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Test zu Ratchet & Clank: Nexus - Der letzte Schuss

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Test zu Ratchet & Clank: Nexus - Der letzte Schuss | Jump'n'Run | PS3  

Der letzte Schuss

07.01.2014, 16:28 Uhr | (nic / ams) , Richard Löwenstein

Test zu Ratchet & Clank: Nexus - Der letzte Schuss. Ratchet & Clank: Nexus Jump'n'Run von Insomniac Games und Sony für PS3 (Quelle: Sony)

Ratchet & Clank: Nexus (Quelle: Sony)

Offiziell ist das Ende nicht. Aber hinter vorgehaltener Hand bestätigt der US-Entwickler Insomniac Games, dass "Ratchet & Clank: Nexus" das letzte Action-Jump´n´Run aus der "Ratchet & Clank"-Reihe sei – zumindest auf der PS3. Fortsetzungs-Pläne für PS4 sind bisher noch keine bekannt gemacht worden. Ein vorläufig letztes Mal turnt also der tollkühne Springinsfeld namens Ratchet gemeinsam mit seinem ständigen Begleiter Clank durch kunterbunte Kulissen und zerbröselt mit irren Waffen alles, was ihm im Weg steht.

Ratchet, Clank - Macht's noch einmal auf Playstation 3

Wie alle Spiele aus der "Ratchet & Clank"-Reihe, bindet auch "Nexus" die Action in eine neckisch erzählte Rahmenhandlung ein. Wilde Kamerazooms zeigen liebevoll ins Detail gesetzte Figuren, die allerdings oft wenig Liebevolles im Sinn haben. Im konkreten Fall zeigen die Bilder, wie die fiese Weltraum-Hexe Vendra Prog kurz vor ihrer Ankunft auf dem Vartax-Gefängnisplaneten flieht. Nun probt sie zusammen mit ihrem Bruder Neftin und einer Horde garstiger Alien-Untertanen erneut den Aufstand. Der Spieler soll das Imperium des Verbrecherduos fortan auf mehreren Planeten zerschlagen. Er steuert Ratchet durch das Chaos. Die handliche Bedienung erinnert an einen Ego-Shooter. Dem kleinen Roboterkumpel Clank kommt in aller Regel die Rolle des Stichwortgebers zu, die er seit Bestehen der Reihe bestens ausfüllt. Er wirft also gelegentlich Kommentare in die Runde; hängt ansonsten wie ein Rucksack auf dem Rücken des Helden und saugt vollautomatisch all den Eisenschrott an sich, der nach der Explosion besiegter Gegner durch das Bild purzelt. Mit Hilfe dieser Währung machen wir uns bessere Waffen und Ausrüstung zugänglich.

Unterhaltung für jung und älter

Es folgt eine sehr geradlinig inszenierte, stets putzmuntere Actiongaudi in farbenfrohen und abwechslungsreichen Welten. Ratchet rennt und springt durch ginstergelbe Wälder, er hechtet sich über feiste Schluchten und balanciert auf zerbröselndem Basalt. Nicht Glück oder gar vorbestimmte Choreographien bestimmen Ratchets Überlebens-Chancen, sondern Timing und Reaktion des Spielers. So wie das bei einem Jump´n´Run alter Schule eben sein soll. Dabei wird es dennoch auf eine Weise inszeniert, dass auch ältere Gamer die Herausforderungen als gute Unterhaltung wahrnehmen. Wie in der "Ratchet & Clank"-Reihe üblich, unterfüttert auch "Nexus" seine Geschicklichkeits-Prüfungen mit willkommenen Schalterrätseln und einer ordentlichen Portion Action. Wenn einem nicht gerade massive Monsterhorden entgegen schweben, hüpfen oder stürmen, dann baut sich vermutlich gerade ein Bossgegner im Weg auf. 

Action plus Puzzles

Um den Gefahren gewachsen zu sein, steckt das Spiel dem Heldenduo im Spielverlauf einmal mehr ein gewaltiges Arsenal an skurrilen Sci-Fi-Schießeisen zu. Wirklich viel Neues ist nicht darunter, aber das eine oder andere Extra sorgt schon für freudige Erregung. Mit den Gravitationsstiefeln bewegt sich Ratchet beispielsweise an Wänden und Decken entlang. Auch der Einsatz des sogenannten Schwerkraftstrahlers will geübt sein. Mit dieser Projektilwaffe werden an Wänden hängende Energieplattformen mit einer Art Traktorstrahl verbunden, mit dessen Hilfe Ratchet dann entlegene Plattformen erreichen kann. Diese Rätselkomponente ist erstaunlich gut gelöst: Mit einer flachen Lernkurve einerseits für jedermann schaffbar, fordert sie andererseits zur genauen Observation der Spielumgebung auf und spornt zum Kombinieren verschiedener Lösungsmöglichkeiten an.

Mängel an Technik und Ausstattung

Zu den weiteren ulkigen Waffen zählt der "Winterisierer", der Gegner bei Treffern augenblicklich in Schneemänner verwandelt - oder auch die Albtraumkiste, die im Umkreis von mehreren Metern sämtliche Gegner paralysiert. Die damit einhergehenden Effekte sind ebenfalls echte Hingucker. So sehen die durch Ratchets Beschuss entstandenen Schneemänner quasi immer unterschiedlich aus. Und besagter Kiste entspringt eine Vielzahl unterschiedlicher Schreckgespenster. Technisch wird das alles ziemlich makellos präsentiert und mit extrem viel Wortwitz erzählt - bravo, Insomniac. Weniger schön allerdings, dass die Bildwiederholrate stark schwankt. Während frühere Teile von "Ratchet & Clank", wie zum Beispiel "Tools of Destruction", mit ihrem durchwegs flüssigen Spielablauf von Anfang bis Ende in eine Fantasiewelt entführen, reißen einen hier Ruckeleien eher unschön aus dem Erlebnis heraus. Schade auch, dass nach acht bis zehn Stunden bereits das Finale erreicht ist. 

Was wir mögen

Das abwechslungsreiche Gameplay steigert seinen Reiz durch den herrlichen Humor. Witzige Animationen und Momente voller frecher Sprüche bilden Durchschnauf-Oasen zwischen allerlei rasanter Actionszenen. Dass die Gags bei groß und klein zünden, ist auch ein Verdienst der hervorragenden deutschen Synchronsprecher. 

Was wir nicht mögen

Die Ausstattung ist karg, aber dem niedrigen Preis angemessen. Die Einzelspieler-Kampagne erreicht nach acht bis zehn Stunden bereits das Finale, und bietet danach wenig Anreize zum erneuten Durchspielen. Außerdem drückt sich das Spiel um jede Form eines Mehrspieler-Modus. 

Fazit

Springen und schießen, die Laserwaffen aufrüsten und damit arroganten Bossgegnern in den Allerwertesten treten - danach bei charmant inszenierten Blödeldialogen zu Atem kommen: Diese Elemente weisen "Nexus" als weiteren Höhepunkt aus der  "Ratchet & Clank"-Reihe aus. Viele Ideen kennt man allerdings schon. Die kurze Spieldauer und technische Mängel schmälern den Unterhaltungswert zusätzlich. Im Zweifelsfall lieber den stärkeren Serienteil "A Crack in Time" vorziehen. 

Infos zum Spiel

Titel: Ratchet & Clank Nexus
Genre: Jump'n'Run
Publisher: Sony
Hersteller: Insomniac Games
Release-Termin: Im Handel
Preis: zirka 25 Euro
System: PS3
USK-Freigabe: ab 12 Jahren
Wertung: Gut

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