Startseite
Sie sind hier: Home > Spiele > Tests & Previews >

Titanfall: Mit Monster-Mechs dem Gegner auf der Xbox One einheizen

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Preview zu Titanfall | Ego-Shooter | Xbox 360, Xbox One  

Titanfall: Mit Monster-Mechs dem Gegner einheizen

20.12.2013, 17:32 Uhr | (jr / nic) , Richard Löwenstein

Titanfall: Mit Monster-Mechs dem Gegner auf der Xbox One einheizen. Titanfall Ego-Shooter von Respawn Entertainment für Xbox One und Xbox 360 (Quelle: Electronic Arts)

Titanfall (Quelle: Electronic Arts)

Titanfall bietet ein hochdynamisches Action-Gameplay und wird einer der schnellsten Ego-Shooter im Jahr 2014. Große Freude stiftet das für PC, Xbox 360 und Xbox One erscheinende Science-Fiction-Spektakel aus dem Hause Respawn Entertainment aber nicht nur unter Reaktionskönigen, sondern außerdem unter all jenen, die monumentale Bilder lieben und Lust haben auf frische Gameplay-Experimente abseits von Call of Duty und Battlefield. Bei Titanfall ändern sich Situationen nämlich innerhalb von Sekundenbruchteilen. In einem Moment turnt die Spielfigur leichtfüßig durch die Kulissen, im nächsten Augenblick übernimmt man das Kommando über einen fünf Tonnen schweren Mech-Kampfanzug und zerbröselt, was einem mit unfreundlichen Absichten gegenübertritt.

Titanfall: Schicke Online-Multiplayer-Action

Mutig ist das schon, was der US-Entwickler Respawn da Mitte März 2014 aus der Taufe heben möchte - denn Titanfall verschreibt sich mit Haut und Haar dem Mehrspieler-Erlebnis. Eine Einzelspieler-Kampagne ist gar nicht erst vorgesehen. Stattdessen wird das Online-Gameplay um Komponenten ergänzt, die man sonst eher Offline-Actiongames zuschreibt. Kamerawechsel veranschaulichen die wechselnden Spielsituationen an fernen Orten, und Computerfiguren unterstreichen mit Sprüchen und Taten die aktuelle Dramatik. Wenn sich bis zu 16 Mitspieler zu groß angelegten Einsätzen in offen gestalteten Mehrspielerkarten treffen, dann sorgen Rahmenhandlung und wechselnde Missionsziele für ein ausgeprägtes Mittendrin-Gefühl.

Turnakrobatik im Assassin's-Creed-Stil

Die Action beschwört eine nahe Zukunft auf einem fernen Planeten ohne Namen. Zwei Fraktionen kämpfen um die Vormacht. Die Geschichte erinnert an den Kinostreifen "Avatar": Ein skrupelloser Konzern will die Ressourcen eines fernen Planeten ausbeuten und im Weg stehende Siedler zum Umzug zwingen. Die stellen sich dem Vorhaben entgegen - und voilá, es kommt zum Krieg. Beteiligt daran sind athletische Fußsoldaten und sogenannte Titanen, also von schweren Mech-Panzerungen geschützte Soldaten.

Titanfall: Revolution im Genre Ego-Shooter?

Die "Titan"-Mechs und die Bewegungsfreiheit im Gameplay-Trailer zum Story-Modus in Titanfall lassen uns staunend und mit dem Verlangen nach mehr zurück.

Mechs und die Bewegungsfreiheit lassen uns staunen.


Wer zu Fuß überleben will, muss schnell sein. Die Wände hochrennen, einen gewaltigen Satz per Doppelsprung auf die andere Seite einer Mauer machen. Die Türme erklimmen und von Dach zu Dach springen. Von erhöhten Aussichtspunkten aus kann man dann wunderbar mit dem Anti-Titan-Raketenwerfer die schweren Blechkameraden unten auf dem Boden auseinandernehmen. Doch wehrlos sind die nicht, sondern kontern mit schwerem Beschuss aus fetten Gatling-Guns, jede einzelne davon dreimal so groß wie ein Mensch.

Mit Jetpacks und Magnetschuhen

Titanen greifen nicht von der ersten Minute an in die Action ein, sondern befinden sich zu Beginn einer Partie im Bau. Sie werden dann nach einigen Minuten von einem der Raumschiffe im Orbit abgeworfen. Bis dahin beschränkt sich der Überlebenskampf je nach Soldatenklasse auf Sturmgewehr, Maschinenpistole oder Scharfschützengewehr sowie wählbare Spezialfähigkeiten. Per Jetpack hopst ein Soldat beispielsweise relativ locker von Dach zu Dach. Mithilfe von Magnetschuhen ist es ein leichtes, senkrecht an Wänden empor zu rennen.

