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Dark Souls 2: Ist es zu hart, bist Du zu schwach

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Hands on-Preview Dark Souls 2 | Action-Rollenspiel | PC, PS3, Xbox 360  

Ist es zu hart, bist Du zu schwach

20.12.2013, 16:02 Uhr | Olaf Bleich (jr / nic), Medienagentur plassma

Dark Souls 2: Ist es zu hart, bist Du zu schwach. Dark Souls 2 Action-Rollenspiel von Namco-Bandai für PC, PS3 und Xbox 360 (Quelle: Namco-Bandai)

Dark Souls 2 (Quelle: Namco-Bandai)

Videospiele werden immer kürzer und leichter. Man ist durch die Einzelspieler-Kampagne zu schnell durch, wird ohne jede Entscheidungsfreiheit durch schlauchartige Level geschleust oder die Herausforderung ist schlichtweg einfach zu niedrig. Nur wenige Spiele stellen sich gegen diesen Trend. Das beinharte Action-Rollenspiel "Dark Souls 2" von Publisher Namco Bandai und Entwickler From Software ist eines von ihnen. Bockschwer, atmosphärisch und gnadenlos - aber genau deshalb auch so faszinierend. Wer in den monsterdurchfluteten Landen im Kampf mit feuerspeienden Drachen, riesigen Dämonen und unzähligen anderen Teufelswesen erfolgreich sein will, sollte unbedingt über gute Nerven und fixe Reaktionen verfügen. Dark Souls 2 erscheint am 14. März 2014 für PC, PS3 und Xbox 360. 

Dark Souls 2: Allein in der Dunkelheit

In den vergangenen Monaten führte From Software einen geschlossenen Beta-Test mit einer ausgewählten und limitierten Teilnehmerschaft durch. Dieser Probeabschnitt führte die Spieler in das Gebiet "Huntman’s Corpse". Eine finstere Gegend voller schroffer Felsformationen, enger Bergpässe und jeder Menge tödlicher Monster. Als einer von sechs Glücksrittern - darunter Klassen wie der Soldat oder der Zwei-Waffen-Krieger - sind wir hier auf Entdeckungsreise gegangen.

Fackel oder Schild?

Das Spiel startet an den für "Dark Souls" bekannten Lagerfeuern. Wer sich hier niederlässt, speichert seinen Fortschritt und kann gleichzeitig die erkämpften schwarzen Seelen in neue Charakterwerte ummünzen. Einen klitzekleinen Nachteil hat die Prozedur allerdings: Mit jeder Pause erweckt man auch alle bislang erlegten Monster wieder zum Leben.

Die dunkle Rollenspiel-Saga geht weiter

"Dark Souls 2" soll für PC, PS3 und Xbox 360 erscheinen.

"Dark Souls 2" soll für PC, PS3 und Xbox 360 erscheinen.


Eines bekommt man schnell mit: Die Welt von Dark Souls 2 ist stockfinster - und brutal. Die Fackel ist da ein nützliches Hilfsmittel. Sie kann am Lagerfeuer oder anderen Feuerstellen angezündet werden. Das Problem dabei: Wer in der einen Hand eine Fackel trägt, kann kein Schild mehr halten, was sich bei unpassender Gelegenheit auch schon einmal als fataler Tausch entpuppt.

Von Anfang an gnadenlos

Die ersten Schritte in Dark Souls 2 sind die schwersten. Kaum betritt der namenlose Held ein verlassenes Gebäude, schlagen in seiner Rüstung Pfeile ein, und ein maskierter Schurke attackiert ihn aus dem Schatten. Alten Dark Souls-Veteranen fällt auf: From Software hat deutlich an den Animationen und der Steuerung gearbeitet. Der Soldat ist die agilste Klasse im Spiel und bewegt sich mit Rollen und kurzen Ausweichmanövern trotz Kettenpanzer erstaunlich geschmeidig. Im Gegensatz zu Action-Titeln wie "DMC: Devil May Cry" darf man hier aber nie seine Deckung schleifen lassen. Spätestens wenn größere Bestien wie der Kampf-Oger mit zwei Sensen auftauchen, kostet jeder Treffer fast ein Drittel des Energiebalkens.

