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GTA: San Andreas  

Gangsteraction in Los Santos für unterwegs

10.01.2014, 16:19 Uhr | Benjamin Kratsch (nic / ams), Medienagentur plassma

Gangsteraction in Los Santos für unterwegs. GTA: San Andreas Actionspiel für iOS und Android von Rockstar Games (Quelle: Rockstar Games)

GTA: San Andreas (Quelle: Rockstar Games)

"GTA: San Andreas" prägte nach seiner Veröffentlichung im Jahr 2004 die gesamte Spieleindustrie: Der Action-Hit von Rockstar Games brillierte mit einer riesigen, offenen Spielwelt, einer spannenden Gangster-Story und etlichen Popkultur-Zitaten. Nun ist der Meilenstein auch im mobilen Format für iOS und Android erschienen - und bietet nach wie vor ein Spielerlebnis der Sonderklasse. Allerdings trüben einige Technik- und Steuerungsmacken den ansonsten famosen Eindruck. 

Spiel der unendlichen Möglichkeiten

"GTA: San Andeas" ist ein Erlebnis, wie es die Spielebranche in dieser Komplexität nur ganz selten bietet: Wo der Fahrspaß mit klassischen US-Schlitten wie der Cobra Shelby in eine epische Geschichte über Drogenkriege, bestechliche Polizisten und den Traum vom großen Geld überleitet. Wo Sie jederzeit auf der Straße überfahren und erschossen werden können oder sich einfach mal eben einen neuen Haarschnitt zulegen, um bei der attraktiven Schwester von Kumpel Sweet zu landen. Oder Ihr Auto bei Big Mike neu lackieren lassen, damit der Polizei-Schwarm auf der Hauptstraße Sie nicht mehr erkennt. Und wo man sogar ein Auge auf die Fitness des Avatars haben muss: Wer seine Muskeln fleißig in der Muckiebude trainiert, hat bessere Chancen bei den heißen Ladys am Santa Maria Pier. Mampft man hingegen zu viele Burger, wird man kugelrund und kann plötzlich nicht mehr so lange sprinten.

Die Story: Gangster-Karriere wider Willen

Die Ausgangssituation eines jeden "GTA"-Spiels war bis "GTA 5" immer die gleiche: Ein ganz normaler Typ kehrt nach Hause zurück, trifft ein paar alte "Freunde" wieder - und schon nach der ersten halben Stunde sind die Straßen mit virtuellen Leichen gepflastert. Tauchen dann auch noch Polizisten auf der eigenen Abschussliste auf, gibt’s mächtig Stress. Ungefähr so ergeht es auch "San Andeas"-Protagonist Carl "CJ" Johnson, der eigentlich nur eine Rede am Grab seiner Mutter halten will. Doch schon am Flughafen wird er von ein paar korrupten Polizisten aufgemischt und erpresst. So nimmt die Geschichte ihren Lauf: Carl muss diversen "Freunden" einen Gefallen tun und schlittert dadurch von einem Schlamassel in den nächsten. 

Yo Homie!

Für die Polizisten soll er Schmiergeld abholen, beobachtet dabei aber einen Mord, den man ihm ruck, zuck in die Schuhe schiebt. Und Kumpel Sweet bittet darum, an einem Hotel abgeholt zu werden, vergisst aber die Scharfschützen, Agenten und Elite-Kommandos zu erwähnen, die dieses Versteck des Zeugenschutzprogramms bewachen. Es dauert nicht lange, da glühen am oberen Rand Ihres Tablets oder Smartphones fünf Sterne, Helikopter schießen aus den Wolken und fallen von Raketen getroffen wie Fliegen zu Boden. Das Sternesystem funktioniert wie gehabt: Je mehr Verbrechen Sie begehen, desto aggressiver agiert die Polizei und desto schneller füllt sich Ihr Sterne-Konto. Die Gangster-Geschichte ist sicherlich kein Scorsese-Meisterwerk, kein in Polygone gegossenes "Scarface", gefällt aber mit vielen popkulturellen Anspielungen, gekonnter Gesellschaftskritik, zahlreichen guten Gags und vor allem schrägen Charakteren.

