten auf die Vita, um aus gekennzeichneten Flächen Trampoline zu machen; oder nutzt den Touchscreen, um das Gelände zu drehen und sich so einen Weg zu bahnen. Bei anderen Vita-Produktionen wirken derlei Funktionen allzu oft aufgesetzt, hier dagegen ist's liebevoll, durchdacht und sinnvoll in das Gameplay eingebunden

Was uns gefällt

Die schöne Stimmung beruht nicht zuletzt auf der hinreißenden Vertonung der deutschen Version. Die weibliche Erzählerin und der männliche Gegenpart ergänzen einander wunderbar. Hervorzuheben ist außerdem der tolle Spielfluss: Ladepausen sind kein Thema.

Was uns nicht gefällt

Die Kampagne ist mit sechs bis acht Stunden Spieldauer etwas arg kurz und einfach geraten. Das ist sehr schade, aber immerhin locken versteckte Ideen und Sammelextras zum zweiten Durchspielen.

Fazit

Derart liebevoll und von A bis Z charmant inszenierte Videospiele traut man sonst eher Nintendo zu. Das 3D-Plattformspiel Tearaway lotet die technischen Möglichkeiten der Playstation Vita aus, füllt die kleine Konsole mit fantasievollen Ideen und verzaubert Genrekenner genauso wie junge Gelegenheitsspieler. Schade, dass nach drei bis vier Abenden alles schon wieder vorbei ist.

Infos zum Spiel

Titel: Tearaway
Genre: Action-Adventure
Publisher: Sony
Entwickler: Media Molecule
Release-Termin: Im Handel
Preis: zirka 35 Euro
System: Playstation Vita
USK-Freigabe: Ab 0 Jahren
Wertung: Sehr gut

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