Man sollte allerdings den Energievorrat im Blick behalten, denn wenn nicht, folgt unweigerlich der Absturz. Das Zusammenwirken aus verschiedenen Waffensystemen mit den Spezialfähigkeiten fühlt sich an, als hätte jemand ein Katapult auf ein Achterbahnwagen gespannt, das mitten im Looping abgefeuert wird - sehr temporeich und dynamisch.

Vom Fußsoldaten zum Titankommandanten

Sobald die Titanen einsatzfähig sind, wird die Ankunft mit viel Wucht inszeniert. Die Eisenhaufen schießen in einer Art Kokon aus dem Himmel, bohren sich in die Erde, sprengen ihre Schale ab und stehen zum Kampf bereit. Den Abwurfort bestimmt der Spieler vorab, so dass der eigene Kampfroboter nicht im Kugelhagel anderer Mitspieler landen muss.

Der Wechsel vom Fußsoldaten zum Kommandanten eines Mech fühlt sich herrlich fließend an. Man kann sich direkt von einen Hochhaus in das Cockpit eines Mech hinein katapultieren. Vollautomatisch öffnet sich die Kommandoluke, der Titan fängt den Soldaten mit seiner Pranke auf und setzt ihn Kommando-Cockpit. Durch solche kleinen Animationen wirkt "Titanfall" - trotz der Riesenmaschinen - weniger kalt und technisch als viele andere Ego-Shooter, sondern ganz erstaunlich warm und menschlich.

Feuer, Flamme und Schild

Im Einsatz fühlen sich die Titanen an wie eine mächtige Verlängerung von Armen und Beinen. Die rechte Schultertaste des Controllers lässt die Waffe fauchen, die linke Schultertaste aktiviert ein Schild zum Schutz vor Infanterie-Raketen und anderen Geschossen. Für geglückte Aktionen gibt es Punkte, die der Aufwertung des Mechs dienen. So gelangt man in den Besitz von Flammenwerfern und vermag Feindprojektile zurückzuschleudern. Mit der Zeit entwickelt "Titanfall" viele Nuancen und Facetten. Es wird sicher einige Wochen in Anspruch nehmen, bis man alle Feinheiten des Gameplays in den Griff bekommt

Was uns gefällt

Das Gameplay ist "vertikal" angelegt, nutzt also den dreidimensionalen Raum sehr effektiv - das sorgt für Tempo und Dynamik. Schön auch, dass sich die Action weniger ernst nimmt als im Ego-Shooter-Genre üblich. Gelegentlich menschelt es sogar, zum Beispiel wenn ein Pilot während einer Intro-Szene strauchelt und sein Titan ihm wieder auf die Füße hilft.

Was uns nicht gefällt

Einzelspieler bekommen hier nichts zu tun, da es weder einen Offline-Modus noch eine Einzelspieler-Kampagne geben soll. Aktuell stecken die Titanen erstaunlich wenig Treffer weg, und die Action verfällt etappenweise ins Chaotische. Das fühlt sich nach schlechter Gameplay-Balance an und muss bis zum Release noch ausgemerzt werden.

Fazit

Endlich mal wieder ein Ego-Shooter, der ein bisschen frischen Wind in das Genre bringt. Im Vergleich mit optischen Blendgranaten, aber inhaltlichen Wiederkäuern vom Typ "Call of Duty" oder "Battlefield" spielt sich Titanfall angenehm anders. Durch das Miteinander von völlig unterschiedlichen Kampfklassen entwickelt das Gameplay eine sehr abwechslungsreiche Dynamik, die Reaktionsschnelligkeit und Anpassungsfähigkeit belohnt.

Infos zum Spiel

Titel: Titanfall
Genre: Ego-Shooter
Publisher: ElectronicArts
Hersteller: Respawn Entertainment
Release-Termin: 13. März 2014
Preis: Noch nicht bekannt
System: Xbox 360, Xbox One, PC
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Einschätzung: Sehr gut

News, Tests & Previews, Demo-Downloads, Onlinegames und mehr auf Facebook: Werden Sie Fan von T-Online Spiele!

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Gezielter Schlag 
Hit im Netz: Mit seinem Hund darf sich niemand anlegen

Känguru hält den Vierbeiner im Schwitzkasten, das Herrchen schreitet ein. Video

Anzeige


Anzeige
shopping-portal