Die Steuerung: Übung macht den Meister

Die Steuerung ist mitunter recht hakelig: Läuft CJ, wird ein Oberfläche eingeblendet, um den Sprint zu aktivieren. Steigt er in ein Auto ein, ändert sich selbige in Möglichkeiten die Handbremse zu betätigen, um einen Drift hinzulegen. Es ist alles andere als einfach seine beiden Hände zu koordinieren, ergo mit der rechten Gas zu geben oder die Bremse zu bedienen und mit der linken ein virtuelles Steuerkreuz für die Richtung zu dirigieren. Gerade in hektischen Verfolgungsjagden wünscht man sich eine intuitivere Bedienung. Hier ist ziemlich viel Multitasking gefragt - und Geduld. Kleiner Tipp: Mit einem iOS-7-kompatiblen Smartphone-Joypad von Logitech oder Moga spielt sich "GTA: San Andreas" deutlich flüssiger als mit der Touch-Bedienung. 

Die Technik: Licht und Schatten

Technisch liefert Rockstar einen soliden Job ab. Durch Retina-Auflösung der neueren Geräte lässt die mobile Version das PS2-Original ziemlich alt aussehen. Offensichtlich haben die Entwickler aber vergessen, die Texturen für Gesichter und generell Charaktere höher aufzulösen. Während San Andreas-Spieler also auf iPad Air und iPad Mini Retina ein durchaus schickes Lichtspiel, einige Lens-Flare-Effekte und ordentliche Schießereien geboten bekommen, sehen sämtliche Figuren ziemlich mager aus. Gerade im Vergleich zu iOS-Optik-Highlights wie "Infinity Blade 3" ist das ziemlich enttäuschend. Hier hätte sich Rockstar gerne mehr Mühe geben dürfen. Aber immerhin hat das Team die Performance mittlerweile weitestgehend im Griff: Noch zum Start im Dezember kam es selbst auf den neuesten iOS-Geräten zu heftigen Einbrüchen in der Bildwiederholrate. Das hat Rockstar mit dem Update auf Version 1.01 mittlerweile behoben. Beschwerden der iTunes-Rezensenten über Ruckler und Spielabstürze gibt es aber immer noch.

Was uns gefällt

Die Mischung aus Open-World-Fahrspaß in einem Ami-Schlitten der 90er, wilden Ballereien und dramatisch inszenierten Verfolgungsjagden funktioniert heute noch genau so gut wie damals. Rockstar Games transferiert den Klassiker weitestgehend gekonnt auf die neue iOS-Generation und leistungstarke Android-Plattformen. Was dieses Spiel vor allem auszeichnet, ist seine Unvorhersehbarkeit: Da rast man gerade mit einem schnittigen Sportwagen mitten in eine Polizeisperre, wird von Spezialeinheiten umstellt und wartet schon auf den "Verhaftet"-Bildschirm, als plötzlich der Fahrer einer Stretch-Limousine in die Szenerie rauscht, die Polizeibeamten überfährt und die Einsatzfahrzeuge zur Seite rammt. Und die oft schrägen Charaktere reißen Gags und Lacher am laufenden Band.

Was uns nicht gefällt

Es ist schade, dass gerade die Gesichter der Figuren so niedrig aufgelöst sind wie seinerzeit auf der PS2 und im Gegensatz zur sonst stimmigen Szenerie und scharfen Texturen fast schon grotesk hässlich wirken. Seit dem erste Patch ist die Performance okay, aber noch lange nicht perfekt. Beim nächsten Mobile-Port sollte Rockstar aber vorher sein Spiel optimieren und es erst dann zum Kauf anbieten. Die komplexe Steuerung könnte zudem den einen oder anderen Spieler überfordern.

Fazit

Gelungene, aber nicht überragende iOS- und Android-Portierung einer Spielelegende: Gut geschriebene Charaktere, launige Gangster-Story und die nach wie vor aufregend choreografierte Open-World-Action begeistern, technisch wäre aber mehr drin gewesen. Und bis man die knifflige Steuerung verinnerlicht hat, muss man so manche Mission mehrfach starten, um sie sie erfolgreich zu meistern - das nervt. Dennoch eine prima Gelegenheit, diesen Klassiker endlich nachzuholen oder mal wieder einen nostalgischen Abstecher nach Los Santos zu wagen.

Infos zum Spiel

Titel: GTA: San Andreas
Genre: Action
Hersteller: Rockstar Games
Publisher: Rockstar Games
Release-Termin: erhältlich
Preis: 5,99 Euro
System: iPhone 4s, iPhone 5, iPhone 5s, iPhone 5c, iPad 2., 3. und 4. Generation, iPad Air, iPad Mini, Android (3.0 oder höher)
USK-Freigabe: Ab 18 Jahren
Wertung: Gut

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