Der Tod kommt auf Raten

Segnet man irgendwann das Zeitliche, bringt einen das Spiel zum letzten Lagerfeuer zurück. Allerdings wird man als Untoter wiedergeboren und verliert alle eroberten Seelen. Diese schweben als grüne Orbs in der Luft und können glücklicherweise wieder eingesammelt werden. Doch das Leben eines Untoten ist nicht unproblematisch: Mit jedem weiteren Bildschirmtod verlieren Sie ein weiteres Stück Ihres Energiebalkens, bis schließlich nur noch die Hälfte davon vorhanden ist. Nur durch die Einnahme eines speziellen "Menschlichkeitstranks" kehrt die verlorene Energie wieder zurück in den Körper Ihres Avatars.

Innovative Mitspieler-Interaktion

Dark Souls 2 verfügt wie schon der Vorgänger über keinen herkömmlichen Mehrspieler-Modus. Trotzdem ist es möglich, mit anderen Spielern zu interagieren. So können Sie anderen Abenteurern Nachrichten hinterlassen. Diese baut man fix mit einem Baukastensystem zusammen und warnt andere Teilnehmer vor Gefahren - oder man führt sie auch mal in die Irre.

Zudem sind Blutspuren Zeitzeugen vergangener Helden: Ein Klick auf die roten Flecken ruft deren Geist herbei und zeigt die letzten Sekunden der wackeren Kämpen. Über das sogenannte "Covenant"-System kann man sich außerdem Bündnissen anschließen und andere Spieler für kurze Zeit in die eigene Session einladen.

Der Haken an der Sache: Je stärker der eigene Held ist, desto kürzer ist diese Art der Unterstützung. Andersherum können andere Spieler auch in fremde Abenteuer einbrechen und den Helden selbst angreifen.

Endgegner, die ihren Namen auch verdienen

So beinhart Dark Souls 2 auch sein mag, es ist dabei jederzeit absolut fair. Meist stirbt man nur, weil man entweder schlecht vorbereitet oder übermütig ist. Geduld und Kontrolle über den eigenen Helden sind die Grundzutaten für den Erfolg.

Die Boss-Gegner, die nicht zwangsläufig am Ende eines Abschnitts auftauchen müssen, haben es ebenfalls mächtig in sich. Hinter dem Skelettkönig von "Huntman’s Corpse" verbirgt sich gleich eine ganze Armee: Drei riesige Skelett-Lords greifen als erstes an. Anschließend folgt eine wahre Heerschar kleinerer Klappermänner - mal gepanzert, mal mit rotierenden Rädern ausgerüstet. Wer hier in Panik gerät oder mit dem Kopf durch die Wand will, verliert nicht nur alle seine Seelen, sondern auch schnell den Spaß an Dark Souls 2.

Was uns gefällt

Es ist schwer. Es ist finster. Es ist atmosphärisch. Wer die ersten Stunden von Dark Souls 2 mit halbwegs heiler Haut übersteht, wird sich der Faszination dieses Rollenspiel-Brockens nicht entziehen können. Die spielerische Herausforderung ist enorm, aber genau deshalb sind Erfolge umso befriedigender.

Was uns nicht gefällt

Dark Souls 2 wandelt auf einem schmalen Grat. Es kratzt ganz bewusst an der Frustgrenze des Spielers. Entwickler From Software nimmt Wutausbrüche billigend in Kauf. Dieses Action-Abenteuer wird vielen Spielern schlichtweg zu schwer sein - nicht zuletzt, weil die Untoten-Funktion Bildschirmtode noch einmal bestraft. Der Schwierigkeitsgrad ist, je nach Spielertyp, also Fluch und Segen zugleich.

Fazit

From Software erfindet Dark Souls nicht neu. Dennoch spielt sich der zweite Teil runder und ausgereifter. Steuerung, Animationen und Charaktersystem wirken in sich stimmiger. An der eigentlichen Prämisse ändert sich nichts: Ist Dark Souls 2 zu hart, bist du zu schwach! Hardcore-Gamer dürften 2014 kein besseres Spiel serviert bekommen.

Infos zum Spiel

Titel: Dark Souls 2
Genre: Action-Rollenspiel
Publisher: Namco-Bandai
Hersteller: From Software
Release: 14. März 2014
Preis: zirka 60 Euro (Collector's Edition: ab 90 Euro)
System: Xbox 360, PS3, PC
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Einschätzung: Sehr gut

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